T A N Z

OFF THE MAP
Tanzstück von "Zen in the Basement Dance Company Potsdam"


P R E M I E R E
20. Januar 2005

W E I T E R E
__V O R S T E L L U N G E N
21.-23. sowie 26.-28. Januar 2005
jeweils 20.30 Uhr

fängt als eine biographische Geschichte zweier Reisender an, die ein Fundament für ihr Leben und ihrer Selbstverwirklichung in einem fremden Land suchen. Unterwegs werden Sie mit unzähligen Herausforderungen ihrer Erwartungen konfrontiert. Besessen suchen sie nach Dingen, die ihre Vorstellung von einem perfekten Leben erfüllen würden. Idyllische Orte, ideale Partner, gute Jobs und mehr werden auserkoren und beleuchten ihre neurotische, verletzliche sowie zuweilen komische Natur ihrer Suche. Die Unterstützung, die Freude, den Beistand, den sie bekommen könnten, ignorieren sie bei ihrem unentwegten Streben nach etwas Größeren und Besseren. Dabei verlieren sie den Blick für das wirkliche Leben. Ihre Geschichte verlagert sich von der biografischen auf eine universelle Ebene: Die Suche nach Etwas, das wir nicht besitzen, nach einem Ort an dem wir uns nicht befinden, die ewige Suche der Menschen nach dem Anderen. „OFF THE MAP“ ist eine Tanztheaterproduktion, die zugleich provozierend und unterhaltend ist. Die dokumentarische Form der Inszenierung erlaubt es dem Zuschauer, sich mit den Charakteren und ihren Konflikten auf objektive und spielerische Weise zu identifizieren.

Tanz und Choreografie: Jennifer Mann, Heidi Weiss
Musik: Sebastian Seidemann
Bühnenbild: Sebastian Gäbel
Kostume: Heike Isenmann
Artistic Adviser: Luc Dunberry
Licht: Rainer Grönhagen + Sebastian Gäbel

Die Zen in the Basement Dance Company aus Potsdam, ist ein Kollektiv von Künstlern aus dem visuellen und Tanzbereich und hat sich auf die Erarbeitung von Stücken im Bühnen- und Multimediabereich spezialisiert. Die künstlerischen Leiterinnen Heidi Weiss und Jennifer Mann teilen sich die Aufgabe der konzeptuellen, choreographischen und schauspielerischen Entwicklung der Ideen. Beide kommen aus der Tanzwelt und lassen den physischen, tänzerischen Aspekt als ursprünglichen Ausgangspunkt ihrer Produktionen sichtbar werde. Die Spezialität von ZIB liegt in der eklektischen Art, mit den Mitteln von Schauspiel, Komödie und Tanz umzugehen. Als Inspirationsquelle dienten oftmals ihre Erfahrungen, die sie als Ausländer in Deutschland gemacht und die sich nicht selten zu Prüfungen für ihr persönliches Leben entwickelt haben. Ein weiteres Thema sind die „Tests“, denen man als zivilisierter Mensch in den alltäglichen Ritualen unterworfen ist. Dabei bewegen sich Weiss und Mann an der Grenze zwischen Realität und Phantasie, Individuum und Stereotyp. Ihre Stücke sind moderne Märchen, einerseits unterhaltend, andererseits verstörend durch ihre konfrontierenden Inhalte. Zen in the Basement erforscht neue Ausdruckmöglichkeiten in Tanz- und Theater, ohne sich dabei ausschließlich an ein elitäres Kunstpublikum zu wenden.