Rückblick

AUS DEM INNERN
DER ERBSE

Eine szenische Annäherung an Robert Walser für sechs Spieler, zwei Sprecher und eine Anzahl Puppen

Eine Produktion der Hochschule für Schauspielkunst ERNST BUSCH, Abt. Puppenspielkunst

Premiere 8. Mai 1999
weitere Termine:
9., 11.-16. Mai 1999, jeweils 20.30 Uhr

Spieler: Kristina Feix, Nicole Weißbrodt, Katrin Bosshart,
Jörg Teichgräber, Mathis Freygang, Alexander Szallies.
Regie: Markus Joss
Bühne: Bernd Hennersdorf
Licht: Mario Wohlleben
Puppenbau: Ensemble
Sprecher: Thordis König, N. N.

"....der Geist, der Stolz, der Charakter, alles, alles wird brechen und welken, und ich werde Tod sein, nicht wirklich tot, und dann werde ich vielleicht sechzig Jahre so dahinleben und -sterben." (Robert Walser)

Szenen aus einem fremden Heim

oder vom Glück hundertsechsundreissigtausend Erbsen zählen zu dürfen.

Das Stück erzählt von einem Ort jenseits des Scheiterns. Inmitten ihrer Puppen sitzen sechs Heiminsassen und spielen ihren Besuchern Szenen aus dem Heimalltag vor.

Der Alltag ist bestimmt von endlos sich wiederholenden und neugebärenden Ritualen. Es ist ein geschlossenes, reibungslos funktionierendes System. Ein fremder Kosmos mit seinen eigenen Gesetzen und Zeichen , der seinen Bewohnern nur noch ein Versprechen gibt: Der Sinn liegt im Ritual selber.

Mitbewohner dieser fremden Welt sind den Heimlingen ihre Puppen. Repräsentanten eines vergangenen Lebens wo es noch Freude und Leiden gab. Allein im Spiel mit den Puppen regt sich noch eine Ahnung vom Leben in ihnen.

Ausgangspunkt für die Szenische Arbeit waren Prosatexte von Robert Walser. Das Stück folgt keiner kausalen Erzählstruktur. Es sind Überlagerungen und Montagen von Fragmenten.