T A N Z
#und --B I L D E N D E --K U N S T
It's a kind of magic

eine Performance von Karen Elliot

P R E M I E R E: 27. August 2003
weitere Vorstellungen: 28.-31. August 2003
jeweils 20.30 Uhr

„Stellen sie sich vor, sie gehen zu einer Show. Sie heißt ‘It’s a Kind of Magic’ und handelt von dem, was sie nicht wissen. Plötzlich wird ihr Körper leicht und schwebt in etwa zwei Meter Entfernung über ihrem Sitzplatz. Drei U.S. Militärs betreten den Raum und beginnen, auf wissenschaftliche Weise hellzusehen, um so den Feind, sie, auszuspionieren. Daraufhin schrumpfen sie auf die Größe eines Stecknadelkopfes und begreifen endlich das Verhältnis von Materie zu Raum in einem Atom. Die anderen Zuschauer werden aufgefordert für sie zu beten, woraufhin sie wieder zu ihrer normalen Größe anwachsen und anfangen, rückwärts zu sprechen. Die anderen hören plötzlich, was sie wirklich denken, und ein Physiker teleportiert diese Information in die Köpfe der Darsteller, die so werden wie sie. In ihrer neuen Performance ‘It’s a Kind of Magic’ untersuchen Karen Elliott die Wahrnehmung der Wirklichkeit auf ihre echte Essenz hin. Anhand so genannter unerklärlicher Phänomene und deren Eindringen in die modernen Wissenschaften werden Fragen gestellt und um die Ecke beantwortet. In Geschichten und Experimenten stellen sich die drei Frauen den 95 Prozent der Welt dar, die Menschen für gewöhnlich unterbewusst wahrnehmen. Jede bringt ihr Halbwissen über Auralesen, Reverse Speech, Biophotonen, Quantenphysik, außerkörperlichen Erfahrungen und die Kraft der Gedanken ein: Halbwissen plus Halbwissen macht Ganzwissen, plus Halbwissen macht Anderthalbwissen. In dieser Gleichung versteckt liegt Schrödingers Box, jenes Gedankenspiel des österreichischen Physikers, in dem die Katze mit einem Schüsselchen Milch in einer Box sitzt und eventuell tot ist. Vielleicht aber auch nicht. Im Selbstversuch begeben sich die Frauen selber in die Kiste. Werden wir sie lebendig wieder sehen? Wird es den Dreien gelingen, die Wissenschaften wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen? Oder ist dieser Boden schon so schief, dass darauf eh nichts mehr wirklich halt hat? Die Wahrheit wird sich als magisch entpuppen. Kommen sie selbst und nehmen sie wahr!

Karen Elliott sind: Alexandra Bachzetsis, Uta Eisenreich, Eva Meyer-Keller
Foto: Uta Eisenreich

Alexandra Bachzetsis studierte Tanz und Choreographie unter anderem am Performance Art Programme in Leuven, Belgien. Seit 1996 arbeitet sie in Berlin, Zürich und in Belgien mit Sascha WaTlz und Les Ballets C. de la B.

Uta Eisenreich studierte Fotografie und Grafik in Dortmund und Amsterdam. Seit 1996 arbeitet sie mit Fotografie, Video, Performance und Installation. Außerdem Internationale Publikationen.

Eva Meyer-Keller studierte an der SNDO, Amsterdam. Sie arbeitet an Performances für Theater- und Galerieräume und kollaborierte unter anderem mit Jérôme Bel, Baktruppen und Christine de Smedt / Les Ballets C. de la B.