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Intimacy in drei Sätzen von Isabelle Schad

W I E D E R A U F N A H M E:
8., 9., 10., 11., August 2002
jeweils 20.30 Uhr

Isabelle Schad thematisiert die Beobachtung, die Kommunikation, das Ausstellen des Körpers in seiner Abbildung. Als Fenster und Spiegel dienen dabei ein Kontrollmonitor und das Auge des Zuschauers. Während in den ersten beiden Teilen die Relation zwischen der vorherrschenden Intimität und dem Zuschauer eher eine voyeuristische ist, so ist es im 3 Teil eine direkte. Der Zuschauer wird zum aktiven Teilnehmer, in dem er durch sein Erleben oder seine Reaktion die Vorstellung mitsteuert. Die Kreation jeder Bewegung, die Erfahrung jeder Veränderung verhält sich nach Regelwerken, Prinzipien, Limitierungen, sowie vorherrschenden emotionalen Zuständen. „Die Erfindung seiner selbst in real time“. Eine genaue, selbstrefexive Arbeit unserer Zeit, mit einem Scheinwerfer, ohne Musik, im leeren Raum.

Die Bewegung, die einer nicht gewöhnt ist, läßt sich leicht zeigen, daß sein Ich-Bild bei weitem nicht so vollständig und genau ist, wie er meint. Die Differenz zwischen Bild und Wirklichkeit beträgt oft 300% und noch mehr.
Moshé Feldenkrais

Idee / Konzept / Tanz: Isabelle Schad
Künstlerische Assistenz: Bruno Pocheron

Isabelle Schad:Tänzerin und Choreographin, arbeitete in den letzten Jahren u.a. mit Wim Vandekeybus, Ludger Lamers, Olge Mesa, Angela Guerreiro, Toula Limnaios, Felix Ruckert und kreiert seit 1995 eigenen Performances, mit denen sie international tourt.