TANZ

deluxe joy pilot

von Felix Ruckert

Voraufführungen:
29.-30. November 2000
Premiere: 1. Dezember
weitere Termine: 3. Dezember sowie
6.-10. Dezember 2000

Choreographie: Felix Ruckert
mit: Silvia Freund, Catherine Jodoin, Susanne Brian, Marika Rizzi, Daniela Wedhorn, Matthieu Burner, Jose Anton Reza Bernal, Gabriel Staelen, Benjamin Grieve, Delta RA`I
Musik: Christian Meyer Mal
Technik: Bruno Pocheron
Bühne / Licht: Bruno Pocheron und Felix Ruckert

Seit 1995 arbeitet Felix Ruckert mit dem DOCK 11 zusammen. Vor allem das vielgepriesene Hautnah, das 1995, 1996 und 1997 hier aufgeführt wurde, brachte dem Choreographen internationale Anerkennung. Dieses Konzeptstück ist eine Begegnung zwischen Darsteller und Zuschauer - eins zu eins - im Zeltlabyrinth. Es folgten weitere Stücke, die mit der Interaktivität zwischen Publikum und Performer experimentieren: Schwartz – ein Stück ohne Tänzer, das den Zuschauer mit sich selbst konfrontiert – und Ring, eine Auftragsarbeit vom Centre Georges Pompidou, Paris, bei dem mehr als 21 Darsteller mit den Zuschauern in einem fast rituell anmutenden Kreis agieren. Ring wird im 2001 in den Sophiensälen zu sehen sein. Stillen macht den Zuschauer zum einzig aktiven Element in einem Raum immobilisierter Körper.
Parallel gab es immer wieder die Rückkehr zur klassischen Bühne: Krapplack (1998) ironisierte die Klischees des Tanztheaters, das Choreographische Projekt (1999) überraschte mit einer abstrakten Bewegunssprache und dem radikalen Verzicht auf Musik und Lichteffekte, Kalam (ebenfalls 2000), in Zusammenarbeit mit der Komponistin Ulrike Haage (Rainbirds), widmete sich eben diesem Zusammenwirken.
Die Hinterfragung gesellschaftlicher und theatralischer Codes und die Beschäftigung mit den Grundlagen von Bewegung wirken nicht antagonistisch in der Arbeit von Felix Ruckert. Die oft spielerische Analyse der Mechanismen von Wahrnehmung zieht sich als roter Faden durch seine Arbeiten.

deluxe joy pilot: Felix Ruckert möchte die besten Elemente aus seinen Experimenten mit unkonventionellen Bühnenkonzepten und den in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen bei der Neudefinierung von Tänzer-Zuschauer-Beziehungen, in einem neuen Stück zusammenfassen: die Intensität von HAUTNAH, den sozialen Charakter von RING und die Unaufdringlichkeit von STILLEN.
Das Ergebnis soll ein ritualisiertes, sinnliches Zusammentreffen von Tänzern und Zuschauern sein, wobei sich die Grenze zwischen Agierenden und Reagierenden verwischt: Es geht um eine unschuldige, spielerische, raffinierte (und öffentliche) Form von Sexualität und gleichzeitig um eine innovative Form intelligenter Unterhaltung.
Deluxe joy pilot wird als Prozeß organisiert, der in ständiger direkter Auseinandersetzung mit dem Publikum seine Form findet. Die Spielstätte ist eine Lounge aus Sesseln und Liegen, in der das Stück sich dezentral entwickelt.
Christian Meyer Mal, der u. a. schon für Schwartz und Ring komponierte, nähert sich deluxe joy pilot in seiner Eigenart und gestaltet einen nicht betretbaren und unerhörten Raum.
Die Besetzung besteht aus einer international zusammengesetzten Gruppe von Tänzern und Performern, die ebenfalls zum Teil schon seit Jahren mit Felix Ruckert zusammenarbeiten.

Presse:
"Felix Ruckert, das Destabilistions-As....” Le Matin, Lausanne

“Diese Beziehungs-Kunst, ist sie noch Kunst....?” Le Monde, Paris

“Völlige Verunmöglichung kritischer Distanznahme. Persönlichkeitsverletzung” Züricher Tagesanzeiger

“Tolaler Scheiss...” Ballett International

„Hinweis: Interaktion oder das Fehlen derselben hängt vom geistigen Gespräch des Zuschauers ab.” The New York Times

„WARNUNG: Der Besuch dieser Vorstellung kann süchtig machen.“
The Gazette, Montreal