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Tooboe
von und mit Yuko Kaseki
7., 8., 9., 10. Februar 2002
jeweils 20.30 UhrIch habe Angst zu sagen, dass ich vor mir selbst Angst habe. Yuko Kaseki
Die Performance Tooboe findet ihren Ausgangspunkt in der gleichnamigen Geschichte des japanischen Autors Hyakken Uchida. Die Erzählungen Hyakken´s zeichnen sich durch den meist undramatischen Einbruch phantastischer Begebenheiten in der Alltäglichkeit aus. Durch die ihm eigentümliche Perspektive der Betrachtung gelingt es ihm, einen Riss im Gefüge der vermeintlichen Realität ausfindig zu machen, durch den der Zugang zu einer anderen, phantastischen Ebene möglich wird. Diese ist einerseits beängstigend, manifestiert sich jedoch auch oft mit einem merkwürdigen Humor. Yuko Kaseki interpretiert diese Situation des Absurden auf ebenso humorvolle, wie präzise Weise, indem sie sich und ihren Körper dieser Welt aussetzt.
Pressestimme
Fallendes Wasser, wie ein Donnerschlag. Was nun? Der Körper reagiert schneller als Kopf, der Gedanke, wie es jetzt weitergehen soll, kommt erst später. Brillant illustriert die aus Chiba in Japan stammende und seit 1994 in Berlin lebende
Tänzerin diesen kurzem Augenblick, in dem nur Existenz ist, der Körper die Kontrolle übernimmt. Sie zeigt seine Reaktion auf den Einbruch von etwas zunächst Unfassbarem. Die Performance scheint sich in einem zeitlosen Raum abzuspielen, dicht und logisch ist die Darstellung. Man hat tatsächlich das Gefühl, im Augenblick zu verweilen, allerdings in einem entscheidenden - und das präzise analysiert und in seine feinsten Bestandteile zerlegt. Yuko Kasekis Darstellung ist eindringlich[...] Mit scheinbarer Leichtigkeit meistert sie eine tänzerisch extrem anspruchsvolle Situation, da Tooboe fast ohne Musik auskommt. Sonja Patzschke,Choreographie, Licht und Bühne: Marc Ates
Tanz und Choreographie: Yuko Kaseki