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PREMIERE SimulacrumX (Part 2)  
28. bis 30.09.2016 ein Tanzstück von Ruben Reniers
 
TANZ 19.00 Uhr im DOCK 11  

SimulacrumX (Part 2)

SimulacrumX (Part 2)

Vorstellungen im DOCK 11

Premiere
am 28. September 2016 um 19.00 Uhr
weitere Vostellungen: 29. und 30. September 2016, jeweils um 19.00 Uhr


DOCK 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Ticketreservierungen: 030-35120312, ticket@dock11-berlin.de

Tickets: 14.- Euro / 10.- Euro erm. 
 

 

SimulacrumX (Part 2) ist die Weiterentwicklung meines, im Jahr 2014 in Turin (IT) uraufgeführten Tanzsolos „SimulacrumX“ (ausgewählt für den „Best-Solo-Fördernachswuchs“ sowie Gewinner des Publikumspreises des Ⅵ Intern. Solo|Duo Tanzfestivals NRW 2014). Zudem wurde es zu Wettbewerben nach Budapest (H), Gdansk (PL) eingeladen und war Finalist bei der euro scene Leipzig 2015 im Rahmen des Wettbewerbs “Das beste deutsche Tanzsolo“.

 

In diesem interdisziplinären Projekt gehen Tanz, Sprache, Video, Licht und Live-Musik eine spannungsreiche Synthese ein, wobei die Simulationstheorie von Jean Baudrillard als thematische Basis fungiert. Dieser sieht im Simulacrum ein, vom Signifikant gelöstes Teilchen, welches nurmehr eine Realität simuliert, mit seinem Ursprung aber nicht mehr identisch sein muss. Wenngleich Simulacren dadurch im Grunde inhaltslose Überbleibsel einer transformierten Realität sind, werden sie dennoch als reale Zeichen wahrgenommen und können demnach nicht mehr von einer „tatsächlichen Realität“ unterschieden werden. Diese beunruhigende Feststellung soll in der Choreografie visualisiert werden, wobei die Künstler sowie die Zuschauer zur Hinterfragung der eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten angeregt werden sollen. Die unterschiedlichen Realitätsebenen werden durch eine Videoprojektion visuell erfahrbar gemacht, deren Bilder sowohl agierende Körper, als auch Umraum treffen, wodurch weder Körper-, noch Raumgrenzen eindeutig zugeordnet werden können. Die Realität der Körper, welche durch ihre vermeintlich unmittelbare Präsenz selbstverständlich scheint, wird zweifelhaft.

Choreografie: Ruben Reniers
Tanz: Rebecca Jefferson & Ruben Reniers
Performance: Paula Dombrowski
Live Musik & Komposition: Evelyn Saylor
Kostüm: Karin Rosemann
Dramaturgie: Nicole Kohlmann
Eine rubarb dance & art Produktion
Foto: Philine Sollmann

Gefördert vom Bezirksamt Berlin Pankow

 

 

 

SimulacrumX,(Part 2) is the successor of SimulacrumX, which premiered in Turin, Italy (2014) and was selected for the "Best Solo Fördernachswuchs" and winner of the “Audience Award” of the International VI. Solo | Duo Dance Festival NRW (2014). In addition, it was invited to competitions in Budapest (H), Gdansk (PL) and was a finalist at the Euro Scene Leipzig (2015) in the competition "Best German Dance Solo".

In this interdisciplinary project using dance, spoken word, video and live music, Jean Baudrillard simulation and synthesis theories act as a thematic base. He sees the simulacrum as a detached particle from the signifier, which only simulates a reality, but is no longer identical with the original. Based on this, simulacra are empty remnants of a transformed reality, yet we still perceive them as real signifiers or signs. This also means we can not differentiate them from “true reality”. The choreography attempts to visualise this unsettling perspective wherein the artists as well as the recipients are compelled to question their perceptual habits.

Using video projection the various strata of truth become tangible: images composed from light land on both acting (bodies) and non-acting (surrounds) surfaces. This supports a blurring of the borders between bodies and surrounds. The reality of the bodies, taken for granted as a consequence result of their immediacy, becomes ambiguous.

Choreography: Ruben Reniers
Dance: Rebecca Jefferson & Ruben Reniers
Performance: Paula Dombrowski
Live Music & Composition: Evelyn Saylor
Costume: Karin Rosemann
Dramaturgy: Nicole Kohlmann
A Ruben Reniers Production

Funded by Bezirksamt Berlin Pankow

 

 

Ruben Reniers (Choreographie, Künstlericher Leiter)
geboren in Indonesien (Jakarta) aufgewachsen in den Niederlanden, Tanzausbildung beim CODARTS. Tanzt seit 1999 zunächst mit dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken ‚,gefolgt von“ Staatstheater Braunschweig „und pretty ugly tanz köln„. Arbeitete mit Choreografen wie: Marquerite Donlon, Rui Horta, Olga Cobos/Peter Mika, Amanda Miller, Georg Reischl, Irina Pauls, Felix Landerer, Shang-Chi Sun. Ab 2009 Arbeitet er als freischaffende Tänzer und Choreograf hauptsächlich in Deutschland, Tours ua. in Italien, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Poland, Serbien, Kroatien, USA, Israel, UK, Taiwan, Tansania, Indonesien. Außerdem hat er sein Arbeiten vielfach auf verschiedenen Festivals präsentiert u.a. im Dampf 05 NRW, Radialsystem V, Sophiensäle, DOCK11 und beim Festival Salon-K. Gewann mit sein Solo SimulacrumX’ ‚Best Solo - Fördernachwuchspreis‘ und ‚Publikums Preis beim VI. Internationales SoloDuo Tanzfestival NRW + Friends 2014Finalist beim Wettbewerb ‚Das beste Tanz Solo Deutschland‘ 2015 in Leipzig. Sein aktuellsten Choreographien sind:’ schrittweise’ (Berlin, 2016) ‚exil’ (Köln, 2015), Trunkintail (Berlin, 2015) The Opening (Berlin, 2014) SimulacrumX (Torino, 2014), Euphoria (Köln, 2014) und FREIraum (Köln, 2013), Hangaufwind (Updraft) beim Festival ‘Tanzkonkret’ in Theater Orangerie Cologne, 2011), Recherche Mülheim (Tanzhaus Köln Interim, 2010) In between us’ (Orangerie-Theater im Volksgarten, 2009) i.Z.a mit Illustrator Barbara Steinitz und ‘Behind the wall’ mit pretty ugly tanz köln, Arkadas Theater, 2009). Das ‚rubarb dance & art’ ensemble entstand aus der Zusammenarbeit mit der Illustratorin Barbara Steinitz im Februar 2016 präsentieren sie ein neue Tanzproduktion „schrittweise“ im DOCK11 (Berlin) und im September 2016 ist ein neue Tanzproduktion ‚SimulacrumXX’ geplant. Im Jahr 2013 gründeten Ruben Reniers & Arthur Schopa das FREIraum-Ensemble’, ein neue FREIraum Tanz Produktion ist im August 2016 an einem der ungewöhnlichsten Orte Kölns bereits geplant. 
Mehr Information: www.rubenreniers.com & http://www.freiraum-ensemble.com/


Rebecca Jefferson (Tanz)
geboren 1972 in Buffalo, New York, erhielt ihre Tanzausbildung bei SUNY Purchase , New York. Sie begann ihre Tanzkarriere 1988 zunächst beim Buffalo Ballet Theatre, daraufhin folgten Engagements beim Pick the Crop Dance Company, Momix Dance Company und Ballet Hispanico. 1998 kam sie nach Europa zum Ballett Freiburg/Pretty Ugly unter der künstlerischen Leitung von Amanda Miller. Sie tanzte in preisgekrönten Balletten von Amanda Miller, William Forsythe, Regina van Berkel und Allesio Silvestrin. Bis 2009 war sie beim Ballett ‘pretty ugly tanz köln’ als Gasttänzerin, Assistentin und Choreografin tätig. Seit 2006 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie ist eine international gefragte Tänzerin,


Paula Dombrowski (Schauspielerin)
Geboren 1975 in Halle/Saale, aufgewachsen in Ballenstedt/Harz ging sie nach dem Abitur 1994 nach Leipzig und schrieb sich an der Universität für Theaterwissenschaften, Soziologie und Psychologie ein. Nach ihrer Ausbildung an der HfS „Ernst Busch“ Berlin war sie ab 2001 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich, ab 2004 am Thalia Theater Hamburg und ab 2009 am Deutschen Theater Berlin. 2002 war sie „Nachwuchsschauspielerin des Jahres“ der Zeitschrift Theater heute und erhielt 2005 den „Boy-Gobert-Preis“ der Körberstiftung Hamburg. Sie arbeitete regelmäßig mit Christina Rast, Andreas Kiegenburg, Jorinde Dröse, Michael Thalheimer und Stephan Kimmig und war auf zahlreichen Gastspielen in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und Rußland und mehrfach beim Berliner Theatertreffen eingeladen. 2010 beendete sie vorerst ihre Bühnenkarriere und arbeitet seitdem hauptberuflich als Schauspieldozentin an verschiedenen Schauspielschulen in Deutschland und Österreich, kontinuierlich an der Universität Mozarteum Salzburg und der Universität der Künste Berlin. 2013 gründete sie gemeinsam mit der Schauspielerin Esther Vorwerk und dem Musiker Sebastian Deufel das Kollektiv Annja Hofft. 2014 führte sie zum ersten mal Regie beim Stück „Draußen“, der ersten Produktion von Annja Hofft. 2015 nahm sie ihre Arbeit als Schauspielerin wieder auf.
www.paula-dombrowski.de


Evelyn Saylor (Musik & Komposition)
Evelyn Saylor has written electronic, choral, and chamber music as well as scores for modern dance. A native of New York, she studied Music with a concentration in Composition at Pomona College in Southern California and is currently pursuing a Master’s degree in Composition at the University of the Arts in Berlin. She has received commissions from the Orfeo Duo and the Church of the Heavenly Rest in New York and was also the recipient of the Mellon Elemental Arts Initiative Summer Experience in the Arts Award. Her works have been performed in Berlin, Cologne, Budapest, New York, California, and Cambridge, MA. Evelyn Saylor is also active as a pianist and singer. Her most recent project is the collaborative music theater production “Sounds For a While,” which will premiere on June 25th in the Tischlerei at the Deutsche Oper.
www.soundcloud.com/evelyn-saylor


Karin Rosemann (Kostüme)
wurde 1982 in München geboren und studierte Modedesign in Berlin. Nach Ihrem Abschluss arbeitete sie als Designerin für Herrenmode bei Helmut Lang in New York. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin interessierte sie sich verstärkt für Theater und Kostümbild und trat eine Stelle am Deutschen Theater Berlin an. Dort entstanden auch eigene Arbeiten mit Regisseuren wie Brit Bartkowiak und Bastian Kraft. Mittlerweile arbeitet sie als freie Kostümbildnerin für Theater, Tanz und Musikvideos.


Philine Sollmann (Video)
Die Künstlerin Philine Sollmann (*1978), hat ihren Abschluß an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken und der Kunsthochschule Berlin Weißensee absolviert. Ihre Arbeiten wurden international in Galerien, Institutionen und auf Festivals gezeigt. Sie lebt in Berlin und arbeitet mit den Medien Fotografie und Video.
www.philinesollmann.com


Nicole Kohlmann (Dramaturgie)
erhielt ihre Ausbildung als Tänzerin an der HfMDK, Frankfurt, der Heinz-Bosl-Stiftung, München und der Akademie des Tanzes, Mannheim, wo sie zudem zur Tanzpädagogin geschult wurde. Anschließend führte ihre zwanzig-jährige Laufbahn sie als Ensemblemitglied an die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche OperBerlin, das Saarländische Staatstheater Saarbrücken, die Company Introdans in Arnhem sowie das Scapino Ballett Rotterdam. Während dieser Zeit war sie an der Entstehung zahlreicher Uraufführungen beteiligt, u. a. mit den Choreographen M. Béjart, E. Wubbe, G. Reischl, H. Vierthaler, H. Musial, D. Heitkamp, M. Donlon und M. Goecke. Außerdem war sie als Tänzerin, Akteurin und Choreographin an mehreren Filmproduktionen beteiligt. Seit dem Jahr 2012 arbeitet die dreifache Mutter freischaffend als Ballettmeisterin/Coach (u. a. Scapino Ballett, Codarts, Holland Dans Festival), choreographische Assistentin und Dramaturgin (u. a. Scapino Ballett, rubarb dance & art) und ist für Einstudierungen von Stücken des Choreographen Marco Goecke verantwortlich. Darüber hinaus schloss sie 2016 ihr Bachelorstudium der Theaterwissenschaft an der FU Berlin ab, wo sie derzeit dem Masterstudiengang Tanzwissenschaft folgt.

 

 



 

 

VERANSTALTUNGEN


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