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The smart one, The wicked one, The simple one and The one who doesn't know how to ask  
01. bis 04.04.2015 Ein dreitägiges Festival zum Thema "Hemmungen".
 
PERFORMANCE ab 17.00 im DOCK 11  

The smart one, The wicked one, The simple one and The one who doesn't know how to ask

The smart one, The wicked one, The simple one and The one who doesn't know how to ask

Spieltermine im DOCK 11:

Vorstellungen 01., 02., und 04. April 2015, jeweils 17.00 - 22.00 Uhr (nicht am 3. April)

 

Ein dreitägiges Festival zum Thema HEMMUNGEN mit Performances, Videodiskussionen und Workshops. Gastgeberinnen sind die Choreographinnen Efrat Stempler und Anat Vaadia. Mit Felix Ruckert, the Maat Project, Anna Nowicka, Katarzyna Sitarz und Gästen.

Wir stellen die Grenzen zwischen Richtig und Falsch in Frage, denn wir sind gefangen im Widerspruch zwischen dem, was uns beigebracht wurde und unseren eigentlichen Wünschen. Die Hemmung wird zu einer Mauer, die wir selbst um uns errichten. Sie hält uns von manchen Handlungen ab und macht uns zu den Personen die wir sind.
Wir versuchen unsere eigenen Grenzen einzurennen, untereinander, zwischeneinander und zwischen dem Publikum und uns. Jedesmal wenn eine Grenze überschritten wird, wird ein Regelsatz verworfen und es entsteht sofort ein neuer. Nur um wieder verworfen zu werden. Bis alle Hemmungen und Einschränkungen vollkommen verschwimmen.

 

"Body behavior in extreme situations or The essential movement" 3 Tage Workshop: 
jeweils 17.00 - 19.00 Uhr (offen für jeden), Workshop-Anmeldung: 
stampina@gmx.de

Programm:

1. April:


17.00 Uhr: Body behavior in extreme situations or The essential movement  – Workshop 
19.00 Uhr: NAKED_ BLOG
20.00 Uhr: Days for dancing - Film
20.30 Uhr: Wall Rabbit / Grindr Stories  – Performances
22 Uhr: Diskussion mit Felix Ruckert und den KünstlerInnen

2. April:

17.00 Uhr: Body behavior in extreme situations or The essential movement  – Workshop
19.00 Uhr: Days for dancing  – Film
20.30 Uhr: Wall Rabbit / Rost / Scape (s)  – Performances

4. April:

17.00 Uhr: Body behavior in extreme situations or The essential movement  – Workshop
18.30 Uhr: Choreography from A to Z / Sculpture as Writing – Performances 
20.00 Uhr: noch einmal Choreography from A to Z / Sculpture as Writing – Performances
20.30 Uhr: Wall Rabbit / Festgefahren / Back Stage – Performances
22 Uhr: Diskussion mit Henrik Kuehlmann und den KünstlerInnen
 

Programm >>

Body behavior in extreme Situation or The essential movement. 

Workshop mit Efrat Stempler und Anat Vaadia

Unser Körper ist oft eingeschränkt. Unser Verhalten ist kodiert und den sozialen Erwartungen, Akzeptanzen und Ästhetiken unterworfen. In unseren Untersuchungen als Performerinnen ebenso wie in unserem alltäglichen Leben sind viele Entschiedungen über richtig und falsch, gut und böse bereits vorbestimmt und führen unseren persönlichen Ausdruck somit in einer Sackgasse. In diesem Workshop wollen wir die physischen Reaktionen und Impulse erkunden, welche unser Körper uns auf wesentliche und unmittelbare Weise übermittelt. Im Zuge der Untersuchung werden wir extreme, unter Druck setzende Situationen erschaffen. Durch individuelle und Gruppenimprovisation sollen Bewegungen erforscht und Material gesammelt werden. Über das Zufallsprinzip werden wir dann einen Ideenaustausch provozieren, der mehr Tiefe in das Material bringe soll.

Der Workshop bietet einen kurzen Einblick in die Methoden, die wir für unsere Arbeiten nutzen.
Offen für jeden/  01.,02. und 04. April / 17-19 Uhr/  in der DOCK11 Theaterhalle/ 45 Euro für 3 Tage, 17 Euro für einen Tag/ Anmeldung unter: stampina@gmx.de
 

Our body is often under restriction. Our behavior is coded and related to social inhibitions, acceptance and esthetics. Often in our research as performers or in daily social context, we prejudge right and wrong, bad and good and come to a dead-end of our expression. In this workshop we will explore the physical reaction and impulses that the body provides us essentially and immediately. In order to examine that we will set up specific situations of mostly extreme/under pressure kind.
Individual and group improvisation will be the way to research movement and collect material. We will use the chance operation system to cross ideas and gather more depth into the material.

The workshop offers thus a brief introduction to the methods we employ in our works
Open for everybody / 01, 02 and 04 April. / 17h -19h in DOCK 11 Theatre. / 45€ for 3 days or 17€ for a day / Registration: stampina@gmx.de


Performances

Wall Rabbits - Dance Performance // 01., 02., 04. April / 20.30 Uhr

Hemmung – eine Beschränkung des direkten Ausdrucks der Instinkte. Ein Kind tritt ohne eine Vorstellung von den Gewohnheiten und Regeln der Welt und dem Wissen, wie es sich in diesen zurechtfinden soll, in sie ein. Mit der Zeit lernt das Kind, was erlaubt und was verboten ist. Gelegentlich kann die Beeinflussung durch Werte und Verhaltensregeln jedoch zu einem ungesunden, unausgeglichenen Verhältnis zu ihnen führen, welches einerseits in Erstarrung, andererseits in abnormalem Verhalten mündet. In der Performance werden die produktiven und destruktiven Effekte von Hemmung und Zurückhaltung erforscht.


Choreographie: Anat Vaadia
Tanz: Ayala Frenkel und Gil Kerer

 

Inhibition – a restraint on the direct expression of an instinct. A child enters the world without a conception of the world’s customs and how he must conduct himself within it. Over time, the child learns how to behave on an individual and social level. He learns what is allowed and what is forbidden. We are dictated a set of values and rules of conduct, which affect us consciously and subconsciously. This can occasionally create an unhealthy imbalance, which leads on the one hand to a rigidity and on the other to abnormal behavior. This work explores the border between the productive and destructive role of inhibitions and restrain.


Choreography: Anat Vaadia
Dancers: Ayala Frenkel and Gil Kerer


FESTGEFAHREN - Dance Performance // 04. April / 20.30 Uhr

Die Protagonistin dieses Solos würde gerne einmal so richtig verrückt werden. Doch die Kontrolle bestimmt ihr Leben und hält sie davon ab, auszubrechen. Gefangen in der selbst gewählten Agenda ihrer bürgerlichen Existenz organisiert sie ihr Dasein anstatt es zu leben. Ein scheinbares Paradies wird zum goldenen Käfig.

Choreographie: Efrat Stempler
Tanz: Brit Rodemund
 

The female protagonists of this solo would just love to go crazy. But control
determines her life and keeps it from breaking free. Caught in the self-chosen
agenda of her bourgeois existence, one just organizes life instead of living. An
apparent paradise becomes a golden cage.

Choreography: Efrat Stempler
Dancer: Brit Rodemund
 

  

SCAPE(S). Body and voice // 02. April 20.30 Uhr

Echtzeit-Komposition über den Entscheidungen treffenden Körper. Ein Dialog zwischen zwei DarstellerInnen und ihren eigenen Werkzeugen. Enthüllung. Ablagerung. Rückzug. Hemmung.

Tanz: Katarzyna Sitarz
Musik: Wojciech Urbanski
 
 
Real time composition of body's decision-making. A dialogue between two performers armed with their own tools. Exposure. Accumulation. Subtraction. Inhibition.

Dance: Katarzyna Sitarz 
Music: Wojciech Urbanski
  

Days FOR DANCING. Film // 02. April 19.00 Uhr


Was bleibt an einem Ort, aus dem sich der Künstler zurückgezogen hat? Nach Stephen Hawking ist Kunst die Substanz, welche es schafft, die verschiedenen Energieschichten der Realität zu erzeugen und die danach zu einem schwarzen Loch entschwindet - dem immerzu leeren und unmöglich füllbaren Raum. AUF DICH WARTEN/ mit dir sprechen/ Ich tanze FÜR DICH/ ICH BIN BEI DIR.

Video: Patrycja Planik
Tanz: Tomasz Bazan
 

What remains in place, in which the artist disappears? According to Stephen Hawking art is a matter which actually triggers the multi-level energies in reality and which disappears when this matter collapses to form a black hole gravitons - the place always empty and impossible to fill. WAITING FOR YOU / talking to you / I'm dancing FOR YOU / I AM WITH YOU.

Video: Patrycja Planik
Dance: Tomasz Bazan
  

Choreography a to z / Sculpture as Writing. // 04 April. Ab 18.30 Uhr  und 20.00 Uhr Foyer und im Theater


Choreography a to z ist eine performative Lesung im Rahmen des Festivals. Kirsten Palz wird zu gegebener Zeit eine verschriftlichte Choreographie vorlesen und sich an einen der Gäste oder Performer an Ort und Stelle wenden. Diese Art des Eins-zu Eins-Vorlesens wird auf und abseits der Bühne stattfinden. Diese neue Arbeit von Kirsten Palz gehört zum Archiv Sculpture as Writing, welches den architektonischen und sozialen Raum und die Zeit speichert.

Darstellerin: Kirsten Palz

Choreography a to z is conducted as a performative reading during the festival. Kirsten Palz will read - at given times - a written choreography to a participant or guest of Dock11.This one-to-one reading will take place inside and outside the stage. Choreography a to z is a new work by Kirsten Palz and belong to the archive Sculpture as Writing. Sculpture as Writing is an archive on architectural space, social space and time.

Performer: Kirsten Palz 
 


BACK STAGE. // 04. April 20.30 Uhr


Die Arbeit bewegt sich zwischen Performance und Alltag, zwischen Bühnenmensch und Zivilperson. Das Publikum ist willkommen als aktiver Partner an der Arbeit teilzunehmen. Die Choreographin ihrerseits wechselt ebenso zwischen den Rollen der Beobachterin und der Darstellerin. Dabei werden die Zuschauer zu Zeugen des inneren Konflikts der sich zwischen dem Willen zu performen, auf der Bühne zu stehen, sich zu exponieren und der Angst, die Kontrolle zu verlieren, abspielt. Fragen zur wesentlichen Notwendigkeit von Beobachtern, Aufmerksamkeit, dem sich darstellenden Ego und dem Ausdruck ergeben sich...

Choreographie und Tanz: Anat Vaadia


This work shifts between the performance and the daily, between the stage animal and the civil. In this work I would like to host the audience as an active partner. I move constantly between the spectator roll to the performer. The audience witness my inner conflict between the will to perform, to be on stage, exposing myself and the fear loosing control. Questions about the essential need for observers, attention, performing ego and expression.

Choreography and dance: Anat Vaadia
 



GRINDR STORIES. Ein Monolog // 01. April 20.30 Uhr


Grindr ist ein Projekt über Träume
Ein Jahr lang traf ich Männer
Ich tat, was sie wollten
Ich trug ihre sexuellen Fantasien
Es waren Künstler, Wissenschaftler, Ärzte, Politiker, Arbeiter
Jeder wollte etwas anderes
Jeder war anders
Nach jedem Treffen, schrieb ich für mich auf
Was sie wollten
Nun ist der Zeitpunkt um offen darüber zu reden
Nun ist Zeit für mich und über mich
 
Von und mit: Piotr Trojan
Kamera: Patrycja Planik
 
 
Grindr is a project about dreams
For a year, I met with men
I did what they wanted
I carried their sexual fantasies
They were artists, scientists, doctors, politicians,
workers
Everyone wanted something else
Each was different
After each meeting, I wrote all that for myself, saying
What they wanted
Now is the time to talk about it openly
Now is the time for me and about me


From and with: Piotr Trojan
Camera: Patrycja Planik
 



ROST. Dance and voice. // 02. April 20.30 Uhr


« das wasser ist weg.
überall rost.

als hätte jedes der dinge um dich
 einen schweif, eine kruppe
 und nüstern.
du zuckst
 sammelst die stellen ein
 wo du schon warst.
richtig frei
 fühlst du dich nur in den bergen 
liebe, vorerst geschirr.
die schiffe
 verschiebst du auf später. »



Rost entstand im Rahmen des Projekts "Bewegungsschreiber" im DOCK 11, bei dem Dichter und Tanzschaffende zusammenkamen und die traditionellen Formen diser Medien in Frage stellten, um einen neuen Dialog zwischen ihnen zu schaffen.

Performance, Text und Choreographie: Anna Nowicka und Tabea Xenia Magyar
Sound: Roy Carroll
 
Rost is a performance that was created as part of the project « Bewegungsschreiber » In DOCK 11. The project brought together poets and dance-makers, with the idea of questioning the traditional forms of each medium, and creating a new dialogue between them.

Performance, Text and Choreography: Anna Nowicka, Tabea Xenia Magyar
Sound Roy Carroll

 

 

NAKED_BLOG' -

Lublin’s councilor’s public claims, caused by the presence and exploration of naked body by the artists, resulted in myself feeling – for the very first time – threatened and stripped of my freedom, stripped of myself. In fact, we can call their words stupid and naive, we can laugh about their shameful claims and smash them and criticize them to the bone, because there were Botticelli, Michelangelo worshipping naked and eroticized bodies... let alone the Ancient artists! Is it really necessary to educate these poor and unschooled councilors about the history of art? I decided to feel sorry for them instead. In their speeches, the nakedness was infantilized, un-humanized, tagged ‘pornographic’ and bad for young Lublin citizens! Maybe we should pull their eyes out and forbid them feel their bodies, be them, make love with them and touch them then? How they can make such appeals? It is like building your own ghetto for yourself! What is good for youngsters then? Is it the ‘life march’, which was organized by Lublin Mayor and the church (from the funds that were supposed to be spend on arts), where giggling nuns were walking arm in arm with the members of pro-fascist organization, ONR? I am alarmed; I am very alarmed by what it may all lead to. I am planning to upload photos of nude bodies on this blog, in all their marvelous variety and simplicity, in order to express my (and not only mine) voice against similar actions and dangerous beginnings. I BEGIN WITH MYSELF. 

From: Patrycja Planik

  

 

Efrat Stempler   
Born in Tel Aviv, Israel. since 2004 she lives and works as a dancer, choreographer and dramaturge in Berlin. 1995 she danced in the Bat-Sheva Dance Company in Israel. After that she collaborated with different choreographers and mainly worked with the Barak Marshall Dance Company. 2001 Efrat Stempler finished her studies in theater directing at the Tel Aviv University. 2002 she joined the company of Martin Stiefermann in Oldenburg and worked with him as a dancer and as artistic co-worker on different choreographies (among others: Sportstück, Memotrip, Das Lewskow Manuskript). Efrat collaborates with Martin Stiefermann and his Berlin based company MS Schrittmacher since 12 years now. In 2006 she founded her dance company cie Efrat Stempler which concentrates on dance theater works. During the years 2006 and 2010 the company was touring with the pieces ‚shu shu‘ and '1,2,3 Sauerfisch - Reloaded‘ to varied international festivals a.o: M1 Fringe Festival in Singapour, Man.in.Fest in Cluj, Machol Shalem Festival in Israel etc. in 2012 she presented her solo Festgefahren for the dancer Brit Rodemund. Since 2008 Efrat works as a choreographer for theater in collaboration with the theater director Wojtek Klemm in Poland, Germany and Switzerland on various shows, among others: Brotladen ( Teatr Starty), Majdan Diaries (Teatr Powszechny Warschawa), Mord (Stuttgart Schauspielhaus) and Tod.Sünde.7. in Deutsches Theater in Berlin. In 2009 she founded together with Martin Stiefermann a new company ‘Less Mess’ which concentrates on interactive and installation forms of theater and dance. Efrat Works as a teacher and workshop leader and lately has led her Workshop ‚body behavior in extreme situations‘ in Centrum w Ruchu in Warsaw and in the Maat Festival in Lublin.

www.efrat-stempler.com, www.less-mess.de


Anat Vaadia

Choreographin, Tänzerin, Probendirektorin und Lehrerin für Tanz und Feldenkrais Technik. Wohnt zur Zeit in Tel Aviv. 
Sie produzierte ihr erstes Stück „Ephortsatak“ 2004 für das Festival FELD 4 im DOCK11 Berlin. Nach ihrem Studium in den Niederlanden, an der Rotterdam Dance Academy, kam sie nach Deutschland und konzipierte später gemeinsam mit Melanie Lane die beiden Performances "IDentity” und “Under”. Nach 5 Jahren freier Tätigkeit in Berlin ging sie zurück nach Israel und erarbeitete das Solo “Eshetish” für die Nationale Choreographie Biennale “Shades in Dance 2009”, im Suzanne Dellal Centre Tel Aviv. Zwischen 2008 und 2013 arbeitete sie als Tänzerin und Probenverantwortliche in der Compagnie von Yasmeen Godder. 2013 produzierte Anat “Wall Rabbits” für die internationale Tanzwoche im Machol Shalem Jerusalem. 2014 erarbeitete sie „Back stage“, welches sie im Warehouse 2 am Hafen von Jaffa in Tel Aviv performte.



 



 

 

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