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Anais/Henry/June
Ein TanzTrilogie von Bernard Baumgarten (Luxemburg / Berlin)
19. bis 22. Mai 2005,
jeweils 20.30 Uhr
Anais/Henry/June setzt an den Briefwechsel zwischen Henry Miller
und Anais Nin in den Jahren 1931 bis 1946 an. Der lebhafte Austausch
(manchmal mehrere Briefe an einem einzigen Tag) gibt uns das
Bild einer intensiven Beziehung auf verschiedenen Ebenen wieder:
Literatur, Musik und Kunst im allgemeinen waren wichtige Themen,
waren doch beide Schriftsteller - und fühlten sich von der
großen Mehrheit ihrer Zeitgenossen missverstanden.Auf der
anderen Seite steht die erotische Komponente ihrer Beziehung,
die sich zu einem Ménage à Trois entwickelt, als
Millers Frau June die Bühne betrat. Und schließlich
verband sie ihre Außenseiterposition: Ihre Zeitgenossen
konnten weder Millers Literatur akzeptieren (die sie als pornografisch
einstuften), noch Nins selbstbestimmten freien Lebensstil, der
sich den Normen nicht anpassen wollte.Der Briefwechsel eröffnet
uns einen ungewöhnlichen intimen Blick darauf, wie nahe
sich die beiden Schriftsteller standen und wie sie aus ihrer
Beziehung die Kraft schöpften, sich den unangenehmen Aufgaben
des Alltagslebens zu widmen. Inspiration, Vertrauen, Trost, Kritik,
Motivation - hier finden wir alles wieder.Anais/Henry/June ist
als Trilogie aufgebaut und illustriert die emotionale Seite dieser
außergewöhnlichen Beziehung: Jeder der drei Teile
beleuchtet das emotionale erleben eines der Beteiligten. Die
Produktion konzentriert sich auf Tanz, ohne Bühnenbild,
mit wenigen Requisiten.
Choreographie: Berhard Baumgarten
Tanz: Raffaella Galdi, Aglaia
Kiussi, Nadja Jungmann, Wolfgang Maas, Krystztof Zawadzki
Musik: Maurizio Spiridigliozzi, Etienne Schwarcz,
Lucienne Boyer, Thomas Newmann
Lichtdesign: Lutz Deppe
Produktion: UnitControl mit Hilfe von:
Ministère de la Culture, de L'Enseignement
Supérieur e d la Recherche (Programme Aide à la
Création Artistique), Luxembourg
Fonds Culturel National, Luxembourg ¦ Les
Ballets du Nord, Centre National Cheréographiqque Roubaix
Nord-Pas-de-Calais, France
Centre des Arts Pluriels D'Ettelbrück, Luxembourg
¦ Théâtre Danse et Mouvment, Louxembourg
Bernard Baumgarten studierte Tanz am Conxervatoire
de Musique de Luxembourg und Tanzpädagogik in Nizza und
Paris. 1995 gründete er die Kompanie UnitContrtol. Zu seinen
letzten Produktionen zählten "Der Raum / Solaris"
(2002) nach Stanislaw Lems Roman "Solaris", "Edenville"
(2004) nach Derek Jarmans Film "Blue" und "choreoGraphy"
(2004) - ein biographisches Tanzstück, in dem die beteiligten
Tänzer Episoden aus ihrem Leben auf der Bühne vorstellen.
Baumgarten lebt heute in Berlin. Er ist künstlerischer Leiter
des Danz Festival Letzenbuerg und Mitglied des Prüfungskomitees
am Conversatoire de Luxembourg.