M U S I K
WASSER-
MUSIK
MOSERMEYERDÖRING2. / 3. / 4. Februar 2001
jeweils 20.30 UhrMusik: Roger Döring, Christian Meyer, Rudolph Moser
Die Wassermusik von mosermeyerdöring ist ein Live-Soundtrack zu Tiefseebildern, eine Filmcollage aus Unterwasserwelten, die auf drei Leinwände rückprojiziert wird. Die Leinwände schweben über den Musikern und dem Publikum. Unterwasserbilder von Eisbergen, die das Meer verschließen. Luftblasen von außerirdisch wirkenden Tauchern, die sich unter Eisdecken zu Luftspiegeln sammeln. Schwerelose Tentakel von Medusen, die sich über die Projektionsflächen durch den Raum ziehen. Vulkanausbrüche auf dem Boden des Ozeans. Inmitten dieser
Bilder sitzt das Publikum. Aufgrund der Rückprojektion der Filme und der
Alltransparenz der Leinwände erhalten die Bilder eine Tiefenwirkung und
scheinen frei im Raum zu schweben.
Das ungewöhnliche Instrumentarium von mosermeyerdöring (Flugzeugturbine, Aluplatten, präparierte Klaviersaiten, Reifen, Hörner, Trockeneis, Pauken, Stahlfedern, Autoreifen, Synthesizer, Radio, Nebelhorn, Saxophone, Klarinette, Gitarren, Stimmen) wird unterhalb der Projektionen weitläufig installiert und im Kontrast zum Unterwasserblau in einem tiefen Rot ausgeleuchtet. So entsteht ein surrealer Bühnenraum. Die Musik leistet die Dramaturgie zum Film. Sie bestimmt Tempo, Ausdruck und Spannungsbogen.
Ein theatrales Konzert.
mosermeyerdöring wurde 1999 gegründet. Rudolf Moser und Roger Döring hatten sich mit Livemusikperformances bereits 1991 einen Namen in der berliner Szene gemacht. Rudolf Moser spielte ebenso mit dem Steel Cello Ensemble, Die Haut und Einstürzende Neubauten. Roger Döring arbeitete als Schauspieler und Musiker. Christian Meyer trat hauptsächlich als Tanztheaterkomponist und -musiker auf und bereiste mit seinen Soundkompositionen die Welt.
Gemeinsam nahmen mosermeyerdöring die CD moser/meyer/döring auf,
komponierten und spielten die Musik zu "el ni~no" von Ali Gözkaya und
den Soundtrack zum Spielfilm "alska.de" von Esther Gronenborn ein.Die CD moser/meyer/döring taucht immer wieder als Raubkopien in
Berlins Szenbars auf.
Presse:
"Eine Leidenschaft der drei ist Filmmusik, und so nimmt es nicht wunder, dass die soundgewaltigen Kompositionen der Band einen nicht endenwollenden Film in den Kopf des Zuhörers projizieren - flüchtige Bilder, die sich immer neu formieren wie luzide Träume. Ein Abenteuer, Breitwandformat garantiert." 030
"Es gibt Muik, bei der, wenn auch live in einem Konzert erlebt, man besser die Augen schließen sollte. mosermeyerdöring ist so ein Beispiel, und etwa nicht, weil die Herren optisch nichts hermachen. Doch die Mischung aus Ambient, Triphop und Filmmusik, die das Trio aus Bass, Loops, Saxophon und allerlei unorthodoxen Schlag -und Geräuschinstrumenten mixt, und durch etwas kryptisch anmutende deutsche Texte ergänzt, entfaltet genau dann seine volle Wirkung." Tagesspiegel"Es ist kein gewöhnliches Trio. Einer bedient Aluminiumplatten, Reifen, Vibraphon, Keybord und singt, ein anderer spielt verschiedene Saxophone und Klarinette, und der Dritte produziert Klangschleifen und zupft Gitarre und Bass. Zusammen sind sie mosermeyerdöring und entwerfen neonlichterne Klangschaften." Berliner Morgenpost
"... betreibt mosermeyerdöring avantgardistische Klangforschung, die besonders live für Abwechslung im Gehörgang sorgt. handgemachte Soundexkursionen in sphärischen Zwischenwelten." TIP