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Herb and Alice

9.-12. März 2000
20.30 Uhr, jew. 20.30 Uhr

Herb and Alice hatte Premiere bei der 8. Internationalen Tanzwoche Dresden. Es ist ein Melodrama, erarbeitet und ausgeführt von Jennifer Mann und Heidi Weiss. Das Stück ist eine Reise durch die erinnernswerten Momente im Leben eines alltäglichen amerikanischen Paares in dessen besten Jahren.

Die Figuren, Herb und Alice, erzählen ihre Geschichte in einem einfachen retrospektiven Stil. Sie schauen zurück auf den Zeitpunkt ihres ersten Treffens. Wir erleben ihr erstes Weihnachtsfest und auch ihr Dreizehntes.

So wie die Jahre vergehen, überdauert ihre Beziehung die Zeit. Zwei merkwürdige Kreaturen, geformt durch ihre Erfahrungen in der Liebe und in Zeiten der Angst. Zwei, die sich ein Leben zu zweit versprochen haben, deren Umgang miteinander ein sich ständig verändernder Prozeß ist.
Die beiden kämpfen um ihre Individualität, aus Angst zu Stereotypen eines verheirateten Paares zu werden. Herb und Alice sind sehr auf ihre persönliche Freiheit bedacht, willensstark und gleichzeitig abhängig und verletzbar. Dieser stetige Kampf um Unabhängigkeit ist Teil der Choreographie des Stückes und beschreibt eine Beziehung, die ebenso humorvoll, wie empfindsam ist. Die Wurzel ihrer Abhängigkeit ist die Angst allein zu sein. Mit den Jahren wird auch ihr Verhältnis alltäglich und läßt ihre Beziehung stagnieren.

Herb und Alice durchleben eine Vielzahl von Situationen, welche sowohl öffentlich, als auch persönlich sind. Das Melodrama lebt von der starken Ausdruckskraft der Z.1.B. Dance Company. Jennifer Mann und Heidi Weiss, bekannt für immer neue und innovative Choreographien, verbinden wieder einmal eine bekannte Geschichte mit modern dance und comedic lyricism.

Die „Zen in the Basement“ Dance Company (USA/D) wurde 1997 von Sebastian Gäbel, Jennifer Mann und Heidi Weiss gegründet. Seit ihrer Debütproduktion „Wake“ im Juni 1997 hat sich die Company in der Potsdamer und Berliner Tanzszene angesiedelt und zwei weitere Stücke erarbeitet und produziert: „Stillpaipe“ + „RM.S.“ + „Gravity Station“

Heidi Weiss (New Jersey/USA). Tanzstudium an der „University of Arts“ Philadelphia/PA. Langjährige Arbeit mit der „Group Motion“ Dance Company, tourte sie 1995 mit Butoh Tänzer Masaki lwana („SKY“) durch Frankreich, Deutschland und die USA. 1996 arbeitete sie mit Karen Bamonte und trat mit deren Company auf. Heidi Weiss Solo- und Gruppenarbeiten wurden in Philadelphia, New York, Washington D.C., Berlin, Potsdam, Dresden, Hamburg und Amsterdam aufgeführt.

Jennifer Mann (Lancaster/ Pennsylvania). Tanzdiplom an der „University of Arts“ in Philadelphia/PA. Arbeit mit „Group Motion“ Dance Company/Philadelphia und zeitgleich als freischaffende Tänzerin für europäische Choreographen, wie Beppie Blankert und Johannes Bönig. 1994 führte sie die Choreographie für einen Kurzfilm mit dem Namen „Pas-de-Stoelen“. Mit Unterstützung der „Danswerkplaats“ Amsterdam, „Dansers Studio“ Amsterdam und der Tanzbühne Dresden konnte sie eigene Arbeiten verwirklichen.

Pressestimmen: „Müßte aber doch ein 1. Preis vergeben wrden, so wäre einer der heißesten Anwärter vermutlich die ZIP-Company mit ihrer UA „Herb and Alice, die in geschickter Kompostion aus Disco-Dancing, modernen Tanzelemten und dramatischer Bildfindung eines der anrührendsten Stücke des Festivals zeigte: einen melancholischen Abgesang über Glück und Ermattung einer jahrzehntelangen Ehe, in der sich die Gefühle nestwarm eingerichtet haben, wo die Erninerrung an leidenschaftliche Zeiten aber immer wieder einbricht.“MAZ 6/99
„...Heidi Weiss und Jennifer Mann sind auch als Duo eine Erbauung, ihr zweiter Beitrag zur Tanzwoche war eine erfrischende Synthese aus Energie, Witz und Präzision in kontrastierenden Darstellungesformen.“ DNN 6/99