T A N Z

Himmels-
körper


Premiere: 16. August 2001

weitere Aufführungen:
17. und 18. August

jeweils 20.30 Uhr

Eintritt frei

Eine Performance in Form eines Videoshootings von Eva Meyer-Keller mit Sean Reynard (Kameramann) und Martin Klöpfer (Interviewer) und 10 Personen.

Manchmal sind wir ein wenig zu nah. Zu nah an den Zuschauern, an der Wand oder aneinander. Die Art der Überschreitung die wir suchen ist unscheinbar aber
nichtsdestoweniger vorhanden/gegenwärtig. Die Gefahr liegt hier eher in kleinen Gesten als in Großen. Das Auge zoomt rein und raus, auf kleine Details die zu komplexen Welten werden oder es sieht den ganzen Raum. Das Risiko liegt in der Vertrautheit/Intimität.

In der Halle im Dock 11 werde ich, an 10 Personen, besondere Merkmale der Haut, vor allem Muttermale mit Strichen zu Sternbildern verbinden. Sean Reynard filmt dieses zeichnen auf der Haut der Teilnehmer. Dadurch wird die Struktur der Haut "sichtbar" gemacht und Muttermale, Sommersprossen, Narben und kleine Härchen sind zu sehen, sowie das Entstehen eines Netzes von Strichen auf der Haut, die den Körper umspannt. Diese Live-Nahaufnahmen werden auf eine große Leinwand projiziert. Auf anderen Fernsehapparaten im Raum sind schon gefilmte Nahaufnahmen zu sehen. Ich möchte die Diskrepanz aufzeigen zwischen dem Anschauen eines Menschen aus der Ferne und den Welten die sich auftun wenn man nur etwas genauer hinschaut. (Hier mittels Live-Videoprojektionen) - Der Zuschauer kann sich aus der Distanz etwas ansehen was ganz nahe passiert.

Auf der anderen Seite der Halle wird eine Sitzecke sein wo Martin Klöpfer die Besucher nach persönlichen Geschichten zu ihren besonderen Hautmerkmalen fragt und auch selbst von sich und Leuten die er kennt, erzählen wird. Diese Gespräche werden aufgezeichnet und zur Weiterarbeit für eine zukünftige Videoinstallation dienen. Dieses Projekt ist eine Fortsetzung von Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah, eine Abendfüllende Tanz-Performance die ich im Monty-Theater in Antwerpen und im Dock 11 in Berlin letztes Jahr entwickelt und aufgeführt habe. Es wurden darin Konstruktionen von Szenen und Bildern von Seiten
die der Zuschauer von seinem Platz nicht sehen konnte durch die Live-Kamera gezeigt oder Details durch die Vergrößerung sichtbar gemacht.

Bei dieser Aufführung kann der Zuschauer kommen und wieder gehen wann er will.
AUSBILDUNG:

Eva Meyer-Keller arbeitet hauptsächlich als Choreographin und zeigte ihre Arbeiten in Amsterdam, Rotterdam, Berlin und New York in Galerien und Theatern.
Ehe sie in Amsterdam das 4 Jährige Studium für Tanz und Choreographie an der School for New Dance Development (SNDO), Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten abschloß, studierte sie Photographie und Bildende Kunst in Berlin und London.

Ihre letzten Arbeiten sind:

Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah (August 2000 _ Dock 11/ September 2000_ Liminal Institute Festival _ Dock 11, Berlin / 2001 _ Junge Hunde Festival _ Antwerpen) Proper Dancing in the Background (März 2000 _ Liminal Institute _ Gasthuis _ Amsterdam) Montage (Dez. 1999 _ Nederlands Dance Plattform _ Rotterdam / Okt. 1999 _ D.u.m.b.o. Arts Festival _ NYC / Okt. 1999 _ Liminal Institute Festival _ Dock11 _ Berlin) Ateverythingyoudo#2- I love my beuys (Juni 1999 _ Internationales Theaterschulfestival _ Amsterdam / Okt. 1999 _ Liminal Institute Festival _ Dock11 _ Berlin) Ateverythingyoudo ein Research Projekt im Rahmen der Dance Sketches (April 1999 _ Naranti _ Amsterdam [mehr Information: www.desk.nl/~exdata/dansschetsen ]) Whole Day Sound (Dez. 1998 _ 4 in 1, ein Projekt mit den Studenten aus dem ersten Jahr der SNDO _ Amsterdam) A Cheery Wave From Stranded Youngsters (Okt.1998 _ Amsterdam / Nov. 1998 _ Dock 11 _ Berlin) Polaroid ( April 1998 _ Dock 11_ Berlin / Mai 1998 _ SNDO _ Amsterdam) We’ve got to do something about this (Dez. 1997 _ Gallerie Not Coffee _ NYC).