T A N Z
A Cat in a Box
ko&co Tanzprojekt von Kojiro Imada in Kooperation mit IKIRO / Takahiro Suzuki
P R E M I E R E
11. Dezember 2008
W E I T E R E V O R S T E L L U N G E N
12.-14. und 16.-18. Dezember 2008
jeweils 20.30 Uhr
a cat in a box ist inspiriert von dem Gedankenexperiment Schrödingers KatzeDas Experiment besagt: In einer geschlossenen ( Stahl-) Kiste befindet sich eine geringe Menge radioaktiver Substanz, so wenig, daß im Laufe einer Stunde vielleicht einer der Atomkerne zerfällt, oder auch nicht. Der Zerfall der Atomkerne wird von einem Geigerzähler detektiert. Im Falle einer Detektierung wird Giftgas freigesetzt, was eine in der Kiste befindliche Katze tötet. Gemäß der Quantenmechanik befindet sich der Atomkern nach Ablauf der Zeit im Zustand der Überlagerung: Noch nicht zerfallen UND zerfallen.Demnach sollte sich die Katze im gleichen Zustand befinden, also lebendig UND tot. Letztendlich entscheidet erst ein bewußter Beobachter, ob die Katze noch lebt oder nicht. Vor der Messung kann keine Aussage über den tatsächlich Zustand der Katze getroffen werden.
So verhält es sich auch mit unserem täglichen ( Er-) Leben. Man könnte sagen, daß unsere unterschiedlichen Persönlichkeiten gleichsam individuelle Boxen darstellen, die in sich nicht definiert sind. Erst wenn eine solche Kiste in Kontakt zu einer weiteren kommt, wird die eine Box den Inhalt der anderen und ihr Verhältnis zueinander benennen und definieren, und andersrum. cat in a box untersucht die Beziehung zwischen den Individuen und dem Selbst in Zusammenarbeit mit dem japanischen Künstler Takahiro Suzuki und seinem IKIRO Projekt.# Konzept und Choreographie: Kojiro Imada
# Darstellung und Konzept: Takahiro Suzuki
# Tanz und Choreographie: Yannick Badier, Roberto Morales, Andrea Schifer
# Musik:Amon Tobin u.a.
# Licht Design: Fabian Bleisch# Kojiro Imada, geboren in Tokio, Japan, absolvierte Kojiro seine Ausbildung in Tokio sowie in London. Nach seiner Graduierung trat er dem Performing Arts Council Transvaal (PACT) Ballet (1992-1997) in Pretoria, Südafrika bei. Seitdem war er unter anderem am Ballett Schindowski des Schillertheaters NRW (Gelsenkirchen-Wuppertal, 1998-2000), bei der Tanzcompagnie Gießen des Stadttheaters Gießen (2000-2002) und am Tanztheater der Städtischen Bühnen Osnabrück (2002-2005) beschäftigt. Er arbeitete mit Choreographen wie Gregor Zöllig, Guy Weizmann / Roni Haver, Roberto Galván, Vera Sander, Jean Renshaw u.a..
Im Laufe der Jahre entwickelte Kojiro seine eigene Stilistik als Lehrer und Choreograph. Er unterrichtete am Tanztheater Osnabrück, am Tanztheater Bielefeld, an der Tanzprobebühne Marameo, am DOCK 11 Berlin, an der Hochschule für Musik Köln, in der Tanzabteilung des Japan Womens College of Physical Education (Japan) u. a.. Seine Arbeiten als Choreograph umfassen abendfüllende Produktionen - Kokoro (2002), Coppelia - a girl with CCD eyes - (2004), Guten Morgen Tokio (2005) und weitere. Er arbeitete als choreographischer Assistent für die Produktion Struwwelpeter von G.Zöllig beim Tanztheater Bielefeld (2006).