T A N Z

Sowohlentweder
alsauch - oder


18.-20. Mai 2001
jeweils 20.30 Uhr

von Katja Wachter und Philipp Egli

MOLTENi und Selfish Shellfish in Koproduktion mit dem Theater Tuchlaube, Aarau

I. quasi una danza - Vorspiel mit Zwischenfall für Carol Meyer
Choreografie&Tanz: Philipp Egli
Musik: Aaron Jay Kernis Premiere

II. definition of a grapefruit - S(e)oul-less
Choreografie&Tanz: Katja Wachter
Musik: Accordeon Tribe Wiederaufnahme

III. sowohl entweder als auch - oder - Wieviel Anlauf braucht ein Sprung?
Choreografie&Tanz: Katja Wachter & Philipp Egli
Musik: Pawel Szymanski
Licht: Karl Schlagenhaufer Premiere

Eine gegengleiche Wanderung
Je pose un pied devant l'autre puis l'autre devant le premier qui est devenu
l'autre et sera de nouveau le premier. Je marche entre ces quatre murs et
tant que je suis ici, je vais où je veux. (...) quand je suis épuisé par
l'effort, il y a toujours le sol pour m'accueillir.
Paul Auster

Modelle des Menschen
Der Geist schreitet bei der Problemlösung und der Weiterentwicklung voran,
durch vertikales Denken, das sich auf ein Muster stützt, welches von
lateralem Denken geschaffen und stetig revidiert wird und so dem vertikalen
Denken ermöglicht, sich neu zu orientieren und wieder einen Schritt nach
vorne zu tun. Ein Gegenpol hilft so dem anderem "
auf die Sprünge"
nach Charles Hampden-Turner

Philipp Egli:
Ich choreographiere für ein Bewegungsorchester, das von Musik genauso inspiriert wird wie von Literatur und anderen Künsten. So ist der Ton nicht zwingendes Ausgangsmoment meines Tanzes. - Mich fasziniert die Herausforderung, den Körper zum Singen zu verführen: Der Körper als Tongemälde im Raum. In jeder Choreographie suche ich neu nach der Partitur der Bewegung und inszeniere das Instrument Körper, um ihm ein Gesicht zu geben. Durch die Summe der Bewegungen erscheint die Seele des tanzenden Körpers. - Dynamischer Tanz, sensibler Tanz, poetischer Tanz, spielerischer Tanz, naiver Tanz - mit intellektuellem Standbein im Hintergrund. - Tanz als Standbein fällt, Tanz bis zum Umfallen aus Freude und Lust.

CV Philipp Egli:
1990- 91 Festengagement als Tänzer bei Cie. Philippe Saire, Lausanne.
1992 Freischaffender Tänzer bei Ljada-nouvelle danse, Biel,Chor: Roberto Galvan
1992- 95 Festengagement als artiste choreographique /danseur, ROSAS,Brüssel;
künstlerische Leitung: Anne Teresa de Keersmaekerseit
1995 zurück in Zürich, Gründung von MOLTeNi: Choreograf und künstlerischer
Leiter der Compagnie.Choreografien für MOLTeNi:
"Am Mittag, morgen Abend" 1995 /
"Die Passionen der anderen" 1996 /
"Alle lieben mich. Spiele '97" 1997 /
"Hero from Zero" 1998 /
"Der Zauberlehrling und Reineke Fuchs am Goethegeburtstag" 1999 /
"über leichte Schultern" 1999 /
"Um 180°" 2000 /
"feet above ground" 2000

2000 Philipp Egli erhält den Werkjahresbeitrag für Tanz der Stadt Zürich zugesprochen.
2001 Zur Spielzeit 2001/02 wird Philipp Egli Leiter und Choreograder Tanzcompagnie am
Theater St. Gallen.

Pressestimmen:

Philipp Egli hat sich in kürzester Zeit einen Namen geschaffen, der einem Publikum, das auf den ersten Blick heterogener kaum sein könnte, ein Begriff ist. (NZZ)
Philipp Eglis anspruchvolles Wagnis, den Tanz mit anderen Kunstformen aufzubrechen, gehört wohl zum interessantesten, was die junge Schweizer Szene derzeit versucht. (Berner Zeitung)
Er ist ein ausserordentlich risikobereiter Techniker der heraussticht: einCharakter unter Tänzern.
(Stuttgarter Zeitung)

Am Mittag Morgen Abend, 1995: “Tanz wird Bewegungslust pur - die Tanzenden wirbeln durch die Luft, drehen sich um die eigene Achse und rennen der Musik fast davon. Ein witziger, magischer Tanz, in dem sich das bewegte Bild mit der wirklichen Bewegung trifft.“ (Tagesanzeiger)

Die Passion der anderen, 1996: “Philipp Egli gilt als Shooting-Star der freien Tanzszene. (NZZ)

“Philipp Eglis anspruchsvolles Wagnis, den Tanz mit anderen Kunstformen aufzubrechen, gehört wohl zum Interessantesten, was die junge Schweizer Szene derzeit versucht.“ (Berner Zeitung)

Alle lieben mich, 1997: „Die Dynamik und damit die Spannung des ungewöhnlichen Stücks bleibt bis zum Schluß ungebrochen. Mit höchster Perfektion auf einem Niveau, das seinesgleichen suchen muß, ist in Aarau Ungewöhnliches geboten worden. (Aargauer Zeitung)

„MOLTeNI beweist, daß die feine, komplexe Mechanik der Lügen und Wahrheiten auch tanzbar ist. Ohne plakativ oder vage zu werden wie die Idole selbst. Das Stück verblüfft.“ (Tagesanzeiger)