F E S T I V AL
Nordwind-Festival
Festival for nordic Performing Arts and Music
Wie viel wissen wir über Traditionen und Entwicklungen in unseren nordischen Nachbarländern? - Denkt man an den Norden, werden meist endlose Wälder, tief verschneite Winterlandschaften mit idyllischen Holzhäusern im Schnee, tiefblaue Seen und Meere, Einsamkeit, Abgeschiedenheit, Ursprünglichkeit, Naturverbundenheit… assoziiert. Man denkt an Texte von Ibsen, Strindberg, Jon Fosse… und gleichzeitig an Hans Christan Andersen, die Märchen- und Sagenwelt der Edda, an Odin, Freya und Thors Hammer… an Trolle und Elfen …
Das Nordwind Festival geht Klischees auf den Grund und präsentiert neue Sichtweisen und Bewegungen. Der Zuschauer wird eingeladen sich auf eine spannende und abwechslungsreiche Reise durch die zeitgenössische nordische Theater-, Tanz- und Musiklandschaft zu begeben.

# Künstlerische Leitung: Ricarda Ciontos und Katja Kettner
# Projektleitung: Rebecca Lilliecrona und Katharina Husemann
# Technische Leitung: Rainer Grönhagen
# Das Nordwind Festival wird gefördert vom Nordisk Kulturfonds, der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, dem Bezirksamt Pankow von Berlin, den Botschaften der Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden, dem Kulturradet Dänemark, p@art, dem Finnland Institut in Berlin, dem Svenska Institutet, dem Kulturradet Schweden, dem Kultusministerium Islands, von Zodiak und ESEK Finnland, Dans- og Scenekunst Norwegen
# In Kooperation mit dem DOCK 11, dem Ballhaus Ost, der Kulturbrauerei, dem Tacheles und dem Admiralspalast
# Gesamtprogramm Nordwind Festival - www.nordwind-festival.de
# wir danken unseren Sponsoren Iceland Express, Sterling, Scandotels, Skoda und Scandlines sowie all unseren weiteren Förderern und unseren Medienpartnern Prinz und taz



Edda - The prophecy ein Musik-Drama von Sverrir Gudjonsson, Sten Sandell
Das alte isländische Poem Edda wird in einer modernen Musiktheater Inszenierung von Sverrir Gudjonsson und dem schwedischen Komponisten Sten Sandell als schwedisch-isländische Koproduktion seine Uraufführungin Berlin erleben. Die Musik ist die treibende Kraft der aus drei Teilen bestehenden Inszenierung, die die Stimme der Seherin und die kindliche Stimme der Unschuld vereinen. Es ist eine alte Sage, eine Prophezeiung über das Ver-gangene, das Gegenwärtige und die Zukunft. Der dunkle Flügel-drachen fliegt über das Feld und birgt im Gefieder, Nidhogg, die Toten…

AXE AGE, WAR AGE
THE SHIELDS ARE BROKEN
STORM AGE, WOLF AGE
BEFORE THE WORLD TURNS OVER
NOONE WILL BE SPARED

# Künstlerische Leitung: Sverrir Gudjonsson, Sten Sandell
# Komponist: Sten Sandell
# Performer: Sverrir Gudjonsson, Sten Sandelll and Stina Ekblad
# Kostüm und Bühne: Edda Arnadottir
# wir danken der Unterstützung durch die Botschaft Islands und Iceland Express.

STEN SANDELL
Musician, Composer, Piano, voice, electronics, harmonium, organ
* Music between improvised music, contemporary music , jazz and rock music
* Solo projects: piano/voice /organ/electronics - concerts, drama, dance, film
* sten sandell trio – contemporary jazz
* bio. elektrika - voice and elektroniks
* Gush, a trio with free improvised music , reeds, piano and drums
* Low dynamic orchestra with improvised music and compositions
What the press have said about Sten Sandell’s music:
I haven’t heard a better piano record all year.” (Bill Meyer in Signal to Noise magazine about solid musik)
“Något orginellare, både i fråga om sången och pianospelet, har jag hittills knappast stött på i vårt land” (Bengt Nordström)
“Sten Sandell´s solo was a festival highlight: absolute polyrhythmic directness (threes and twos overlaid like an absolute metronome!), startling vocal interjections and a sensational manipulation of energy. (John Corbett)

http://www.sami.se/art/sandell/index.htm
http://efi.group.shef.ac.uk
http://www.swedishmusicshop.com
http://www.lj-records.se/artists.html
http://www.alice-musik.se/cat.html
http://www.nuscoperec.com/homepage.ht
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Langbrok und Joi zwei Liebesgeschichten

Die berüchtigtste weibliche Figur der Njals Saga, Hallgerdur Langbrok war die Inspirationsquelle für die Arbeit Langbrok. Sie lebte mit ihrem Stolz, ihrer Koketterie, ihrem langen Haar und den verhängnisvollen Augen in einer Gesellschaft der Männer. Dreimal heiratete sie, aber keiner der Männer konnte ihren hohen Erwartungen an die Liebe gerecht werden. Alle schlugen sie ins Gesicht und auf Grund dieses Schlags ließ sie sie töten. Für Langbrok waren diese Schläge unverzeihlich. Drei Ehemänner, drei Hände auf ihrem Gesicht. Jeden Abend beobachtet sie den immer gleichen Sonnenuntergang, so wie wir es auch heute noch in Reykjavik tun. Das Solo Joi, geht auf die Kurzgeschichte „Feder – Betten“ der isländischen Autorin Elisabet Jokulsdottir zurück.
„Die Suche nach Liebe – überall... Auf dem Friedhof in die rosige Bettwäsche eines Grabes klettern, einschlafen und in totaler Finsternis erwachen – aus dieser Finsternis steigen weiße Federn auf. Du weißt, du bist von Liebe umgeben und diese Liebe ist sanft, weich und kitzelig.“
In diesem Doppelsolo, dass speziell für das Nordwind Festival in Berlin 2007 zusammengestellt wurde, versuchen wir zu ergründen, wie sich die weibliche Person Langbrok ihrer Vergangenheit stellt und durch Joi, mit der männlichen Welt verbunden ist.

# Langbrok wurde ursprünglich für das KIT Tanz Festival in Kopenhagen 1999 erarbeitet. Im März 2002 erhielt Joi den den ersten Preis für Choreographie beim 6. Tanz-Solo Festival in Stuttgart.
# Choreographie/Regie: Lara Stefansdottir
# Darsteller: Lara Stefansdottir
# Musik komponiert, aufgenommen und gespielt von: Gudni Franzson
# Bühnenbild/Kostüme: Ragnhildur Stefansdottir
# Lichtdesign: Johann Palmason
# produziert von Pars pro toto
# wir danken der Unterstützung durch die Botschaft Islands und Iceland Express.

 

 

 





Too many voices for one ein Solotanzstück von und mit Eeva Muilu.

Ein Stück über das Wundern, Fragen und das Suchen nach Antworten. Es stellt auf bezeichnend rohe und konfrontierende Art und Weise aktuelle Fragen über das Leben. Die überraschende Mischun# aus Text und Tanz erzeugt auf der Bühne eine aufwühlende physische Energie.
„Eeva Muilu ist eine Darstellerin, die über eine starke Persönlichkeit verfügt. Sie hat diese Persönlichkeit ganz der Performance verschrieben, in der sie die rohe und lyrische Sprache der Bewegun# miteinander verbindet. Genauso komisch wie ernsthaft sucht sie nach dem Sinn der Welt und ihrem eigenen Sinn darin.“ Jury des ITs Preises 2004

# Choreografie und Tanz: Eeva Muilu
# Musik: Tom Waits Lucky Day overture
# Texte: Mantak Chia und Brian Tracy
# herzlichen Dank für die freundliche Unterstützung durch Zodiak Finnland, das Finnland Institut in Deutschland und die Finnische Botschaft.

Forestillinger - Club Fisk.
ein Tanzstück von Kasper Daugaard Poulsen

Was ist Tanz? Ist ein Schritt ein Schritt, eine Drehung eine Drehung oder was sind choreographische Bezugssysteme? - Mit FORESTILLINGER ist Kasper Daugard Poulsen ein sehr humorvoller und ungewöhnlicher Blick auf choreographische Strukturen gelungen. Club Fisk 2003 von Kasper Daugaard Poulsen als ein Verbund junger Tänzer und Choreographen gegründet, arbeitet mit verschiedenen choreographischen Mitteln, am Aufbrechen der Vorstellung, das modernes Tanztheater grundsätzlich unzugänglich, sperrig und damit elitär sei.

# Choreographie / Regie: Kasper Daugaard Poulsen
# Tanz: Anette Asp Christensen und Mari Matre Larsen
# Dramaturgie: Christine Fentz
# Lichtdesign: Thomas Bendiksen und Kasper Daugaard Poulsen
# herzlichen Dank für die freundliche Unterstützung durch: P@rt, Danish Art Council und die Dänische Botschaft



Dance Screen SwedenTheMix 1996-2004

Mit dem Blick auf Menschen, Bewegung und Zeit vermitteln Tanzfilme eine einzigartige Sicht auf unsere Welt. Die Auswahl der Filme präsentiert Choreographen, Tänzer und Filmemacher aus Schweden. Jeder von ihnen schöpft aus der künstlerischen Vielfalt des modernen Tanzes und beschreitet gleichzeitig einen eigenen unverwechselbaren Weg. Die Mischung aus der Vergänglichkeit des Tanzes und der großen Nähe filmischer Aufnahmen, dem Experiment mit der Dynamik der Bewegung und der Möglichkeit der Montage, erforscht Rhythmus und Visualität. Ästhetisch expressiv, verwurzelt im Jetzt, realistisch, absurd, avantgardistisch – alles ist möglich!

# Die Choreographen sind: Cristina Caprioli, Efva Lilja (E.L.D.), Helena Franzén, Bogdan Szyber & Carina Reich, Pontus Lidberg, Petter Jacobsson, Thomas Caley, Jens Östberg, Virpi Pahkinen, Anna Vnuk, Kenneth Kvarnström, Elisaveta Penkóva, Johan Thelander, Tove Skeidsvoll, Gunilla Heilborn
# das Svenska Institutet präsentiert diese beiden Filme erstmalig in Deutschland und es wird die Gelegenheit einer Einführung und eines anschließenden Gespräches geben
# wir danken ganz herzlich dem Svenska Institutet.



Montage 2 ein Solo von Anna Koch

In Montage 2 hat Anna Koch mit dem “Bewegungsarchiv” und Bewegungsmustern des Schauspielers Simon Norrthon gearbeitet. Die Choreographin und der Tänzer/Schauspieler haben die aus alten Rollen stammende Bewegungsmuster zurückverfolgt und durch neue Bewegungen ersetzt. Anna Kochs Hauptinteresse in ihren Choreographien gilt dem Gefühl der Präsenz, das durch die Interaktion von Handlung, Wahrnehmun# und Darstellun# entstehen kann und dem Körper als Koordinator der Erinnerun# und als soziales Archiv dient. In Montage legt sie Schicht für Schicht frei und benutzt dabei verschiedene Perspektiven. Räumlichkeit wird konstruiert, zerlegt und wieder gelöscht. Choreographierte Bewegungen werden gefiltert, erneut präsentiert und zusammengesetzt, um ein neues Ganzes zu bilden.
# Idee und Choreographie: Anna Koch
# Tanz. Simon Norrthon
# Lichtdesign: Josefin Hinders
# Musik: Klavier von Ida Lundén, Nepalesische Volksmusik und der Klang von Diaprojektoren im Remix von Anna Koch
# Produktion: Produzentin von Weld: Ann Traber
# unterstützt durch: das Schwedische Kulturamt, die Stockholmer Stadtverwaltung, Svenska Institutet und das Kulturamt Stockholm
# wir danken der Schwedischen Botschaft

# Anna Koch arbeitet oft mit der De- und Rekonstruktion von Gegebenheiten, Situationen und Zusammenhängen. Sie benutzt diese Fragmente dann, oft in Form von Kollagen und in vielen übereinander gelegten Schichten, in neuen Kompositionen. Beobachtungen und Reflektionen verwandeln sich in Elemente, aus denen sie ihr Stück baut. Sie hinterfragt, entschlüsselt und sucht fortwährend nach einer Art Interval oder Lücke, die zwischen dem Konkreten, bereits festgelegten und unserer Wahrnehmung liegt. Hierin, meint sie, liegt ein Ort, ein Spielplatz oder eine Möglichkeit verborgen. Anna Kochs neues Solo hat im Oktober dieses Jahres in Stockholm Premiere.