Rückblick
TANZAUS EINER
WURZEL ZART
Ein Weihnachts-Tanzstück der MS Schrittmacher
Ch.: Martin StiefermannWiederaufnahme: 8. Dezember 1999, 20.30 Uhr
weitere Termine: 9.-13 Dezember 1999, jeweils 20.30 UhrChoreographie und Ausstattung: Martin Stiefermann
Musik: Weihnachtslieder eingespielt von Sir Henry
Tanz: Gilys Komova und Christian Schwaan
Licht: Klaus Dust
Foto: Björn ReißmannMit ihrem Weihnachtstanzstück landete die Gruppe MS Schrittmacher 1998 einen durchschlagenden Erfolg; aufgrund dessen das Stück 1999 wiederaufgenommen wird und auf Tournee geht.
Aus einer Wurzel zart ist ein Tanzstück, daß all die rührenden Momente, unerfüllten Wünsche, Sehnsüchte und Erwartungen an die Weihnachtszeit beleuchtet. So interessieren uns die Gefühle und Erinnerungen, die man mit dieser Zeit in Verbindung bringt und werden diese in unterschiedlichster Weise beim Zuschauer wecken. Durch vierundzwanzig Bilder entsteht so ein Streifzug durch die Advendtszeit. Von der hohen Stunde des Weihnachtsessen, der besinnlichen Zeit der Familienkatastrophen, bis hin zu den alten Traditionen, wie Barbarazweige oder der Raunächte.
Dieser bewegte Advendtskalender zeigt die Macht des Weihnachtsfestes, der man sich kaum entziehen kann. Dieses Fest bewegt - nicht nur die Umsatzstatistik sondern auch die Gemüter, wenn nicht gar die Herzen.Pressestimmen:
Die Parodie eines Eiskunst-Paarlaufs und eine Aufführung von Tschaikowskys Nußknacker, wie man sie so komisch und technisch perfekt auf einer Tanzbühne noch nie gesehen hat... ...immer wieder sind es kleine Produktionen, die den Glauben am Leben erhalten, daß die Berliner Tanzszene durchaus lebendig und kreativ ist. Jochen Schmidt / FAZ
...er tut das so geschickt, so einfallsreich und emotional so ausbalanciert, daß Lachen und Besinnlichkeit, Parodie und beklommen machender Wirklichkeit-sausschnitt einander fortwährend überlappen. Das beste Rezept gegen Langeweile. Volmar Draeger / Berliner Morgenpost
Ein Gewinn für die Berliner Tanzszene und zwar ein hochkarätiges. Ballett-International
Zur weihnachtlichen Musik von Sir John Henry fast Choreograph und Ausstatter Martin Stiefermann den Sinn und Unsinn der Festtage in Bilder von hohem Wiedererkennungswert: vom rasanten Plätzchenbacken übers kindliche Flötenspiel bis zur desillusionierenden Bescherung ist alles dabei, was uns Weihnachten so liebens- oder hassenswert erscheinen läßt. Anders als befürchtet, kommt dies aber nicht daher als platte Kitsch- und Konsumkritik, sondern als charmanter Reigen aus dramatischen, anrührenden und hochkomischen Szenen. TagesspiegelMartin Stiefermann Ausbildung an der Ballettschule der Hamburgischen Staatsoper, mehrere Jahre Ensemblemitglied des Hamburger Balletts. Zwischen 1990 und 1992 erarbeitete er für Mitglieder des Ensembles mehrere Choreographien. 1992 Choreographen-Stipendium der intern. Tanzwochen Wien. In den folgen den drei Jahren war er als freier Choreograph u.a. für Opern und Schauspielproduktionen von Jossi Wieler, Andrej Woron, Kirsten Harms und Lore Stefanek in Basel, Berlin, Kiel und Hamburg tätig. 1993 zeigte er in der Hamburger Kampnagelfabrik seine Produktion IM PRINZIP. 1994 choreog. er für die Dresdner Semperoper AUF SCHNEE. Von 1995 bis 1997 war er Ballettdirektor an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel und Leiter der Ballettschule im Opernhaus. In dieser Zeit choreographierte er fünf Stücke. Seit 1997 ist er wieder als freier Choreograph tätig und erarbeitete mit Andrej Woron am Bremer Theater die Produktion MARAT/SADE und in der Lübecker Holstentorhalle: A WAY A LONE A LAST. 1998 gründete er die Gruppe MS Schrittmacher in Berlin. Bisherige Produktionen im DOCK 11: Wie Sand am Meer (1998), Aus einer Wurzel zart (1998), Freitod I - Das Gedankenspiel und Freitod II - Die geliebte Stimme (1999)