Rückblick

TANZ - THEATER - PERFORMANCE

SUPER USCHI

eine schloss bröllin produktion

10.-13. Feb. 2000
jeweils 20.30 Uhr

Regie & Choreographie: Arthur Kuggeleyn
Musik: Tom Horn
Schauspiel & Tanz: Andrea Splisgar, Silvia Freund, Tom Horn

Arthur Kuggeleyn, der ehemalige Leiter von RA.M.M. theaterart berlin, experimentiert bereits seit einigen Jahren mit neuen Ausdrucksmöglichkeiten von Tanz und Choreographie.

Sein neues Stück ist eine ironische Collage von Frauenbildern, deren Gemeinsamkeit darin besteht, einer von den Medien geprägten Illusion entsprechen zu wollen.
Doch zu groß ist die Kluft zwischen Wunschbild und Realität, den Erwartungen anderer und den eigenen Erwartungen. Die Bilder zerbrechen ruckartig, neue Bilder entstehen, alles verdichtet sich zu einer übernächtigten, in jegliche Richtung offene, fiktive Frauengestalt.

SUPERUSCHI ist ein Produkt (der Begierde) SUPERUSCHI trägt jeder in sich
SUPERUSCHI ist eine Fiktion SUPERUSCHI hat ihre eigenen Gesetze
SUPERUSCHI nimmt keine Rücksicht SUPERUSCHI ist kompatibel
SUPERUSCHI trinkt mehr, als sie verträgt SUPERUSCHI ist mehr, als sie wirklich ist
SUPERUSCHI entspringt deiner Phantasie SUPERUSCHI gibt es auch komprimiert
SUPERUSCHI zerbricht schneller, als du denkst SUPERUSCHI redet viel und sagt wenig

„Der Körper teilt sich in zwei Hälften: einerseits der eigentliche Körper - seine Haut, seine Augen -, zart, warm; andererseits die Stimme - kurz, verhalten; eine Stimme, die nicht bietet, was der Körper bietet. Anders ausgedrückt: einerseits dieser nachgiebige, attraktive, mit Befangenheit kokettierende Körper - und auf der anderen diese dunkle, mondäne Stimme - immer diese (nach: Rolan@-,’Barthes, Fra-mente einer Sz@rache der Liebe)

Arthur Kuggeleyn ist Autor, Regisseur, Schauspieler, Tänzer und Bühnenbildner. Er begründete 1986 den RA.M.M. theaterart berlin e.V., welchen er bis 1996 leitete. Darüber hinaus arbeitete er u.a. mit Felix Ruckert (z.B. „Hautnah“) und produziert derzeit eigene Tanztheater-Inszenierungen (u. a. „LOST“, „Red Light“).

Tom Horn Komponist, Musiker und Performer, musikalischer Leiter des RA.M.M. theaterart berlin e.V. Seit 1998 engere Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern als Klangkunstkonstrukteur. Verschiedenste Arbeiten an musikalischen Kompositionen u.a. für ZIGURI EGO ZOO. Experimentelle Hörspielarbeiten und Klangcollagen für Aktionen und Projekte.
Ausstellungen (u.a. in Rheine, Münster, Hagen).

Andrea Splisgar begann ihre künstlerische Laufbahn zwischen Berlin (Diplom Kunsthochschule), London (Kostümbild) und Rom (Schauspielschule; u.a. mit Federico Fellini). Gegenwärtig beschäftigt sie sich insbesondere mit eigenen Life- und Videoperformances sowie mit der Zusammenarbeit mit anderen Produktionen. Ihr künstlerischer Hauptschwerpunkt liegt in der Sprache der Metamorphose des astro-physischen Aspekts unseres Seins, sowie der multiplen Identitäten inmitten einer surrealen, poetischen Kulisse.

Silvia Freund geb. 1962 in Tirol/Österreich. Studium der Romanistik, Magisterarbeit über Dacia Maraini in Rom, Bühnenreifeprüfung 1987. Engagements als Schauspielerin beim Volkstheater München, beim Bauhaus Dessau und an der Schaubühne Berlin. Seit 1997 auf Tournee mit Arthur Kuggeleyn und Felix Ruckert (u.a. mit dem Tanztheaterstück „Hautnah“) und mit dem Duo Freund Lunte (Saxophon & Stimme).