T A N Z
time.loops
ein Tanzstück von Co.Lab.TanzTheater

G A S T S P I E L :
1.+2. April 2006,
jeweils 20.30 Uhr

Sechs Tänzerinnen und Tänzer - alle jenseits der "Altersgrenze" von fünfzig Jahren - machen sich auf zu einer Reise durch die ZEIT. Was ist das - ZEIT - und wie verändert sie uns?Wie lässt sich das Phänomen ZEIT mit dem Körper erfahren und beschreiben? Welche Erinnerungen haften uns an nacheinem halben Jahrhundert gelebten Lebens - und wo in uns sind sie gespeichert? Was hat uns früher bewegt - und was bewegt uns heute?
Szenen entwickeln sich aus dem Fluss des Geschehens heraus. Das Zeitmaß der Uhren mit ihrem unaufhaltsamen Takt bildet den äußeren Rahmen. Darin die Entfaltung dessen, was uns im Wesentlichen berührt und bewegt. Kleine Geschichten werden konstruiert, wo sich Erinnerungen mit Gegenwärtigem treffen - und der Tanz beginnt… ZEIT - das ist auch Altern. Besonders für Tänzer eine mitunter unangenehme Erkenntnis, wenn die körperlichen Fähigkeiten sich abzuschwächen beginnen - und damit der soziale Druck, mit dem Tanzen aufzuhören, spürbar zu werden beginnt. Darf man mit über 50 noch tanzen? Ist Alter eine Krankheit, die mit dem Tode endet? Oder transformiert sich der Körper zu einem Organ erweiterter Wahrnehmung? "time.loops" ist ein Tanzstück, das sich in eine Zwischenwelt begibt - jenseits der virtuosen Kunst des Körpers, Höchstleistungen auf die Bühne zu zaubern. Es ist ein Stück, das lauschen lässt auf all die Zwischentöne, die nun hörbar und sichtbar werden, die den Tanz zu einer Sprache der Begegnung in Raum und Zeit werden lassen. Ebenso treffend und präsent - wie flüchtig und vergänglich - ganz eben wie die ZEIT… "Wir erfassen Zeit nur, wenn wir erkennbare Bewegungen haben. Wir messen jedoch nicht nur die Bewegung durch die Zeit, sondern auch die Zeit durch die Bewegung, da beide einander definieren."Aristoteles"Einer der einsamsten Aspekte der Zeit ist die Vergänglichkeit. Die Zeit geht vorüber und nimmt alles mit sich fort. … Ich glaube, dass es tatsächlich einen Ort gibt, wo sich unsere vergangenen Tage heimlich anlagern. Dieser Ort heißt: Gedächtnis." John O'Donohue"Niemand weiß, wieviel Zeit er hat - aber jeder weiß, dass seine Zeit begrenzt ist. Jedes begrenzte Gut ist kostbar." Eckhard Garczyk"Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann." Marie von Ebner-Eschenbach

Inszenierung: Petra Lehr
mit: Claudio Amadei, Heide-Marie Böhm-Schmitz, Ute Bühler, Ottmar E. Gendera, Ulrich-Irato Hildmann, Petra Lehr
Licht: Johannes Schmidt
Das Projekt wurde gefördert vom Amt für Wissenschaft und Kunst, Frankfurt, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und von der Kulturstiftung der Nassauischen Sparkasse.
Herzlichen Dank an: Peter Peschke (Uhren), tanzraum (Wiesbaden), Tanzetage (Frankfurt) und Hochschule für Darstellende Kunst (Frankfurt).