PRESSEMITTEILUNG
YEAH, YEAH, YEAH, YEAH, YEAH
a show about not doingPremiere: 3. August 2000
weitere Aufführungen 4.-6.8. und 10.-13.8.2000
jeweils 20.30 UhrChoreographie: Eva Meyer-Keller
Performer: Matina Sarri, Felicty Croydon, Sharon Smith,
Netta Varga und Gäste
Musik: Jovanka v. Willsdorf, Niels Lorenz (Quarks)
Wir wollen weniger tun, damit mehr geschehen kann
Ist das Tanz? Ist das Theater? Ist das Pop? Ja. Quasi Yeah! Es geht um Körper-in-Bewegung, Körperlichkeit und Sound: nie isoliert - immer als Teil der Umgebung. Der Zuschauer ist dabei,
mittendrin sozusagen, wird Zeuge und kann nicht unschuldigbleiben. Hier gibt es keinen Handlungsstrang im herkömmlichen Sinne.
Viel eher geht es Eva Meyer-Keller um eine innere Logik wie man sie aus Träumen oder eben dem echten Leben kennt, die einen subjektiv berührt oder mitnimmt.
Situationen assoziieren neue Situationen, werden verlangsamt oder bis zur Neukenntlichkeit reproduziert. Realität ist Ansichtssache und großartig wie das Überqueren einer Straße, ein Kuß oder eine Madonna-Platte.
Überhaupt die Musik, Quarks, hier in rein elektronischer Zweierbesetzung, bilden mit einer
Mischung aus polymorphen Klangtexturen und seltenen Pop-Perlen das audio-Gegenüber zur Tanz-Performance. Diese zwei selbständige Welten greifen ineinander und beinflussen sich immer wieder gegenseitig. Kein Zufall/ kein Theater. Kopf aus. Spot an. Hier kommt Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah.Übrigens gibt es echtes Popcorn und auch eine echte Vinyl Single mit Auszügen der Musik des Stückes zu kaufen.
Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah geht es darum, die anderen Seiten einer Tanz-Performance in den Vordergrund treten zu lassen. Der Schwerpunkt liegt nicht auf den schon existierenden Tanzformen oder einer Tanzsprache, die das Publikum als solche erkennen würde. Es geht darum, die Mechanismen des Zaubers zu zeigen, anstatt die häufige Erwartungen des Publikums verzaubert zu werden, zu erfüllen. Wir werden den Zuschauer nirgend woanders hin mitnehmen als da, wo er sich tatsächlich befindet, nämlich in diesem Theater. Er sieht wie die Musik von den Performern gemacht wird, wie Geräusche elektronisch verstärkt werden oder wie die Stereoanlage an oder ausgemacht wird.
Wir werden alles verwenden, was uns begegnet, das Nächstliegendste und das Entfernteste.Deleuze & Guattari, Tausend Plateaus