RÜCKBLICK

T H E A T E R

ORLANDO - drama per musica zeigt:


Das Spiel ist aus

nach Ingeborg Bachmann

Premiere: 11. Dezember 1998, 20.30 Uhr

weitere Termine: 12. / 13. / 22., 23., 27.-30. Dezember 1998

Ingeborg Bachmann
Österreichische Autorin
"Weltentrückte Dichterin"
"Engagierte Feministin"
"Zeitkritische Schriftstellerin"
25.6.1926-17.10.1973
47 Jahre Leben
25 Jahre Tod

Unsere Theaterauführung basiert auf einer Montage von Bachmann-Texten - aus "Malina", dem Hörspiel. "Der gute Gott von Manhattan", der "Hommage ? Maria Callas", der Erzählung "Das dreißigste Jahr" und dem Gedichtzyklus "Anrufung des Großen Bären"; Zitaten aus Max Frischs "Montauk", Hans Werner Henzes "Reiselieder mit böhmischen Quinten" und anderen Äußerungen über die Dichterin; vokaler und instrumetaler Live-Musik sowie Originaltonaufnahmen mit der Bachmann. Die drei Ebenen - Texte der Bachmann, Teste über sie und Musik als Überhöhendes, sinnerweiterndes und kontrapunktierendes Moment - ermöglichen, sich dem Phänomen Bachmann in seiner Vielschichtigkeit zu n?hern. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung des weiblichen Ichs mit seinen Antipoden. Einer Sängerin, eine Schauspielerin, ein Schauspieler und eine Musikerin agieren einzeln und miteinander, in wechselnden Rollen und als Kommentatoren, und sie lassen so ein Beziehungsnetz zwischen der Autorin, ihren Figuren und Rezipienten entstehen.

Die Collage gliedert sich in drei Teile

1. Hoffnung - Menschen am Anfang ihres Lebensweges, erste Begegnungen, alles scheint möglich

2. Rollenspiel - Testen eigener Fähigkeiten, verschiedener Beziehungsmodelle

3. Abschied von Illusionen - Varianten des Überlebenskampfes