TA N Z / B Ü H N EEnormous Flying
Flower Jelly Job
Good news from the stars: Die Welt wird von Tag zu Tag besser.
Wir befinden uns im Hier und Jetzt. Im leeren Zimmer.
Alles ist offen. Alles ist. - von Arthur Kuggeleyn2. und 3. Juli 2004
jeweils 20.30 UhrWie in den letzten Arbeiten von Arthur Kuggeleyn, steht auch hier das Spannungsverhältnis zwischen Zuschauer und Darsteller im Mittelpunkt:
Eine beidseitige Gradwanderung und ein Spiel mit Erwartungshaltungen."Denn die Verführung weiß, daß der Andere nie am Ende des Begehrens steht, daß das Subjekt sich täuscht, wenn es auf den zielt, den es liebt, daß sich jeder Satz täuscht, wenn er meint, was er sagt. Denn die Regel der Verführung ist eben das Geheimnis, und das Geheimnis gehört zur Grundregel." Baudrillard
Das Geheimnis dieses Solos liegt in einem subtilen Umgang mit Auffassungen der weiblichen Verführung, theoretisch angelehnt an den Schriften von Jean Baudrillard. Es entwickelt sich ein sinnlich-lustvolles Spiel, welches in hypnotischen Zeitlupen und in streng stilisierter Wiederholung von Bewegungen und Worten, das Spannungsverhältnis zwischen Rausch und Verlangen untersucht.
"Immer schaut die Tänzerin geradeaus ins Publikum. Immer tanzt sie mit dem Dopamin-Ausstoß erwartungsfroher Erwartung. Immer droht sie etwas Unanständiges zu tun. Sie ist bald keine Frau mehr. Sie ist bloß noch pure Verführung ( ) 1991 textete die Bild-Zeitung "Schweinerei in Berlin" über Kuggeleyns "Bestia Pigra". Die Zeiten haben sich geändert. Gottseidank. Die Zeit der Schlagwörter ist vorbei. Man darf wieder staunen, dass eine Frau - Roswitha Kreil heißt sie - die Chuzpe hat, sich hinzugeben So ein Theater hat große Chancen, mehr zu sein als Gewohnheit."
Aus "Lächeln, bis einem kalt wird" von Arnd Wesemann, Süddeutsche Zeitung, Feuilleton, 25.09.2003¦ Es spielt: Roswitha Kreil ¦ Regie: Arthur Kuggeleyn ¦ Virtuelle Gäste: Inés Burdow, Angelo dello Iacono, Roberto Garieri, Kazue Ikeda, Helena Koethner, Marion Lestage ¦ Sound Editor: Tom Horn ¦ Kostüm / Dramaturgie: Roswitha Kreil ¦ Bühne / Licht: Arthur Kuggeleyn ¦ Produktion: schloss bröllin gefördert aus Mitteln der Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern ¦ Sponsoring: IC! berlin