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PREMIERE Buchpremiere Gundula Schulze Eldowy „Berlin in einer Hundenacht. Fotografien 1977-1990“ und „Am fortgewehten Ort. Berliner Geschichten“  
08.09.2011 präsentiert von Lehmstedt Verlag
 
LESUNG 20.00 Uhr im DOCK 11  

Buchpremiere Gundula Schulze Eldowy „Berlin in einer Hundenacht. Fotografien 1977-1990“ und „Am fortgewehten Ort. Berliner Geschichten“

Buchpremiere Gundula Schulze Eldowy „Berlin in einer Hundenacht. Fotografien 1977-1990“ und „Am fortgewehten Ort. Berliner Geschichten“

Gundula Schulze Eldowy präsentiert die Bilder ihrer Fotobandes „Berlin in einer Hundenacht“ und liest aus ihren Berliner Geschichten „Am fortgewehten Ort“

Einführung: Dr. Mathias Bertram

Gundula Schulze Eldowy (geb. 1954), lebt seit 1972 in Berlin. Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, seit 1984 als freie Fotografin tätig, seit 1990 zahlreiche Ausstellungen in der ganzen Welt, lebt zur Zeit in Berlin und Peru

Gundula Schulze Eldowy: Berlin in einer Hundenacht / Berlin on a Dog’s Night, Fotografien / Photographs 1977-1990.
Leipzig: Lehmstedt Verlag, 2011

248 Seiten mit 160 ganz- und doppelseitigen Duotone-Abbildungen, 24 x 27 cm, Festeinband, Schutzumschlag, Fadenheftung, ISBN 978-3-942473-15-6, 29,90 Euro

Vierzehn Jahre lang, von 1977 bis 1990, durchstreifte Gundula Schulze Eldowy das alte Ostberlin, fixierte mit ihrer Kamera die Narben, die der Krieg in der Stadt und ihren Bewohnern hinterlassen hatte, und hielt in ihren Bildern die letzten Spuren des im Untergang begriffenen alten Berliner Milieus fest. Ihre Bild-Zyklen lassen niemanden gleichgültig. Sie begeistern oder sie verstören. Die Künstlerin bewegte sich in einem Milieu, dessen Existenz gern verleugnet wurde, und wandte den Blick nicht ab, wenn sie Armut, Elend, Verzweiflung und Einsamkeit begegnete. Doch ihre Tabubrüche waren nie Selbstzweck, sondern dienten der Annäherung an menschliche Tragödien. Ihre erregenden Bilder gingen in den letzten 20 Jahren um die ganze Welt, nun erscheinen sie erstmals gesammelt in einem opulenten Bildband. Der Band zeigt erstmals im Zusammenhang die Zyklen „Berlin in einer Hundenacht“, „Der Wind füllt sich mit Wasser“, „Aktporträt“, „Arbeit“, „Straßenbild“ und „Tamerlan“.

 

Gundula Schulze Eldowy: Am fortgewehten Ort. Berliner Geschichten.
Leipzig: Lehmstedt Verlag, 2011

248 Seiten mit 60 Abbildungen, 12,5 x 20,3 cm, Festeinband, Schutzumschlag, Fadenheftung, ISBN 978-3-942473-11-8, 24,90 Euro

Die inzwischen weltbekannten Fotografien von Gundula Schul­ze Eldowy konnten nur entstehen, weil die Fotografin mehrere Jahre Tür an Tür mit den Porträtierten lebte, ihnen nächtelang zuhörte und sich in ihre Welt hineinversetzte. In ihren Geschichten erzählt sie davon, wie sie in den siebziger Jahren als junge Frau nach Berlin kam und zunächst im Prenzlauer Berg, dann im Scheunenviertel Bekanntschaft mit einem Milieu schloß, das immer noch an die Stadt von Döblins „Berlin Alexanderplatz“ erinnerte. Man lernt durch ihre Texte Figuren ihrer später viel bewunderten Bilder – »Ulla und Horst« etwa oder »Lothar« – näher kennen, erfährt manches über ihr eigenes Herkommen und bekommt Eindrücke von der eigentümlichen Synthese, die das Leben der Ost­berliner Bohème in den verfallenden Hinterhäusern mit dem der Urbewohner einging.

 

Pressestimmen
„Das ist das große Geheimnis dieser Fotografin, daß sie es immer wieder schafft, diese Vertraulichkeit zu schaffen. Niemals werden die Menschen von ihr belauscht, heimlich beobachtet oder zum Objekt einer interessanten Bildkomposition degradiert. So fotografiert nur jemand, der unter denen lebt, die er fotografiert, der wirklich einer von ihnen ist. Nun kehrt diese staunenswert lebendige Fotokunst an den Tatort zurück.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Gundula Schulze hat nicht nur Menschen fotografiert, sie hat sich Zeit genommen und ihren Geschichten zugehört. Sie ist Teil ihres Lebens geworden und umgekehrt. Wer so arbeitet, zeigt keine heimlichen Blicke, macht keine unbemerkten Schnappschüsse. Die Menschen fühlen sich wohl vor der Kamera, und das ist die Kunst der Fotografin.“ (Berliner Zeitung)



 

 

VERANSTALTUNGEN


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