M U S I K
Tag Zero
'Wir verschwören uns'
- mit Howard Katz und Jan Böttcher
3. und 4. April 2004
jeweils 20.30 Uhr
Man sprüht's an jede Wand: Stunde
Null am Ground Zero. Eine Liebe liegt am Boden. Seit vielen Monaten
beraten der New Yorker Performer Howard Katz (Post Holocaust
Pop) und der Berliner Textsänger Jan Böttcher (Herr
Nilsson) unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Wie geht es
weiter mit der Beziehung zwischen den USA und Deutschland? Jetzt
sind ihre deutsch-amerikanischen Songs bühnenreif: Herz
und Kopf werden darin aufeinander prallen, Slang und Hochsprache,
altes Europa und neue Weltordnung. Katz points to that more than
half of the american people were against that fucking war. Böttcher
lächelt genüsslich und lobt das eigenständige
Denken seiner Regierung. Risikolosigkeit ist deutscher als je
zuvor. Wenn Tag Zero singt, klingt das zweistimmig schön
wie Simon & Garfunkel, aber immer wieder werden Übersetzungen
zu Beleidigungen, und die Worte gewinnen an doppeltem Boden.
Die Atmosphäre auf der Bühne: sehr konspirativ, manchmal
paranoid. Die Angriffe: meistens über der Gürtellinie.
Die Versöhnungen: nur mit gekreuzten Fingern. Wichtig ist
den beiden, dass die Zuschauer sich aktiv an der deutsch-amerikanischen
Krise beteiligen. Sie sollen ihre Verschwörungstheorien
ins Konzert einbringen, die von Katz und Böttcher live vertextet
und vertont werden. Auch hier können zu einer Theorie zwei
oder mehr Versionen entstehen. Das Programm 'Wir verschwören
uns' basiert auf 20-25 zweisprachigen Songs, die am Ende für
alle deutsch-amerikanischen Zuschauer die tiefe Sorge Hamlets
bestätigen: Etwas ist wirklich faul im Staate Dänemark...
Tag Zero sind Howard
Katz (Gesang, Gitarre, Klavier, Samples), Jan Böttcher (Gesang,
Gitarre, Akkordeon)