TA N Z -H Ö R S P I E L

NAHME WIEDER GABE AUF

Lassen Sie sich nicht überraschen! -
von Tomi Paasonen eine Produktion von
PAA (personal artistic affairs)

P R E M I E R E:
26. Februar 2004
W E I T E R E
V O R S T E L L U N G E N :
27 .-29. Februar sowie 3.-6. März 2004
jeweils 20.30 Uhr

Ein Spiel zwischen drei Darstellern, einem Kameramann und einem Protektionisten, zwischen Wiederholung und Differenz, die Beziehung zu sich selbst im Vergleich zu anderen, dem Unterschied zwischen Idee und Wirklichkeit, über Kontrollverlust und zu sich zu finden.

Der Versuch, etwas zu wiederholen, erweist sich unmöglich, da jeder Moment in einem einzigartigen Verhältnis zum Ganzen steht. Wiederholung ist abhängig von der Differenz, denn wenn alles gleich wäre, könnten wir nicht einen Moment von dem anderen unterscheiden. Jeder Lernprozess besteht aus Wiederholung, aber eine fortgetriebene Wiederholung resultiert in der Schlappheit der Voraussehbarkeit. Wiederholung und Erinnerung sind dieselbe Bewegung, nur in gegenseitige Richtung, denn was man erinnert, ist gewesen und wird rückwärts wiederholt, wobei die Wiederholung vorwärts erinnert wird. Wir verwechseln die Vorstellungen, die wir von ein-ander haben mit der Wirklichkeit, vor der wir flüchten. Wie verhalten sich diese Paradoxen in einer Vor-stellung, wo der Darsteller ständig versucht seine Aufgabe zu reanimieren und der Zuschauer sich seine eigene Vorstellung von der Vorstellung vorstellt? Wir nehmen auf, wir geben wieder, wir nehmen wieder die Aufgabe auf Wiederaufnahme auf, wir nehmen und geben die Aufgaben auf. Auf Wiedersehen!

Konzept, Regie, Choreographie, Projektionen, Text, Kostüme: Tomi Paasonen
auf der Bühne: Carlos Osatinsky, Yannis Adoniou, Yuko Matsuyama
Licht und Ton: Marcus Schulte, Mike Koloska
Kamera: Stefan Bodner
produziert im und unterstützt vom DOCK 11

Tomi Paasonen geb. in Helsinki: Solistenverträge mit dem Hamburg Ballett, Lines Ballet in San Francisco und Joffrey Ballet in Chicago. Eigenen Tanzstücke in Hamburg, San Francisco und Chicago. 1997 gründete in San Francisco eine spartenübergreifende Kunstproduktionsfabrik, KUNST-STOFF, für die er 15 Werke innerhalb 3,5 Jahre kreierte. Seit dem Jahr 2001 ist er zurück in Europa und arbeitet freiberuflich. In Helsinki wurde das Tanzstück “OloTila” – “ZuStand” mit dem Preis “Theaterereignis des Jahres 2000” ausgezeichnet. Im Jahr 2002 hatte er Premiere in den Sophiensaelen Berlin mit seiner neuen Truppe PAA (personal artistic affairs) während er im Zusammenarbeit mit Aufbruch und Gefangenen im JVA Tegel eine Produktion, IKARUS ABFLUG TEGEL vollbrachte. Im Herbst ’02 inzenierte er die zeitgenössischen Oper “Der Untergang des Hauses Usher” und eine halbfertige Partitur von Claude Debussy basiert. Derzeit setzt er die Arbeit mit KUNST-STOFF in San Francisco und PAA (personal artistic affairs) in Berlin fort.