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PREMIERE Hungarian Contemporary Dance Festival  
05. bis 10.12.2016 präsentiert von Bakelit Multi Art Center im DOCK 11 | Berlin
 
FESTIVAL Uhr im DOCK 11  

Hungarian Contemporary Dance Festival

Hungarian Contemporary Dance Festival

Spieltermine im DOCK 11:

Vorstellungen 05., 08., 09., und 10. Dezember 2016

DOCK11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Ticketreservierungen: ticket@dock11-berlin.de, 030-35120312

Tickets: 15 Euro pro Tanzveranstaltung.
Ausnahme: L1 Day (8.Dez.) alle Veranstaltungen zusammen 15 Euro.
Beide Shows am 9.Dez. für 25 Euro.

 

Das Bakelit Multi Art Center aus Budapest hat das Festival vor zwei Jahren ins Leben gerufen, um ungarischen Künstlern eine Plattform zu geben ihre zeitgenössischen Tänze nach Berlin zu tragen. Bereits 2014 als auch 2015 fand dieses Festival in Kooperation mit dem DOCK11 statt.


Programmübersicht

05. Dezember 2016, 19 Uhr

Hello Zombie! - Tanzstück von Ferenc Fehér

08. Dezember 2016, 19 Uhr

L1 Day ein Tanzabend präsentiert von L1 Association

Meson Temporary - ein Tanzabend mit Zsolt Koroknai, Márta Ladjánski und Zsolt Varga

This thing here is complex - ein Tanzstück von Emese Kovács und Ádám Márton Horváth

Between me and the World - ein Tanzstück von Valencia James

White - ein Tanzstück von Eszter Herold, Adám Márton Horváth

09. Dezember 2016, 18 Uhr

Sea Lavender - ein Tanzstück von The Symptoms

09. Dezember 2016, 20.30 Uhr

The Nature of Love - ein Tanzstück von Radioballet

10. Dezember 2016, 19 Uhr

Your mother at my door - ein Tanzstück von Timothy and the Things

 

Ausführliches Programm

https://issuu.com/dokkus/docs/hcdf_program_ger 

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05. Dezember 2016, 19 Uhr

Hello Zombie! ein Tanzstück von Ferenc Fehér



Unsterblichkeit, endlose Leere, vollkommene Einsamkeit. Keine Emotionen.
 Kein Begehren.
 Keine Krankheiten.
Keine Engel.
 Es existiert nur Eines, die undurchdringbare Dunkelheit.

Alles ist sehr einfach.
 Wir leben im Tod. Die Tage sind wie wiederkehrende, scheinbar endlose Dürre. Jeder Tag ist gleich. Der endlose Hunger. Töten ist leicht. 
Nur ein Biss! Nur ein kleiner Biss! Ein winziger Biss!

Ferenc Fehér, der erfolgreiche Tänzer, Choreograph und Autodidakt, sammelte auch durch seine Zusammenarbeit mit der Finita la Commedia Group über die Jahre Erfahrungen, die seinen heutigen Stil maßgeblich prägen. Dieser besteht aus einer unverwechselbaren, expressiven Kombination des Freestyle Dance und der Martial Arts. Ferencs Tanz ist somit das Ergebnis langjähriger Perfektionierung spezifischer, genretypischer Bewegungen. Seit 2007 führt er seine eigenen Choreographien weltweit auf.

Choreographie, Musik: Ferenc Fehér

Idee | Tanz: Ferenc Fehér, Gábor Czap, Balázs Szitás
Lichtdesign: Dávid Kovácsovics 

Kostüm: Judit Simon

Professionelle Beratung: Judit Simon
Produktionspartner: Katlan Csoport

 

 


08. Dezember 2016, 19 Uhr

L1 Day ein Tanzabend präsentiert von L1 Association

Meson Temporary ein Tanzabend mit Zsolt Koroknai, Márta Ladjánski und Zsolt Varga




In einer musikalisch und tänzerischen Performance, beschreibt Meson Temporary die Zerrissenheit des Tanzes zwischen Chaos und Ordnung und das Spannungsfeld zwischen der körperlichen und der intellektuellen Ebene, auf der die Zuschauer angesprochen werden.
Das Stück wurde von der österreichischen Filmemacherin und Künstlerin Vallie Export inspiriert, die in den 1960er Jahren mit provokativer Straßenkunst zum Nachdenken über die Rolle der Frau anregte. Angelehnt an ihre Arbeiten, binden die Entwickler und darstellende KünstlerInnen die Zuschauer in die Performance mit ein und stellen dadurch Bezüge zu abstrakten Themen und Fragestellungen her.

Visualisierung: Zsolt Koroknai
Tanz: Márta Ladjánszki 

Musik: Zsolt Koroknai, Zsolt Varga

Kostüm: Butterfly


This thing here is complex
ein Tanzstück von Emese Kovács und Ádám Márton Horváth



Die Tänzerin experimentiert bei diesem Solo mit ihrem eigenen Körper, dem Balancieren zwischen äußerem Schein und innerem Sein. Hinter der Fassade von Perfektion lauern Zerstörung, Missbrauch und Erschöpfung des Körpers, ewi- ge Unzufriedenheit und Hörigkeit. Die Tänzerin unternimmt den Versuch, aus der äußeren Fassade die menschliche Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit herauszuschälen und das unechte Selbst zurückzulassen.
Dieser Solotanz ist der Erste einer experimentellen Reihe, die sich beim Tanzen der Persönlichkeit des Tänzers zu nähern versucht. Der Tanz wurde beim internationalen Soloduo-Tanzfestival 2016 in Budapest uraufgeführt.

“Wann ist ein Tänzer wirklich authentisch und wann scheint es nur so? [...] Kann der Tänzer / dieTänzerin hinter einer äußeren Illusion verschwinden, die Spannung erzeugt und die Vorstellungskraft der Zuschauer beflügelt? [...]”

Choreographie, Tanz: Emese Kovács 
Musik: Ádám Márton Horváth 
Beratung: Gergő Lukács
Kostüm: Butterfly
unterstützt von: L1 Association

Between me and the World
ein Tanzstück von Valencia James



"Als ich vor neun Jahren nach Ungarn zog, veränderte ich mich von der leidenschaftlichen Tänzerin und auf ihre Herkunft stolzen Frau, zu einem Negro-girl, einem laufenden Schokoriegel, einer schwarzen Jezebel."

Between the World and Me ist eine Reflektion darüber, wie es sich anfühlt als eine Frau mit afrokaribischer Herkunft, in einer durch Weiße dominierten mitteleuropäischen Gesellschaft zu leben, über unbehagliche Begegnungen und vielschichtige Identitätsfragen. In Anlehnung an das gleichnamige Buch der preis- gekrönten afroamerikanischen Bestsellerautorin Ta-Nehisi Coates, beschreibt das Tanzstück die entmenschlichende Gewalt der Vorurteile.

Seit 2013 beschäftigt Valencia James sich mit der Frage, wie künstliche Intelligenz in den Tanz und die darstellende Künste eingebunden werden kann. Dies verleitete sie auch dazu, das Al_am Projekt mitzugründen.
Konzept, Tanz: Valencia James
Musikkomposition, Sounddesign: Ádám Márton Horváth 
Lichtdesign: Zoltán Grecs 

unterstützt von: L1 Association 

 
White ein Tanzstück von Eszter Herold, Adám Márton Horváth



Der Solotanz ist Teil des einjährigen Kollaboration Convex Projekts, dessen Thema das Rosten und Vertrocknen des weiblichen Körpers und der weiblichen Psyche ist: Die Frau ist bereit für Empfängnis und Mutterschaft, doch sie ist allein und der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. Innerhalb einer neunteiligen Serie – angelehnt an die neun Monate der Schwangerschaft – beschäftigt sich White als drittes Stück mit ewiger Jungfernschaft / Brautschaft. Das Mädchen verwittert zur alten Hexe. Unberührtheit zerfällt zu weißem Staub. Nur das Beten bleibt. Schönheit verfault, während noch das leere Echo der Zeremonie nachhallt.

Konzeption, Choreografie: Eszter Herold
Tanz: Katalin Kántor 

Musik, Licht: Ádám Márton Horváth
Video: Zsuzsi Palman
unterstützt von: L1 Association

 

 

 

09. Dezember 2016, 18 Uhr

Sea Lavender
ein Tanzstück von The Symptoms



In diesem Duett schließt sich die 90-jährige Auschwitz- Birkenau-Überlebende Éva mit der jungen Tänzerin Emese zusammen. Das Stück wirft die Frage auf, ob die Grenzen zwischen zwei vollkommen verschiedenen Welten durchbrochen werden können. Können Erfahrungen weitergegeben werden? Und kann umgekehrt eine Frau wie Éva, welche die Last eines langen Lebens trägt, die Probleme einer jungen Frau von heute begreifen?
„Wenn man im hohen Alter auf das Leben zurückschaut, ist man wie ein Wanderer, der von einem Gipfel aus das Land unter sich betrachtet. Man erfasst alles mit einem Blick, das Nahe und das Ferne.“ (Éva Fahidi — A Dolgok Lelke / Die Seele der Dinge)
Das Tanzkollektiv The Symptoms wurde 2002 von der ungarischen Tänzerin und Choreografin Réka Szabó gegründet. Ihre intellektuellen und humorvollen Stücke verbinden das Medium Tanz mit Theater. Ausgehend von Alltagssituationen, entstehen groteske, ironische und nicht selten bewegende Collagen. Éva Fahidi wurde 1925 in Ungarn geboren. Sie überlebte die Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und bezeichnet sich selbst als „Holocaust-Aktivistin”. Mit Sea Lavender steht sie zum ersten Mal als Tänzerin auf der Bühne.


Regie: Réka Szabó/The Symptoms

Tanz: Emese Cuhorka (The Symptoms), Éva Fahidi


09. Dezember 2016, 20.30 Uhr


The Nature of Love
ein Tanzstück von Radioballet



Die jungen ungarischen darstellenden Künstler Bea Egyed und Milán Újvári präsentieren ein körperbetontes, manchmal streitlustiges Duett, das die Dynamik der Liebe untersucht. Die beiden stacheln sich an, drängen sich, reißen sich gegenseitig die Kleider vom Leib und ziehen sie wieder an. Somit erregen Sie Wut und Zärtlichkeit ineinander. Das Duo steht für eine aufstrebende neue Generation von ungarischen Tanztheaterkünstlern.
„Intim, lyrisch, unerschrocken schüchtern und ein witziger Beitrag zu diesem kranken Zustand, den wir Liebe nennen.” (Livia Fuchs – Ketten Kétfelől, Élet és Irodalom)
„Liebe ist kompliziert, oder? Falls irgendjemand das vergessen haben sollte, hat das ungarische Duo Radioballet das Stück ‘Das Wesen der Liebe’ entworfen.” (Siobhan Burke – The New York Times)


Choreographie | Tanz: Radioballet (Bea Egyed, Milan Újvári)
Musik: Montage

Text: Miklós Radnóti, Charles Bukowski

Dramaturgie: Máté Andrássy
Licht: Ferenc Payer
Film: Márton Gothár


 

 

10. Dezember 2016, 19 Uhr

Your mother at my door ein Tanzstück von Timothy and the Things 




Was ist so wichtig, dass du mich drei Tage lang nicht zurückrufst? So wichtig, dass du es nicht mal fünf Minuten unterbrechen kannst? Du kannst doch nicht einfach so verschwinden!
(Schneeflocken klassifizieren, sich unwohl auf einer Party fühlen, die Psychologie des Wäschewaschens, die To-Do-Liste von heute in die von morgen reinquetschen, ich werde langsam alt, das hätte gestern gesagt werden müssen, was denken sie über mich, was verstehst du eigentlich nicht?)
Die Vorführung spiegelt alltägliche Situationen und Emotionen wider und thematisiert die Zeit, welche im Alltag scheinbar vergeudet wird.
“Einige Szenen entstehen scheinbar aus dem Nichts, aus den winzigen, unbedeutenden Trümmern des Seins. Und die Transkription dieser kleinen Nichtigkeiten, Nebensächlichkeiten, gewichtslosen Etwasse ist atemberaubend.” (Csaba Králl–Theaterkritiker)
 

Idee | Tanz: Emese Cuhorka, László Fülöp
Musik: Antonín Dvořák: IX. “New World” Symphony, Zoltán Mizsei
Licht: Orsolya Pete 

Kostüm: Emese Kasza/Mei Kawa
Produktionsmanagerin: Dóra Trifonov
Produktion: SÍN Culture Centre

 

 

 

WORKSHOPS:

06-11 / 12 / 2016 /// 10:00-13:00 /// EDEN STUDIOS 

Movement of Animals and Physical Dance (By Ferenc Fehér) 

Der Workshop zielt darauf ab, in angeleiteter Improvisation unsere Fantasie und unseren Körper zu nutzen, um neue Bewegungen zu kreieren und somit ein Bewusstsein für das Tanzen im Ensemble zu schaffen.

09-11 / 12 / 2016 /// 11:00-14:00 /// EDEN STUDIOS 
Sense the Space (By Márta Ladjánszki, Zsolt Varga) 

In diesem Workshop geht es darum, ein Gespür für sich selbst im Raum zu bekommen, Wissen in kreativen Prozessen zu vertiefen, einfach zu sein und den eigenen Gedanken zuzuhören.

im DOCK 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

09 / 12 / 2016 /// 16:00-17:30 // DOCK 11
Networking with Hungary (By Bakelit Multi Art Center)
Bei dem Workshop gibt es die Möglichkeit, mit ungarischen Künstlern, Tanzkompanien und Veranstaltern über Austausch- und Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren und die Budapester Produktionsstätte Bakelit Multi Art Center kennenzulernen.

 

 

 

Anmeldungen / Informationen:  international@bmac.hu

http://www.dock11-berlin.de/index.php/cat/2_3/id/p489_Movement-of-Animals-and-Physical-Dance---Ferenc-Feh-r.html

 

 



 

 

VERANSTALTUNGEN


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