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Trau schau wem - eine Tanztelevision
Wie Waldi /
Bewegt- Bild- Miniaturen
Premiere am: 23. Februar 2001
weitere Aufführungen: 24./25./ 27./28.2.2001 und 2./3./4.3.2001 jeweils 20.30 Uhr
In dieser Produktion der 1MS Schrittmacher choreographieren zum ersten Mal neben Martin Stiefermann auch Mitglieder der Kompanie. Die Gruppe begibt sich dabei auf eine Reise ins Videoland.
Beide Stücke sind ein Spiel mit echten Tänzern auf der Bühne und künstlichen im Film. Diesen Abend begleiten konservierte Bewegungsminiaturen von Thorsten Ahlich und Andreas J. Etter.Der Lichtsportler Thorsten Alich und der Tänzer/Choreograph Andreas J. Etter arbeiten seit zwei Jahren an Möglichkeiten Video und Tanz in additiver Überschneidung zu erweitern und ergänzen. Aus diesen Ideen entstanden bereits verschiedenste Projekte, die nicht selten nur technisch aufwendig waren.
Sich dieses Umstandes nun bewusst, verbinden beide den mehrteiligen Abend TrauSchauWem mit Video und Fernsehen, behandeln die Medien dabei aber in drei verschieden Spielarten.
Trau schau wem - eine Tanztelevision
Choreographie: Martin Stiefermann
Musik: Alfred Schnittke
Licht: Klaus Dust,
Video:Thorsten Alich + Andreas Etter
Basierend auf Heiner Müllers "Quartett"und Laclos "Gefährliche Liebschaften" erarbeitet Martin Stiefermann eine Choreographie für vier Tänzer und eine Kamera. "Kann ich dem trauen, was mein Gegenüber mir signalisiert? Kann ein Dritter dem Glauben schenken, was zwei andere ihm erzählen? Glaubt der Zuschauer eines Bühnenstückes, das, was ihm von den Darstellern vermittelt wird?" Die Videoinstallation von "Trau schau wem" spielt mit diesem Gedanken, während sie gleichzeitig aufdeckt, dass das, was auf der Bühne erzählt wird, nicht wirklich so gemeint sein kann. Oder ist es doch so gemeint?
Choreographie und Ausstattung: Martin Stiefermann,
mit: Merteuil: Annette Lopez-Leal; Valmont: Michael Langeneckert; Tourvel: Anja Kursawe; Cécile: Francesca Peniguel
gefördert durch den Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Berlin.
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Wie Waldi
Choreographie /Video: Andreas J. Etter
und Aliksey Schoettle
Musik: Antonio Vivaldi
WieWaldi ist eine vierjahreszeitliche Variartion auf das Werk eines ähnlich
benannten Komponisten.
Die gevierte Struktur wird inhaltlich weitergeführt in den vier wahren
Todsünden: Schwermut, Koketterie, Tagträumerei und Rabaukentum und in den vier unechten Erden: Rasen, Acker, Beton und Sand. Die weitere Jahreszeit erst befriedigt und gibt über einen Screen den Blick frei auf komplexere Zusammenhänge.
Choreographie /Video:
Aliksey Schoettle und Andreas J. Etter
Tanz: Aliksey Schoettle
Musik: Antonio Vivaldi
Licht: Klaus Dust
Konservierte Bewegtbildminiaturen
Videoinstallationen von:
Lichtsportler Thorsten Alich und
dem Choreographen Andreas J. Etter."Wer möchte nicht einmal im Leben
Medienmogul sein? Wir haben uns diesen
Wunsch erfüllt."
In frei verteilten Videokonsolen eröffnen sich dem Zuschauer Aufsichten auf Programme gegenwärtiger und vergangener Kleinode des provinziellen Tanzes.
"Sie können wählen, haben aber nicht die Macht!"
Martin Stiefermann
Ausbildung an der Ballettschule der Hamburgischen Staatsoper, mehrere Jahre Ensemblemitglied des Hamburger Balletts. Zwischen 1990 und 1992 erarbeitete er für Mitglieder des Ensembles mehrere Choreographien. 1992 Choreographen-Stipendieum der intern. Tanzwochen Wien. In den folgen den drei Jahren war er als freier Choreograph u.a. für Opern und Schauspielproduktionen von Jossi Wieler, Andrej Woron, Kirsten Harms und Lore Stefanek in Basel, Berlin, Kiel und Hamburg tätig. 1993 zeigte er in der Hamburger Kampnagelfabrik seine Produktion IM PRINZIP. 1994 choreog. Er für die Dresdner Semperoper AUF SCHNEE. Von 1995 bis 1997 war er Ballettdirektor an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel und Leiter der Ballettschule im Opernhaus. In dieser Zeit choreographierte er fünf Stücke. Seit 1997 ist er wieder als freier Choreograph tätig und erarbeitete mit Andrej Woron am Bremer Theater die Produktion MARAT/SADE und in der Lübecker Holstentorhalle: A WAY A LONE A LAST.
1998 gründete er die Gruppe 1MS Schrittmacher in Berlin.
Bisherige Produktionen/Premieren im DOCK 11: "Wie Sand am Meer "(1998), "Aus einer Wurzel zart" (1998), "Freitod I - Das Gedankenspiel" und "Freitod II - Die geliebte Stimme", "Spiele der Erwachsenen" (1999) und"Wenn die Seele wackelt" (2000)