P
R E M I E R E:
Glück
Ein HörTanz von Livia Patrizi und
Olivia Maridjan-Kook
Premiere: 6. Februar 2003
weitere Vorstellungen:
7. bis 9. und 13.-16. Februar 2003
jeweils 20.30 Uhr
In welchem Moment Ihres Lebens sind Sie am glücklichsten
gewesen? Was macht Ihnen den Winter leichter? Wann haben Sie
das letzte mal geweint? Und wann haben Sie den letzten Lachanfall
bekommen? Wer war der Held Ihrer Kindheit? Und die Helden in
Ihrem jetzigen Leben? Ertragen Sie das Glück der anderen,
auch wenn es Ihnen nicht so gut geht? Beantwortet das neue Jahrtausend
bis jetzt Ihre Erwartungen? Ihr Motto? Was würden Sie heute
tun, wenn Sie wüssten dass Sie morgen sterben müssen?
Glauben Sie an Gott? Tanzen Sie gerne? Was heißt Familie
für Sie? Glauben Sie an Schicksal? Was macht ihr Kind glücklich?
Wovon haben Sie am meisten Angst? Welche ist Ihre hartnäckigste
Sucht? Und das Kostbarste in Ihr Leben? Wenn Sie eine einzige
Sache an der Welt ändern könnten, welche? Was heißt
Glück für Sie?
Die zwei Darstellerinnen setzen sich auseinander
mit den Hoffnungen und Gedanken, den Grenzen und den Ängsten,
die die Konfrontation mit solchen und weiteren Fragen mit sich
bringt.
Zwei tanzende Persönlichkeiten mit verschiedenen choreografischen
Sprachen und Lebensanschauungen.
Eigene Erzählungen bilden das Gerüst des Abends. Geschichten
und Gespräche ermöglichen einen direkten Zugang zum
Ursprung des Getanzten. Das Erzählte erzeugt Bilder, in
dem der Tanz sich einfügt oder aus denen er sich herausreißt.
Die Ebenen verwischen sich: das Wort wird getanzt und die Geste
gesprochen. Das eine ist Inspiration und Erklärung für
das andere. Auch die Persönlichkeiten verwischen sich. Sind
sie vielleicht beide, Facetten einer einzigen Frau..? Der innere
Kampf und die inneren Dialoge, die viele von uns dauernd führen,
treten in den Vordergrund. Die Erzählungen, die alle um
das Thema Glück kreisen, führen den Zuschauer durch
äußere und innere Orten, von der Vergangenheit in
die Gegenwart. Weitere Fragezeichen bringen Gedanken um die Zukunft.
So entsteht ein sehr intimer und eigenwilliger Hörtanz.
L&O lernen sich vor
18 Jahre an der Folkwangschule, Essen, kennen. Bei L folgten
Engagements mit Cullberg, Pina Bausch, Joachim Schlömer
und Maguy Marin. O tanzte mit Mark Morris in Brüssel &
New York, und danach folgte eine noch immer dauernde Zusammenarbeit
mit J. Schloemer. L&O choreographierten schon mal zusammen
(Pas Perdu) in Paris. Os letzte Arbeit (Auf der Schwelle)
wurde in Basel aufgeführt, Ls letzte Produktion (La
Paloma) würde im Theater am Halleschen Ufer in Berlin
vorgestellt.
Konzept/Choreographie/Texte/Tanz: Livia Patrizi
/ Olivia Maridjan-Koop
Licht: Klaus Dust
Bühne/Kostüme: L&O
Produktionsassistenz: Asier Solana
Produktion: DOCK 11 und L&O
Mit Unterstützung des Italienische Kulturinstituts
und der Vlaamse Gemeenschap (Flämische Repräsentanz)