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GASTSPIEL Doggy Style  
26. bis 29.03.2015 eine Tanzperformance von Joshua Monten
 
TANZ Uhr im DOCK 11  

Doggy Style

Doggy Style

Spieltermine im DOCK 11:

Vorstellungen 26., 27., 28. und 29. März 2015

26. März, 13.00 und 20.30 Uhr
27. März, 13.00 und 20.30 Uhr
28. März, 20.30 Uhr
29. März, 19.00 Uhr

 

Publikumsgespräche (30 Min.) nach der Vorstellung, mit Gebärdensprachdolmetscherin am:
26. März vormittags
27. März vormittags
27. März abends
28. März abends
29. März abends

Vorstellungen sind für hörende und nicht hörende Zuschauer zugänglich.
 

 

„Doggy Style“ ist eine Produktion auf der Schnittstelle von Tanz und Gebärdensprache. Sie ist aus einer Faszination für die Bewegungen und Verhaltensmuster von Hunden entstanden. Leider müssen Hunde aber draussen bleiben: Es werden ausschliesslich Menschen auftreten. Die tänzerische Poesie von spontanen Hundebewegungen wird auf menschliche Körper und Seelen übersetzt. Auf diese unkonventionelle Weise dreht sich die Choreographie um Andersartigkeit und Kommunikation zwischen fremden Wesen.

Ein Kernpunkt dieser Produktion – und sicher neu in Zusammenhang mit dem Thema Hund – ist die Gebärdensprache. "Doggy Style" versteht sich als eine Fortsetzung der bahnbrechenden Verquickung von Gebärdenkommunikation mit Tanztheater, die Choreograph Joshua Monten 2012 in „About Strange Lands and People“ entwickelt hat. Diese Tanzproduktion wurde zu zahlreichen Theatern und Festivals im In- und Ausland eingeladen und von der „Leipziger Volkszeitung“ als „grandioses Stück in Gebärdensprache ... mit dramaturgischer Stringenz, tänzerisch erstklassigem Handwerk und atmosphärischem Gespür“ gelobt. Die Aufführungen von „Doggy Style“ werden so gestaltet, dass sie für hörende sowie nichthörende Zuschauer zugänglich sind.  

Die Gebärdensprache ist ein idealer Partner für zeitgenössischen Tanz. Manche Gebärden werden mit einer Präzision und einer Verknüpfung von Emotionen und Persönlichkeit ausgeführt, über die Bewegungsconnaisseurs nur staunen können. Schon ohne choreographische Manipulationen haben solche Sequenzen ein Ausdruckspotenzial, von dem viele Choreographen träumen. Umso erstaunlicher, dass es bis dato kaum Tanzproduktionen gegeben hat, die eine tiefe Auseinandersetzung mit dieser Bewegungsform gesucht haben.

Die Choreographie von „Doggy Style“ wird durch einen andauernden Austausch mit Gehörlosen und anderen Gebärdenden entwickelt. Für die Hörenden wird die Gebärdensprache durch gezielte Wiederholungen immer verständlicher. Für die Gehörlosen werden Teile der Musik durch die Gebärdensprache beschrieben, in anderen Teilen sind die boomenden Beats bis im Knochenmark spürbar. Diese Struktur führt zu einer erhöhten Aufmerksamkeit, da jeder Zuschauer gezwungen wird, das „eigene Fremde“ zu entziffern. Dies führt auch zu einer vielschichtigen Choreographie voller Spannungsfelder, da Bewegung, Musik, gesprochener Text, Gebärden und Mimik oft auseinanderlaufende Aussagen haben.


Seit jeher ist der Choreograph Joshua Monten stark an Hunden interessiert. Seine Mitfreude am körperlichen Überschwang von Hunden, seine Faszination für ihre nie ganz vervollständigte Domestizierung, sein Neid für ihre Verleugnung derjenigen sozialen Grenzen, die das Menschenleben so sehr prägen, tragen dazu bei.

Die Choreographie von „Doggy Style“ basiert auf einer sorgfältigen Analyse von Hundebewegungsmustern. Echte Hunde waren quasi als Bewegungsexperten zu Besuch bei den Studioproben, das Produktionsteam hat darüber hinaus Hunde und deren Besitzer an ihren "Spielorten" beobachtet.

Der Umgang mit Hunden kann stellvertretend für die Wunschvorstellungen erfolgreicher zwischenmenschlicher Beziehungen verstanden werden. Kann ein Partner wirklich spüren, was der andere fühlt? Wer gehört wem? Die Choreographie konzentriert sich vor allem auf Beziehungen, bei denen Gehorsamkeit und Abhängigkeit eine starke Rolle spielen, die nicht auf Gleichheit basieren aber doch nachhaltig sind.

Konzept, Choreographie: Joshua Monten
TänzerInnen: Derrick Amanatidis, Karolina Kraszkowska, Ariadna Montfort, Jack Wignall
Kostüme: Catherine Voeffray
Licht und Bühne: Jonas Bühler
Gebärdensprach-Coaching: Brigitte Schökle Staerkle
Dramaturgie: Yves Regenass
Foto: Jonas Kambli
Grafik: lurelure

gefördert von: Kultur Stadt Bern, SWISSLOS/Kultur Kanton Bern, Migros-Kulturprozent, Stanley Thomas Johnson Stiftung und Stadt Leipzig, Kulturamt

in Koproduktion mit: Theater ROXY, LOFFT – Das Theater, Stadt Leipzig, Kulturamt

Tickets: 14.- Euro / 9.- Euro erm.

Schülervorstellungen 13.00 Uhr:
5.- Euro pro Person, bitte um Voranmeldung unter: dock11@dock11-berlin.de

Vorstellungen sind für hörende und nicht hörende Zuschauer zugänglich.
Trailer: https://vimeo.com/119012996

Video-Reportage: http://www.art-tv.ch/11390-0-Roxy-Birsfelden-Doggy-Style-von-Joshua-Monten.html


www.joshuamonten.com

 

             

 

Doggy Style — teaser from Joshua Monten on Vimeo.

 

 

Über den Choreographen
Joshua Monten wuchs auf in der Nähe von New York City und studierte Literatur und Ethnologie an der Duke University. Er tanzte im Berner Ballett, am Stadttheater Heidelberg, als Gasttänzer am Theater Freiburg und Staatstheater Nürnberg und freischaffend mit Choreographen wie Stijn Celis, Hofesh Shechter, Juha Marsalo, Doug Varone, Irina Pauls, Konstantinos Rigos, Teresa Rotemberg und Tino Sehgal.

Joshua Montens Karriere als Choreograph begann mit einem kurzen Handlungsballett mit dem Namen „Die Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst Benedikt XVI.“, das 2007 Finalist am Hannoverschen Choreographen Wettbewerb wurde. Danach folgten mehrere choreographische Aufträge von Berner Ballett, Ballet National du Rhin, Staatstheater Nürnberg, Theater Konstanz, Theater Bonn, Opéra Théâtre Saint-Étienne, Opéra National de Lorraine, The Yard (USA), Theaterhaus Gessnerallee, Theater Biel/Solothurn, Schweizer Tanztage, Art Basel und Tanzfestival Steps. Seine Arbeiten wurden auf ARTE, MEZZO und vom BAYERISCHEN RUNDFUNK übertragen.

2012 gründete Joshua Monten sein eigenes Tanzensemble, wofür er „About Strange Lands and People“ und „Delirio Amoroso“ schuf, die in zahlreichen Theatern in der Schweiz, Deutschland und Österreich zu sehen waren und sind.

Weitere Informationen und Pressespiegel zu Montens früheren Arbeiten befinden sich auf www.joshuamonten.com

Andere Mitarbeiter
Der griechisch-australische Tänzer Derrick Amanatidis studierte an der Victorian College of the Arts in Melbourne, Australien. Seit seinem Studienabschluss arbeitet er mit zahlreichen Choreographen und Gruppen wie Miguel Gutierrez und Phillip Adams (BalletLab), Garry Stewart (Australian Dance Theatre), Raewyn Hill (DanceNorth), Opera Australia, Deutsche Oper Berlin, Nico & The Navigators und Modjgan Hashemian. Er tanzt in Joshua Montens Produktionen „Platée“ am Staatstheater Nürnberg, „Delirio Amoroso“ und „About Strange Lands and People“.

Die polnische Tänzerin Karolina Kraczkowska studierte Anglistik und Französisch an der Universität Warschau, bevor sie dem Polish Dance Theatre als Tänzerin beitrat. Dann ging sie zur Laban Postgraduate Company Transitions in London. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Tänzerin u.a. mit Christoph Winkler, Riccardo Buscarini (im Stück „Athletes“, Gewinner von The Place Prize in 2013), Lost Dog, Allison Brown, Rosemary Butcher, Jasmin Vardimon Company, Fin Walker, Athina Vahla und Kristine Kyhl Andersen.

Geboren in Barcelona, die Tänzerin Ariadna Montfort studierte am dortigen Institut del Teatre und anschliessend an der École-Atelier Rudra Béjart in Lausanne. Sie arbeitete vier Spielzeiten im Berner Ballett (Dir. Félix Duméril, dann Stijn Celis) und drei im berühmten israelischen Batsheva Ensemble. Anschliessend tritt sie der israelischen Inbal Pinto and Avshalom Pollak Dance Company, mit der sie intensiv in Nord- und Südamerika, Europa und Asien auf Tournee war. Zur Zeit tanzt sie in mehreren Projekten von La Veronal in Barcelona, wo sie gleichzeitig Psychologie studiert.

Der italienische Tänzer Alessandro Schiattarella studierte an Rudra Béjart und am Teatro della Scalla. Neben einer sechsjährigen Anstellung beim Béjart Ballet Lausanne tanzte er u. a. mit dem Basel Ballett, dem Berner Ballett, dem Ballet du Grand Théâtre de Genève, DA MOTUS!, Cathy Sharp Dance Ensemble und dem Scapino Ballet Rotterdam. Als Choreograph und Tanzlehrer ist er ebenfalls sehr beschäftigt.

Der Lichtdesigner und Bühnenbilder Jonas Bühler studierte Journalistik, Ethnologie, Kunstgeschichte und Photographie. Seine Arbeit als Lichtdesigner wurde an zahlreichen Theatern gesehen, darunter in Bern, Fribourg, Genf, Lausanne, Neuchâtel, Zagreb, London, Dresden, Caracas und Tokyo. Neben seiner Arbeit als Lichtdesigner ist er als Photograph und Grafikdesigner tätig. Seine erste Zusammenarbeit mit Joshua Monten erfolgte 2013 anlässlich der Produktion „Delirio Amoroso“.

Kostümdesignerin Catherine Voeffray absolvierte ihre Ausbildung als Modezeichnerin an der Modedesignschule in Zürich. 1997 wurde sie stellvertretende Leiterin der Kostümabteilung und entwarf Kostüme für zahlreiche Schauspiel- und Operninszenierungen. Neben Kostümen für Arbeiten von Martin Schläpfer gestaltet Catherine Voeffray regelmässig das Kostümbild für den Choreographen Stijn Celis, u. a. am Staatstheater Wiesbaden, bei Les Grands Ballets Canadiens, beim Cullberg Ballet und beim Semperoper Ballett.

Vorstellungstermine
4./6./7. März 2015 Theater ROXY, Birsfelden/Basel
13./14./15./16. März 2015 Tojo Theater, Bern
17./18. März 2015 Grabenhalle, St. Gallen
26./27./28./29. März 2015 Dock 11 Theater, Berlin
9./11./12. April 2015 LOFFT – Das Theater, Leipzig
10./11./12./13. September 2015 LOFFT – Das Theater, Leipzig
10./11. November 2015 LOT Theater, Braunschweig

 



 

 

VERANSTALTUNGEN


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