T A N Z
DEBATES FOR GANDEN
Sandmandala / Debates for Ganden
pretty ugly tanz köln in Zusammenarbeit mit dem Buddhistischen
Kulturzentrum Ganden Shedrup Ling e.v. Hannover und Mönchen
des Buddhistischen Klosters Ganden / Indien
Sandmandala und Performance
A. Miller
N E U B E A R B E I T U N G :
29.11. Dienstag
30.11. Mittwoch
1. 12. Donnerstag
2. 12. Freitag
15.00 bis 22.00 Uhr
Eintritt durgehend möglich, gegen Spende
Debates for Ganden 1
3.12. Samstag
20.30 Uhr
Debates 2
4.12. Sonntag
15.00 Uhr
Debates 3
20.30 Uhr
SANDMANDALA ein tibetanischer Ritus
Die tänzerische Annäherung und
der Austausch zwischen Tänzern und Mönchen, im Studio
sowie auf der Bühne werden durch einen weiteren Ritus der
tibetanischen Tantrapraxis: dem SANDMANDALA ergänzt.
Ein Sandmandala bedeutet ein Gotteshaus und es symbolisiert gleichzeitig
die ganze Welt. Es entsteht in viertägiger Arbeit (bis zu
zehn Stunden täglich) und wird von fünf Mönchen
aus kleingemöserten, unterschiedlich gefärbten Steinen
gefertigt. Ein Mandala bringt Weltfrieden, Harmonie und Glück
für alle Lebewesen.
Diese mühevolle, hochkonzentrierte Arbeits-Meditation symbolisiert
Erfüllung und gleichzeitig Vergänglichkeit, denn ein
so entstandenes Sandmandala kann nicht konserviert
werden.
Debates
for Ganden ein Tanzstück von Amanda
Miller
Ausgehend von den Sandmandalas, die bereits deutliche Einflüsse
der Auseinandersetzung von Amanda Miller mit der indischen und
der tibetanischen Kultur und Religion zeigt, und den anschließenden
Reisen von Amanda Miller nach Indien, die zu engen Kontakten
mit der tibetanischen Exilgemeinde dort führte, entstand
die Idee zu Debates for Ganden. Die drei Teile des
Stückes sind wie folgt entstanden:
1. Teil: Amanda Millers Choreographie
BUTTERFLY EFFECT für drei Tänzerinnen und einen Tänzer
entstand im Herbst 2003 für die pretty ugly dance company
am Theater Freiburg.
Der Titel der Arbeit bezieht sich auf jene Chaostheorie in der
Physik, nach der kleinste Faktoren - wie der Flügelschlag
eines Schmetterlings in Südamerika - mitbewirken können,
dass sich kurz darauf ein Hurrikan der Westküste der USA
nähert. Amanda Millers butterfly effect verzichtet
jedoch auf die Darstellung zerstörerischer Wirbel. Sie vermittelt
eine Atmosphäre der Sanftheit und Poesie und zeigt damit
das Große und Bedeutende in den kleinen Dingen. Bewegungen
werden weitergereicht zwischen den Tänzern, als handele
es sich um verschlüsselte poetische Informationen. Über
ihren Köpfen schweben indische Papierdrachen. Miller kreiert
ein intimes Fest, ein Ritual, das der Versicherung von Freundschaft
und Zusammenhalt dient.
2) Bei einem Aufenthalt in Indien erlebte
Amanda Miller im buddhistischen Kloster GANDEM die über
2000jährige Tradition der tibetanischen Tänze, die
dort von den Mönchen gepflegt wird. Gandem gilt als eines
der geistigen Zentren des tibetanischen Buddhismus. Es leben
und studieren dort 1500 Mönche.
Die Tänze erzählen Geschichten aus der Zeit des tibetischen
Königs Tong Tong und beinhalten viele rituelle Aspekte des
Buddhismus, wie die spirituelle Reinigung, Formen des Totentanzes
als Ausdruck von Vergänglichkeit oder einfach Tänze
die Glück und Harmonie ausdrücken.
3) Die Verbindung der Choreographie von
Amanda Miller und den rituellen Tänzen der Mönche macht
dem Publikum die Ergebnisse eines Proben, Arbeits- und Kennenlern-
Prozesses zwischen den Tänzern von pretty ugly tanz köln
und den Mönchen des Klosters Ganden sichtbar. In der mehrwöchigen
Produktionsphase waren die Mönche in Köln, entwickelten
dort gemeinsam mit den Tänzern ein eigenes Tanztraining
und arbeiteten täglich mehrere Stunden zusammen. Die Präsentation
dieses Versuchs einer Annäherung bildet den
dritten Teil der Veranstaltung.
Künstlerische Leitung
und Choreographie: Amanda Miller
wissenschaftliche Beratung: Dr. phil Geshe Gendun
Yonten, Tibetologie
Tanz: Tänzerinnen von pretty ugly tanz köln
rituelle tibetanische Tänze: Mönche des
Klosters GANDEN / Indien
gefördert durch die Kunststiftung NRW und The.Lab
art & media Berlin