B Ü H N E / T A N Z
L'accident linéaire
von + mit Françoise Tartinville
16. bis 19. Mai 2002
jeweils 20.30 Uhr
Mit Klängen, Bildern (Video und Fotos) und Gestik untersucht das Schauspiel "L'accident linéaire" den Trauerprozess.
Die Gestik gibt unbewusste und symbolische Bilder wieder. Sie sind ausdrucksvoll und abstrakt. Manche Gesten tauchen immer wieder - aber etwas verändert auf. Sie stellen die Entwicklung und die Wiederkehr eines Gefühls dar.
Die Bilder kommen zum Vorschein, folgen aufeinander und verschwinden.
Der Körper wird mit Spannungen, Krämpfen, Verdrehungen und Lockerungen belebt. Die Bilder wirken als Zeugen. Sie stellen alltägliche Gegenstände von Verstorbenen dar und weisen auf eine Vergangenheit, auf Gefühle und Erinnerungen hin. Die Bilder wirken wie Votivbilder, wie die Sprache des Toten, wie Ritualobjekte.
In Videoform werden die Bilder zu fixierten Erinnerungen.
Die Musik besteht aus aufgenommenen und veränderten Geräuschen und wird zu einer organischen Materie, zum inneren Raum, der sich für intime und geheime Erforschungen eignet.
Francoise Tartinville (Choreographie und Darstellung) studierte Kunstgeschichte an der L'ecole du Louvre und Multimedia an der Universität St. Denis. Parallel besuchte sie Kurse in Pantomime, gestischem Theater. Sie realisierte in Paris eine Reihe eigener Projekte und arbeitete unter anderem mit Mylène Benoit und Compagnie Silémo zusammen.
Mylène Benoit (Video) studierte Kunst und Audiovisuelle Kunst an der Universität Westminster in London und Multimedia an der Universität von St. Denis in Paris und ist zur Zeit Artist in Residence in Fresnoy.Sie realisierte in Paris eine Reihe eigener Projekte und Ausstellungen.$
Nicolas Losson (Musik) studierte Film an der Universität in Lyon II und in Paris (DEA unter Jacques Aumont). Er zeigte seine Kurzfilme u.a. im Centre Georges Pompidou (Vidéo Dans).Er arbeitete als Komponist für Choreographen wie: Army Garmon, Philippe Jamet, nasser martin Gousset, Laura de Nercy, Barbara Sarreau, u.a.