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PREMIERE POST- Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh  
04. bis 15.11.2015 ein zweiwöchiges Festival mit Installationen, Ausstellung, Performances und interaktiven Formaten mit Gaby Aldor, Maya M. Carroll, Johanna Lemke, Yuko Kaseki, Brit Rodemund, Efrat Stempler, Martin Stiefermann, Albrecht Ziepert, Roy Carroll und weiteren
 
FESTIVAL ab 18 Uhr im DOCK 11  
  beteiligte Künstler: Yuko Kaseki, Maya M.Carroll, Martin Stiefermann, Efrat Stempler, Johanna Lemke, Brit Rodemund, Gaby Aldor, Brit Rodemund, Gaby Aldor, Albrecht Ziepert  

POST- Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh

POST- Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh

Spieltermine im DOCK 11:

Vorstellungen, Installationen, Ausstellungen und Workshops 
04., 05., 06., 07. und 08. November 2015, jeweils ab 18 Uhr
sowie
11., 12., 13., 14, und 15. November 2015, jeweils ab 18 Uhr

DOCK11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Ticketreservierungen: ticket@dock11-berlin.de, 030-35120312

Festivalpass 1: 4.-8. November 2015 20 | 15 Euro ermäßigt
Festivalpass 2: 10.-15. November 2015 20 | 15 Euro ermäßigt
Festivalpass 3: 4.-15. November 2015 30 | 25 Euro ermäßigt
Tagesticket:                                           10 | 08 Euro ermäßigt

Ausstellungen: Eintritt frei

 

POST-  Ausdruckstanz in Deutschland, Israel und im Butoh ein zweiwöchiges Festival mit Installationen, Ausstellung, Performances und interaktiven Formaten

mit Gaby Aldor, Maya M. Carroll, Johanna Lemke, Yuko Kaseki, Brit Rodemund, Efrat Stempler, Martin Stiefermann, Albrecht Ziepert, Roy Carroll und weiteren

Welche Relevanz hat Ausdruckstanz im Hier und Heute? Wie zeigen sich im zeitgenössischen Tanz Spuren dessen, was im frühen 20. Jahrhundert in Mitteleuropa entwickelt, seitdem in zahlreiche andere Regionen der Welt getragen wurde; sich mit den jeweiligen dortigen Einflüssen vermischt und die unterschiedlichsten politischen Systeme durchlaufen hat? In einem gleichermaßen praktischen wie historischen Rechercheprozess haben sich KünstlerInnen gemeinsam und eigenständig mit den Wurzeln und Verzweigungen des Ausdruckstanzes auseinandergesetzt. Entstanden ist dabei ein Bewusstsein für die komplexen Wechselwirkungen zwischen den konzeptuellen Möglichkeiten, die der Ausdruckstanz bietet und dem kulturellen Begriff von Individualität und Restriktion, die den verschiedenen politischen Systemen inhärent sind. Dieses körperliche, erlebbar machende Forschungsprojekt bringt alte „Schätze“ mit kritischen Überlegungen von heute zusammen.

 
 
Konzept, Textarbeit: Denise Czerny
Organisation: Denise Czerny, Kirsten Seeligmüller 
Technik | Licht: Asier Solana
Übersetzungen: David Bloom
Presse: Katharin Karouaschan
produziert vom und geprobt im DOCK 11 EDEN*****
das Festival POST- ist gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und unterstützt von 50 Jahre Deutschland Israel
 


Programm:
 

 
INSTALLATION
4.-8. sowie 11.-15. November 2015 immer ab 18 Uhr auf dem Hof des DOCK 11
AUSDRUCK-MOBIL eine Installation der MS Schrittmacher über die Emigration und Flucht deutscher AusdruckstänzerInnen


INSTALLATION
4.-8. sowie 11.-15. November 2015 immer ab 18 Uhr im DOCK 11
MOVE eine interaktive Soundinstallation von Albrecht Ziepert


AUSSTELLUNG
4. bis 8. sowie 12. bis 15. November 2015 ab 18 Uhr im DOCK 11 Saal 3
POST- Exhibition eine Ausstellung mit Materialien und Videos aus dem Rechercheprozess zum Festival


PERFORMANCE
4. und 5. November 2015, 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
BERT, DEIN SCHUH IST AUF eine Tanzgeschichte mit Männern von und mit Johanna Lemke, Wolfgang Heantsch, Steven Paul, Nile Koetting, Daniel Drabek


PERFORMANCE
6. November 2015 20.30 Uhr und 8. November 2015 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
ONA eine Performance von Efrat Stempler und Wojtek Klemm


LECTURE PERFORMANCE
6. und 7. November 2015, 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
„Komm, hier ist das Paradies...“ eine Lecture Performance von Gaby Aldor


PERFORMANCE
10. + 11. November 2015, von 15 bis 20 Uhr als offenes Work in progess Showing im DOCK 11, Theaterhalle
12. + 13. November 2015, um 19 Uhr Performance im DOCK 11, Theaterhalle
SUBLIMINAL AFFAIR eine visuelle Installations-Performance von Yuko Kaseki, Sarane Lecompte, Justin Palermo und Arata Mori


PERFORMANCE
14. + 15. November 2015, um 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
SCORE 4 eine performative Untersuchung von Maya M. Carroll


PERFORMANCE
11. November 19.00 Uhr im Saal 3, 14. November 17.00 Uhr im Saal 2
INSTRUMENTAL BODIES eine interaktive Performance von Maya M. Carroll


TALK
8. November 2015, um 16 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
POST- Talk eine Podiumsdiskussion mit Gaby Aldor, Friederike Lampert, Alexander Schwan, Norbert Servos und Elisabeth Nehring


WORKSHOP
7. und 8. November 2015, jeweils 11.00-15.00 Uhr im DOCK 11 Saal 2
POST-Ausdruckstanz Workshop im Rahmen des Festivals POST-
Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh für alle Level von Anfängern bis Profis 

 
 
 
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AUSDRUCK-MOBIL 
eine Installation der MS Schrittmacher über die Emigration und Flucht deutscher AusdruckstänzerInnen
 

 
4.-8. sowie 11.-15. November 2015 immer ab 18 Uhr auf dem Hof des DOCK 11
 

Nach dem erfolgreichen Projekt "ANITA BERBER RETRO/PERSPEKTIVE" präsentiert die MS Schrittmacher erneut das Ergebnis einer tiefgehenden, intensiven Recherche über die historischen Hintergründe von Ausdruckstänzerinnen und -tänzern:
Ein alter Bastei-Wohnwagen – ein Relikt aus den Zeiten der sozialistischen Diktatur in Ostdeutschland – wird in dieser Installation zum „Ausdruck-Mobil“. In ihm werden der „Ausdruck“ und die „Mobilität“ des Tanzes in mehrfachen Bedeutungsebenen erfahrbar. MS Schrittmacher lädt die BesucherInnen dazu ein, sich selbst auf eine Spurensuche zu begeben. Informationen, Tanzvideos und weitere Materialien, sowie eine beratende Begleitperson bieten die Möglichkeit eines weiterführenden Einblicks in die Welt und Geschichte des deutschen Ausdrucktanzes.

„Dass der Ausdruckstanz durch die Emigration in die ganze Welt getragen wurde und dort in die jeweiligen Tanzformen einfließen konnte, während er in Deutschland seine Grundlage endgültig verlor, ist eine bittere Ironie des Schicksals.“ Hedwig Müller

Installation, Recherche, Choreographie: Martin Stiefermann
Tänzerinnen in den Videos: Brit Rodemund, Efrat Stempler, Johanna Lemke
Sound-Design: Albrecht Ziepert
Videos: Willi Neumann
digitale Ilustration: Carolin Schultz
Recherche Mitarbeit: Antje Maria Lossin, Alisa Beckstein
dank an das Archiv der Akademie der Künste, Deutsches Tanzarchiv Köln, Tanzarchiv Leipzig

 

 

 
MOVE
eine interaktive Soundinstallation von Albrecht Ziepert
 
4.-8. sowie 11.-15. November 2015 immer ab 18 Uhr im DOCK 11 
In dieser interaktiven Soundinstallation kontrolliert der Besucher durch seine Raumposition und Körperbewegung die Musik. Mittels Videokamera und Software ist jeder Position im Raum ein spezifischer Sound zugeordnet. Die BesucherInnen bestimmen selbst, welchen Sound sie „aktivieren“ und in welche Kombination sie diesen mit anderen Sounds setzen. Somit schafft jeder seine eigene individuelle Performance aus Bewegung und Musik.
 
Komposition, Konzept: Albrecht Ziepert
Videosoftware: Frieder Weiss
  
POST- Exhibition
eine Ausstellung mit Materialien und Videos aus dem Rechercheprozess zum Festival
 
4. bis 8. sowie 12. bis 15. November 2015 ab 18 Uhr im DOCK 11 Saal 3
Im Laufe des Rechercheprozesses wurden Materialien entdeckt, die dem Publikum in einer Ausstellung zugänglich gemacht werden. Um dem „System“ Ausdruckstanz auf den Grund zu gehen, praktizierte ein Teil der Gruppe ein Ausbildungsprogramm der Tänzerin Marianne Vogelsang aus 1954. In einer Trickfilmbox kann ein Handexcercise aus diesem Ausbildungsprogramm interaktiv in Choreographien erweitert werden. Efrat Stempler begab sich in Israel auf die Suche nach dem Ausdruckstanz und drehte kurze Dokumentarfilme. Interviews und spannende Bücher werden vorgestellt. Die Ausstellung teilt sich in vier Themenbereiche: Ausdruckstanz in 1. Deutschland, 2. Israel, 3. im Butoh und 4. als System.
 
Konzept, Filme, Interviews: Kirsten Seeligmüller, Efrat Stempler, Yuko Kaseki, Denise Czerny
 
 
 
 
 
BERT, DEIN SCHUH IST AUF
eine Tanzgeschichte mit Männern

 
4. und 5. November 2015, 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
 
AUSDRUCKSTANZ || DRUCKTANZTAUS || DRÜCKTANZAUS || TANZAUSDRUCK || AUS TANZDRUCK WIRD TANZDRUCKAUS

 


Ausdruckstanz, eine der grundliegenden Bewegungen der zeitgenössischen Tanzgeschichte wird aus heutiger Sicht hauptsächlich als eine Frauensache wahrgenommen. Im Gegensatz dazu untersuchen Johanna Lemke und die Darsteller diese historische Ebene in einem reinen Männer-Labor. Sie stellen die Frage „gibt es eine weibliche Bewegungsform, die man als solche erkennen kann und was passiert mit der sexuellen Energie, die Tanz freisetzt, wenn Sie aus einem weiblichen Körper kreiert wurde und auf den männlichen Körper trifft, der tanzt?“

Die Arbeitsbedingungen der Tänzerinnen in den 20er Jahren waren sehr besonders. Nachdem sie ihrer befreienden künstlerischen Arbeit und Forschung nachgegangen waren, fanden sie sich im familiären, sozialen und politischen Alltag wieder.

„Das tiefe schwarze Loch in das ich falle“
nannte das Judith Ornstein 1936.

Wie sind diese Bedingungen mit der heutigen Zeit, den zeitgenössischen Künstlern, männlichen zeitgenössischen Künstlern zu vergleichen? Was passiert mit einer Sprache, die nicht recycelt oder aufgeschrieben werden kann?

Johanna Lemke kombiniert diese persönliche Ebene mit der rein formellen der künstlerischen Tätigkeit.

 

 

 

Konzept und Idee: Johanna Lemke
in Zusammenarbeit mit Kirsten Seeligmüller
von und mit: Wolfgang Häntsch, Steven Paul, Nile Koetting, Daniel Drabek
Sound: Jacob Stoy
Kostüm: Therese Röder
Licht: Asier Solana
 
 
 

 
ONA eine Performance von Efrat Stempler und Wojtek Klemm

 
6. November 2015 20.30 Uhr  und 8. November 2015 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
Ein Körper im Raum. Schreitet. Gleitet. Schwingt. Wippt. Geht. Schlendert. Rennt. Verrenkt sich. Rhythmus und Rhythmik.
Alles eine Theorie? Was hat das mit mir zu tun. Wie sieht es aus. Heute. Wenn Ich das tue. Wenn Ich mich ausziehe. Mein Körper. Einzeln. Zu zweit. Zu dritt. Geschichte im Nacken. Geschrieben im Körper. Menschen. Lauter Koordinaten. Linien. Chaos. Schwingt. Schlendert und rennt. Der Körper vibriert. Ona – dazwischen.
 
 

Konzept / Realization: Efrat Stempler, Wojtek Klemm in Zusammenarbeit mit der Tänzerin Johanna Lemke
Tanz: Johanna Lemke, Efrat Stempler
Musik: Albrecht Ziepert
Kostüme: Patkas patkas-berlin.com
Fotos: Apasz

 

 
 
 
 „Komm, hier ist das Paradies...“  eine Lecture Performance von Gaby Aldor
 
 
6. und 7. November 2015, 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle

Die Beziehung zwischen dem Anfang des israelischen Tanzes und des Ausdruckstanzes, der zu Beginn der Zwanziger Jahre in Deutschland eine Revolution darstellte, ist historisch und kulturell, wie auch in der komplexen Geschichte der beiden Länder von großer Bedeutung. Margalit Ornstein wanderte 1921 nach Palästina, in das „Eretz Israel“ aus, nachdem sie von ihrem Mann, dem Ingenieur, Architekten und Träumer Jack Ornstein einen Brief erhalten hatte mit den Worten: „Komm, hier ist das Paradies...“ 1922 eröffnete sie die erste Tanzschule in Tel Aviv, die auch für die folgenden 40 Jahre die bedeutendste in ganz Israel sein sollte. Margalit Ornstein komponierte als Chorographin Stücke für ihre Zwillingstöchter Shoshanna und Yehudit, wie auch für das Theater und für Kibuzzfeste. Noch in Wien hatte sie die von Gertrud Bodenwieser geleitete Akademie für Tanz absolviert und später immer wieder bei Mary Wigman, Rosalia Chladeck und Max Terpis studiert, so wie auch ihre Töchter, die ebenfalls in Berlin und Wien ausgebildet wurden.
 
Idee, Regie: Gaby Aldor
Tanz: Gili Nevot
 
 
 
 
 

 

 

SUBLIMINAL AFFAIR  eine visuelle Installations-Performance von Yuko Kaseki, Sarane Lecompte, Justin Palermo und Arata Mori
 
 
10. + 11. November 2015, von 15 bis 20 Uhr als offenes Work in progess Showing im DOCK 11, Theaterhalle
12. + 13. November 2015, um 19 Uhr Performance im DOCK 11, Theaterhalle
 
“Monster kann man nicht ankündigen. Man sagt nicht: ,Hier sind unsere Monster’, ohne die Monster unmittelbar in Haustiere zu verwandeln.” Jacques Derrida

Eine Butoh-Tänzerin, eine Videokünstlerin und zwei bildende KünstlerInnen setzen sich in einem bewegten Spiel mit Körpern auseinander und stellen dazu einige Fragen: Wie schärfen wir unser Empfindungsvermögen für Bewegung? Was bringt uns dazu, uns zu bewegen? Wo fängt Bewegung an? Wir erfinden und fangen von neuem an, handeln und machen rückgängig, bewegen uns vorwärts und verfolgen unsere Schritte zurück, schlagen einen Pfad in eine Richtung und dann in die entgegengesetzte. Wir transformieren und verwandeln uns rückwärts. Wir gehen überall hin, immer und mit jedem Sinn. Wir hören einen Stein fallen in 1000 Kilometer Entfernung. Wir sehen die Rückseite unserer Ohren. Fleisch, Knochen und Zeit rieseln durch unsere Hände. Einmal ein Insekt sein, am nächsten Tag ein Mensch, und immerfort neue Monster gebären.

von | mit: Yuko Kaseki, Sarane Lecompte, Justin Palermo, Arata Mori
Foto: Arata Mori

 
SCORE 4 eine performative Untersuchung von Maya M. Carroll
 
 
14. + 15. November 2015, um 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
Die Performance ist eine Untersuchung mit vier DarstellerInnen unterschiedlicher Herkunft (drei Tänzerinnen und ein Musiker), die ihre professionellen und künstlerischen Methodologien unter die Lupe nehmen. Die Geschichte trifft auf den gegenwärtigen Moment; das vergangene Wissen führt die Performer zur Erkundung neuer Umgebungen, Stimmungen und Erfahrungen. Jede/r Mitwirkende wird in einem individuellen Solo – als einzelne Stimme in der Zeit – dargestellt. Später ergeben sich komplexe Begegnungen, in denen die PerformerInnen miteinander konfrontiert werden, Verbindungen eingehen und Zeugen eines neu entstehenden Universums werden. In Score 4 sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Orientierungs- und Richtungsempfindungen. Die Archive der persönlichen Philosophien sprechen durch die Körper und den Raum. Das Verlangen, die Wege und Gemeinsamkeiten kennen zu lernen artikuliert sich in einem Tanz mit vertiefter Wahrnehmung und Bewegung.
Leitung: Maya Matilda Carroll
von | mit: Roy Carroll, Brit Rodemund, Martina Gambardella, Maya Matilda Carroll
 
 
INSTRUMENTAL BODIES 
eine interaktive Performance von Maya M. Carroll
 
11. November 19.00 Uhr im Saal 3, 14. November 17.00 Uhr im Saal 2
 
Eine Erkundung der Berührung in ihren unzähligen Bedeutungen, durch das Spektrum von Unmittelbarkeit, Vibration, Rhythmus und Resonanz. Jeder Körper wird als einzigartiger Frequenzraum aus Energie und Gewicht betrachtet, durch den der Alltag ebenso wie ritualisierte Gesten klingen und tanzen. Das Publikum ist Teil dieser interaktiven Aufstellung. Einzelne Zuschauer werden eingeladen, in die Situation einzutreten und sich auf den Boden zu legen und zu ruhen. Die DarstellerInnen nähern sich jeder Person für 10 Minuten und erzeugen eine rhythmisch-kinetische Verbindung, während der Empfängerkörper weiterhin entspannt und rezeptiv bleibt. Instrumente werden durch die Arbeit imaginiert, eröffnet und beleben die physikalisch-biologischen Träume. Die Berührung wird zum hörenden Empfänger von Tempo und Dynamik. Es ergeben sich mehrere Schichten aus der direkten Berührung der Körper und dem aufkommenden Tanz, der bleiben wird. Instrumental Bodies ist ein Experiment, das aus dem langgehegten Wunsch entstand, eine musikalisch-choreographische Sprache damit zu verbinden, auf andere menschliche Körper und die Natur zu hören. Eine Komposition aus Körpern, Zeit und Raum, die aus der Empathie der Berührung und ihrer „alten Weisheit“ entsteht, ist die Vision dieser Arbeit.
 
Idee | Leitung: Maya Matilda Carroll
mit: Brit Rodemund, Martina Gambardella, Maya Matilda Carroll 
 
POST- Talk eine Podiumsdiskussion mit Gaby Aldor, Friederike Lampert, Alexander Schwan, Norbert Servos und weiteren Gästen
 
8. November 2015, um 16 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle
Um die heutige Relevanz von Methoden, Formen, Materialien dessen, was wir Ausdruckstanz nennen, zu ergründen, muss man zahlreiche Felder des zeitgenössichen Tanz betrachten. Die unterschiedlichen Strömungen und kulturellen Einflüsse erlauben keine pauschalen Urteile. Die TanzwissenschaftlerInnen und KritikerInnen Gaby Aldor, Friederike Lampert, Elisabeth Nehring und Alexander Schwan tragen in diesem Gespräch mit ihren spannenden Erfahrungen dazu bei, einen Einblick in die Wichtigkeit von Ausdruckstanz heute und damals zu eröffnen.
 
 
POST-Ausdruckstanz Workshop im Rahmen des Festivals POST-
Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh
für alle Level von Anfängern bis Profis
7. und 8. November 2015, jeweils 11.00-15.00 Uhr
im DOCK 11 Saal 2
Im Rahmen des Rechercheprozesses zu POST- wurde unter anderem das Studienmaterial von Marianne Vogelsang von 1954 praktisch erprobt. In vierzehn Kapiteln ,ausgehend vom Körper, brachte Vogelsang den freien und systemoffenen Ausdruckstanz unter dem Druck der DDR in eine nachvollziehbare aber strikte Ordnung. Nutzt man dieses Material als Checkliste, Impulsgeber für Bewegungen, die unendlich variiert und weitergeführt werden können, bekommt man einen Eindruck, welch reiches Erbe in dem auf Bewegungsrecherche basierenden Ausdruckstanz steckt. In dem Workshop werden einzelne Kapitel praktisch erprobt.
Kosten: ein Tag 20 Euro, 2 Tage 30 Euro oder mit einem Post-Festivalpass
Anmeldung über dock11@dock11-berlin.de



das Festival POST- ist gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, unterstützt von 50 Jahre Deutschland Israel

 

  

 


Maya M. Carroll is an Israeli choreographer, dancer, teacher, based in Berlin, making independent work since 2004. Her work ranges between set choreography and directed improvisation, evolving from the tension/interplay between reality and fantasy, human behaviors and relationships. Vision, sound / music and imagined landscapes speak through the body and articulate narratives and emotional realms. Between 2001-2015 Maya has created and directed 30 stage pieces. Working in Germany and Europe she has been making dances and performing her work in state theaters, independent venues and alternative spaces.

Maya's classes and workshops offer a research laboratory where she shares and exchanges methods of composition with her students. Background and collaborations: danced in Bat-Sheva Ensemble (2000-2003), worked with choreographers Lara Barsacq, Anat Danieli, Ohad Naharin, Sasha Waltz and Arkadi Zaides to name a few. Since 2012 she has been collaborating with director and choreographer Julyen Hamilton.
In 2011 Maya formed The Instrument - an artistic structure standing for her independent and collaborative work with her partner, composer Roy Carroll. www.theinstrument.org

Brit Rodemund, geboren in Berlin, ausgebildet an der Staatlichen Ballettschule Berlin. 1989 Finalistin beim Prix de Lausanne, 1990 Erster Hauptpreis beim nationalen Wettbewerb der DDR. Von 1990 - 95 Engagement an der Deutschen Staatsoper Berlin (seit 1991 als Solistin), 1995 - 98 Solistin am aalto ballett theater in Essen, wo sie für ihre Interpretation der Tatjana in John Cranko`s Onegin mit dem Aalto Bühnenpreis ausgezeichnet wurde. 1998 wechselte sie zum Ballett Nürnberg. Seit 2000 ist sie freischaffend tätig. Sie arbeitete u. a. mit Marco Santi, Christian Spuck, Katja Wachter, Christoph Winkler, Silvana Schröder, Zufit Simon, Efrat Stempler, Nina Kurzeja, Tomi Paasonen, Dansity Amsterdam, Hellena Waldmann und dem Dokumentartheater Berlin

Martin Stiefermann (Choreographie, Regie) von 1982-1987 erhielt er seine Tanzausbildung an der Ballettschule der Hamburgischen Staatsoper. Im Anschluss folgte sein erstes Engagement beim Hamburger Ballett. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten choreographischen Arbeiten. 1992 erhielt er ein Choreographen Stipendium der Internationale Tanzwochen Wien. Von 1992-95 war er als freier Choreograph tätig, u.a. in Wien, Dresden, Kampnagelfabrik Hamburg, Basel und Berlin. Von 1995-97 war Martin Stiefermann Direktor und Choreograph an den Bühnen Kiel. 1998 gründete er in Berlin die freie Gruppe MS Schrittmacher. Sein Stückrepertoire umfasst mittlerweile über 50 meist abendfüllende Choreographien, von denen viele bereits im In- und Ausland auf Tournée gingen. In den Jahren 2001 bis 2006 war er gleichzeitig Direktor der Sparte Tanz am Oldenburgischen Staatstheater und Leiter seiner Berliner Kompanie. In dieser Zeit installierte er ein einzigartiges Kooperationsmodel zwischen den beiden Kompanien und war zweimal Festivalleiter der Internationalen Tanztage Oldenburg. 2011 war er Mentor für das Förderprogramm Young Artist-Flausen im Kopf. 2014 übernahm er einen Lehrauftrag an der FU Berlin im Fachbereich Tanzwissenschaften. Zur Zeit ist Martin Stiefermann wieder ganz als freischaffender Choreograph und Leiter seiner Kompanie MS Schrittmacher in Berlin ansässig, ist aber auch als Gastchoreograph/Regisseur tätig.


Albrecht Ziepert ist ein deutscher Musiker und Komponist. Seit 1999 arbeitet er, bekannt unter anderem als Pianist der Leipziger Band Pentatones, neben seinen eigenen Bandprojekten als Komponist für verschiedene Theaterproduktionen, Filme und audiovisuelle Projekte. Auf dem Novara Cine Festival in Mailand wurde er 2010 für die Musik im Film Stiller See von Lena Liberta ausgezeichnet. 2012 schrieb er für das MDR Sinfonieorchester sein erstes Orchesterauftragswerk. 2013 war er mit Pentatones für den VIA! Award des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen als bester Newcomer nominiert. Seit 2011 ist er in der Funktion des musikalischen Leiters bei verschiedenen Inszenierungen am Deutschen Theater in Göttingen tätig. Mit MS Schrittmacher arbeitete er bei der ANITA BERBER RETRO/PERSPEKTIVE zusammen und spielt aktuell als Livemusiker bei der Produktion VON INNEN HERAUS DRAUSSEN.


Johanna Lemke, geboren in Berlin. Tanzausbildung in Berlin und Amsterdam. Zusammenarbeit mit verschiedenen Choreographen und Regisseuren u. a. mit Falk Richter am Schauspiel Frankfurt, Martin Stiefermann an der Deutschen Staatsoper in Berlin, Marco Santi am Theater Osnabrück sowie mit nationalen und internationalen Künstlern wie Felix Ruckert, Club Guy and Roni, Brenden Shelper, Jenz van Deale, Frederike Plafki, Santiago Blaum, Nora Abdel-Maksoud und anderen. Seit 2008 Zusammenarbeit mit Constanza Macras in der Tanzkompagnie DorkyPark. Ihre eigenen Arbeiten »Faint« (2008), »Tanzbär in Tanzbar« (2012), »Kaiser Wilhelm im Exil (Digitale Volkskunst)« (2012), »Unterstrom« (2010), »Take it easy« (2005) wurden u.a. an den Sophiensaelen Berlin, am Staatstheater Oldenburg und am Dock11 Berlin gezeigt. Seit 2010 Schaubühne Berlin, Zusammenarbeit mit Constanza Macras und Falk Richter.


Efrat Stempler wuchs in Tel Aviv auf, lebt und arbeitet seit 2004 in Berlin. Ihre Ausbildung als Tänzerin absolvierte sie von 1992 bis 95 an der Telma Yalin Kunsthochschule. 2001 hat Efrat Stempler ihre Ausbildung an der Universität Tel Aviv im Studienfach Regie abgeschlossen.1995 tanzte sie bei der BatSheva Dance Company in Israel, danach arbeitete sie mit verschiedenen Choreographen und Ensembles, u.a. mit der BarakMarshall Dance Company.
2002 trat Efrat Stempler der Tanzkompanie Oldenburg und der Kompanie MS Schrittmacher von Martin Stiefermann bei. Seit 2004 arbeitet Efrat Stempler als Choreographin und Leiterin der Cie. Efrat Stempler in Deutschland und in Polen. 2008 gründete sie zusammen mit Martin Stiefermann das Performance Label Less Mess.


Yuko Kaseki, Choreographer, dancer, is a Butoh dancer, performer, improviser, choreographer and teacher, based in Berlin since 1995. Her Solo and ensemble performances, improvisations are performed throughout Europe, Russia, Japan, Taiwan, Korea, Malaysia, Thailand, Canada, Mexico, Brazil, Uruguay, Argentine, Australia and the USA. These works are physical performance that incorporates Butoh dance, performing art with objects, texts, and soundscapes. Her strong interest about breaking border of physical existence leads to projects with mixed ability artists and performers. Numerous international collaboration such as inkBoat (SF), Tableau Stations (SF), CAVE (NY), improvisation duo KAYA with Antonis Anissegos (Berlin), Salad theater (Seoul), Theater Thikwa (Berlin) and others. Her works got an award “the Best Ensemble Performance” by Isadora Duncan Dance Award and nominated by The Dora Mavor Moore Awards, no-ballet, Toyota Choreography Award.
http://cargocollective.com/yukocokaseki

Sarane Lecompte Interdisciplinary artist
From 1992 to 1999, Sarane Lecompte received her Masters of Comparative Linguistics and german philology in Aix-Marseille University and Eberhard Karls University Tübingen. She has since studied Clown with Giovanni Fusetti and Object Theater at Figurentheaterkolleg, Bochum. Boundaries between drawing, photography, video, theater, dance, writing and the art of the interview are deliberately blurred in an investigation of the idiosyncrasy of language and the unreliability of words: Since our need to communicate is as fundamental as our feeling of vulnerability in the world, we create language.
www.polopsite.com

Arata Mori Video Artist / Filmmaker
Arata Mori is a Japanese Video Artist / Film Director based in Berlin, Germany. Since having studied Japanese Literature in Gakushuin University, Tokyo, and Fine Art in Central Saint Martins College of Art and Design, London, he has a wide range of concerns in moving image, philosophy and performing arts.
He focuses on traversing the border of cinema and video art, dividing his activities into filmmaking and field of art. His directorial debut short film, Camino Negro (2012), officially selected for international film festivals such as the Short Film Corner at Cannes Film Festival and Alternative Film and Video Festival Belgrade, is a mixture of cinematic language, body language, poem, literature and philosophy. Whereas he attempts to bring art into cinema, reassembling film language in various formats such as dance theater and gallery are his parallel pivots.
www.aratamori.com

Justin Palermo Interdisciplinary artist
From 1997 to 2001, Justin Palermo attended the University of Michigan, Ann Arbor, where he studied Drawing, Painting and History of Art. Since that time, he has moved constantly, with no fixed studio, to Angers, Berlin, San Francisco, New York, Seville
and Detroit. His diverse practice, which includes drawing, photography, installation, video and dance is characterised by an interest in found materials and the incidents of daily life, with their poetry of chance connections, whimsy and paradox. He has exhibited in The Kelsey Archaeology Museum Ann Arbor, Japanesque Gallery, The Asian Art Museum San Francisco, San Francisco Art Institute, The Crocker Art Museum Sacramento, Kunsthaus Tacheles, The English Theatre Berlin and Le Quai d'Angers.
www.coveringisrevealing.com
www.justinpalermo.com

Antonis Anissegos Composer, Musician
lives and works as a composer, pianist (interpreter of historical to contemporary music), improviser and electronic musician in Berlin. In 1991 he received the piano diploma from the State Conservatory ofThessaloniki. Subsequently, he studied in Budapest, Vienna, Cologne (composition diploma 1997) and from 1998 to 2001 as a master student of Walter Zimmermann at the University of Arts in Berlin. Member of various projects, such as Ensemble European Music Project, Young Ensemble Music, the sibling trio IAMA, the groups "Lynx", "Grix", "KAYA", "ΣΩΜΑ", "ddaa" and "OneOne". Collaboration with the dance group "adlibdances" since 2008. In addition, there are numerous CD releases in the field of contemporary music, improvised and electronic music.
www.enstase.com
 

 
 
 
 

 

 



 

 

VERANSTALTUNGEN


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TICKETRESERVIERUNGEN

ticket@dock11-berlin.de


oder telefonisch tägl 10-18 Uhr
unter 030-35120312

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DOCK 11 Theater

>>Spielplan_1112_17.PDF<<

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Bewerbungen / Application
für Stücke/Performances im DOCK 11 Theater 
for performances at DOCK 11 theater

Bitte füllen Sie folgendes Formular dafür aus.
Please use the following form.


http://www.dock11-berlin.de/request.php

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Inhaber der tanzcard erhalten 20% Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis zu Tanzveranstaltungen.
Mehr Informationen zur tanzcard unter: www.tanzraumberlin.de

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