P R E S S E M I T T E I L U N GT A N Z
X - Ray
von Isabelle Schad u. Ludger Lamers
21.-26.Juni 2001
jew. 20.30 UhrFoto: Björn Reißmann
Das Projekt X-Ray ist eine Idee zweier Choreographen / Performer die, begleitet von einem installierten Lichtsystem und seinen Wirkungen auf den menschlichen Körper, die Wesensmerkmale von Mann und Frau, mit seinen Unberechenbarkeiten und Unerklärlichkeiten be- und durchleuchten und/ oder miteinander konfrontieren.
Individualisierung und Isolation in (Dis) Harmonie mit (Sehn) Süchten und Abhängigkeiten, sind Themen und Bauelemente, auch im Verhältnis zur Technik.
Kleine Abweichungen von der Normalität der Verhaltensmuster und Instinkte behindern den Aufbau von Perfektionismus als sogenannte Fehler, so auch in tieferen Gefilden der Psyche.
Durch diese Beobachtungen kann sich der heutige Anspruch auf klare Ästhetik im Äußeren nicht tatsächlich unbefleckt realisieren. Ausbruch, Kehrtwendung und Inkonsequenz löchern und beeinträchtigen Visionen und Leistungen, unterstützen jedoch die eigenwillige Energie des Lebendigen.
Diese auch konträren Qualitäten werden auf intimem Raum beleuchtet und aufgebrochen. Alles technische wird von den beiden Choreographen/ Performern selbst gesteuert. Alles was den Spielraum einzugrenzen scheint bleibt transparent.Pressestimmen:
"Amorph erstarrte Schmelze"
"...Die Tänzerin und der Tänzer schaffen mit hoher Bühnenpräsenz und technischer Souveränität einen Abend von großer atmosphärischer Dichte. Mit sprühendem Einfallsreichtum und einer originellen Umsetzung - nicht ohne Komik und Augenzwinkern - vermochten die Künstler zu überzeugen und zu fesseln...."
(SZ, 19.1.99)
"X-Ray", eine Musterung des verschmelzenden Körpers von Ludger Lamers, Isabelle Schad und Carlos Zíngaro. Das Stück nimmt sich die suggestiven Verwandlungen des Körpers in seiner Zerbrechlichkeit oder den engen Bereich der Bestimmung seiner Identität vor. Der Tanzraum des LUX in Lissabon erlaubt eine äußerst interessante Lektion über "X-Ray". Hier entwickelten die beiden Choreografen mit dem Musiker Carlos Zíngaro eine komplexe Vorstel-lung, teilweise bestimmt von low technology. ... Vor allem war man beeindruckt von der erstaunlichen Bewegungsqualität der beiden Darsteller, und der Genauig-keit mit der "X- Ray" dem Körper eine Sprache seiner Selbst verleiht.
EXPRESSO (Portugal) Oktober 2000, Cristina Peres