T H E A T E R
Flecken der Giraffe
Premiere: 17. Mai 1999, weitere Termine: 18.-20. Mai 1999, jew. 20.30 Uhr
Schaum der Tage
Premiere: 24. Mai 1999, weitere Termine: 25.-27..Mai 1999, jew. 20.30 Uhr
Die drei Schauspieler Dominique Rust, Michael Wolf und Joey Zimmermann produzieren minimale Handlungsabläufe und kreieren ein Netz - ein Gewebe - ein Geflecht - und formen es so zu einem Ganzen. Sie entwickeln ein eigenes Vokabular, arbeiten mit Bewegung, Musik, Sprache, Geräuschen, Gegenständen. Vinyl ist fester Bestandteil. Sie verkörpern keine bestimmten Charakter - keine historische oder psychologische Figur. Ihre Anwesenheit ist ähnlich der eines Musikers. Er führt aus - läßt etwas anklingen - bringt etwas in Bewegung - unterstützt die jeweiligen Atmosphären - präsentiert und führt diverse Aktionen vor. Gefragt ist aber auch die große Geste - expressives Spiel. Sie sampeln sozusagen.
Die Flecken der Giraffe
"Salvador Dali, Luis Bunuel und Federico Garcia Lorca legen hier und dort eine Duftspur für den, der die szenischen Anspielungen verortet. Doch ein Manifeste du Surréalisme ist dieser Abend glücklicherweise nicht, sondern mehr: Die Bühne für drei Schauspieler - Solisten, deren potenzierte Präsenz sich verdichtet zu einem vierten Körper mit eigener Sprache und von neuem, luftleichtem Gehalt." (Neue Züricher Zeitung)
"Wir blicken mit ihnen in eine andere Dimension. Jeder DJ hat sein eigenes fahrbares Plattenspiel-Möbel, hinter dem er sich immer wieder zu schaffen macht." (Basler Zeitung)
"Drei maliziöse Freunde zerschnipseln die Wirklichkeit in Kraut und Rüben." (TagesAnzeiger Zürich)Der Schaum der Tage
"...reduzierte Gänge, die auf halber Strecke abbrechen, minimalistische Gesten, die auf halber Fallhöhe verwischen und wie eine Plattennadel in einer Rille hängen. Short cuts in wechselnder Dynamik; bizarre Bewegungen, die zu Ritualen eindicken. Unsinns-Spiele. Da sprechen Vianische Lebensmotti aus jedem Gang, der ins Leere läuft - sein obsessiver Hang zu Parties, zur literarischen Aufhebung der Realität, die Absage an traditionelle Erzähl-, hier: Theaterformen." (Neue Zürcher Zeitung)
Rust.Wolf. Zimmermann treiben die Reduktion hier sehr weit. Schnackig ist das schon, und superb ausgeleuchtet von Bert de Raeymaecker. Clarissa Herbsts hipper Theaterraum signalisiert Club und ein wenig Büro."
(TagesAnzeiger Zürich)
Darsteller / Regie: Dominique Rust, Jahrgang 60, Schauspieler, Engagement u.a. Theater Basel, Od-Theater Basel, Theater an der Winkelweise, Theater Vertigo. Ensemblemitglied von Klara Theaters Basel.Darsteller / Regie: Michael Wolf, Jahrgang 66, Schauspieler, Engagements u.a. Stadttheater Koblenz, Schauspiel Bonn, Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Annaberg, Theater an der Winkelwiese, Theater Vertigo Zürich, Klara Theater, Basel.
Darsteller / Regie: Joey Zimmermann, Jahrgang 61, Schauspieler, Engagements u.a. Schauspiel Köln, Schauspiel Bonn, TAT Frankfurt am Main, Nationaltheater Mannheim, Nieders. Staatsth. Hannover, Schauspielhaus Zürich, Schillertheater Berlin, Volksbühne Berlin, Theater Affekt Berlin.
Ausstattung / Bühne / Grafik: Clarissa Herbst, Jahrgang 59. Bühnen- und Kostümbildnerin, Grafik für Theater, Tanz und Film u.a. Companie Drift, Klara Theater Basel. Grafik für Theater Vertigo, Kaufleuten Zürich. Realisation diverser eigener Projekte, Installation, Performance.
Licht: Bert de Raeymaecker, Jahrgang 55. Technischer Leiter des Brialmont-Theaters in Brüssel. Lightdesigner der Tanzgruppe Rosas in Brüsse. Ab 88 freischaffender Lightdesigner und Bühnenbilder u.a. L.Dror&N, Ben Gal (Tel Aviv), Susanne Linke, Anna Maria Krassning.
Supervisor: Christoph Frick, Jahrgang 60, Regisseur, hier Supervisor. Od Theater Basel, Pix Basel, Theatro Matto Zürich, Nelly Büttikofer. Seit 91 Regie und künstlerische Leitung von Klara Theater Basel.