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WIEDERAUFNAHME Milchstraße  
08. bis 11.03.2012 ein Tanzstück von Clébio Oliveira
 
TANZ 20.30 Uhr im DOCK 11  
  beteiligte Künstler: Clébio Oliveira, Mercedes Appugliese  

Milchstraße

Milchstraße

Milchstraße ist eine Erfahrung – eine Reise – die im Körper stattfindet und die verschiedenen Möglichkeiten des Sehens behandelt. Es geht darum, wie man mit dem Körper sehen kann und wie wichtig Bewegung als Vehikel zur Integration der Sinne ist. Sehen ist nicht einfach an die Fähigkeit des Sehsinns, eines isolierten Organs, gekoppelt, sondern ist als ein Ganzes zu sehen. Sehen mit den Ohren, mit den Händen, mit dem Gaumen, sehen mit dem Gehirn, mit dem Magen und mit der Seele.

Es ist sehr heikel und komplex, in einer vom Bild beherrschten Welt von visueller Behinderung zu sprechen. Wenn wir Menschen uns als Individuen erfahren, sollten wir dabei davon ausgehen, wie wir miteinander in Beziehung treten, wie wir interagieren und wie wir von allem, was uns umgibt, betroffen sind. Bevor wir die Welt erdenken, sollten wir sie mit den Sinnen verstehen. Doch unglücklicherweise ist die Mehrheit von uns nicht in der Lage zu verstehen, dass jede visuelle Erfahrung eine Grenze darstellt. Das Sehen unterliegt Bedingungen. Wir meinen die Dinge zu kennen, wie sie wirklich sind, doch das stimmt nicht, wir sehen alles durch den Filter unserer Erfahrungen. Wir sehen nur teilweise mit den Augen, nicht ausschließlich. Wer nicht sieht, versteht die Welt und sich selbst über die Bewegung, über den Kontakt des Körpers mit der ihn umgebenden Wirklichkeit.

[…] ein Schlager, wird zum Ansatz des stärksten Teils dieses 70-minütigen Abends. Was Oliveira da an gehobenen, geschleuderten Transporten der Partnerin eingefallen ist, sich rasant und mit organischem Körperempfinden steigert, kann sich sehen lassen.
[…] Wieder erklopft er sich Eintritt, da endlich ergeben sich nach langem Einstieg Kontakte zweier Einzelwesen. Wie er sie auf dem Rasen umherfährt, dreht, schleudert, puppenhaft aufstellt, sie dann mühsam und liebevoll auf dem Rücken trägt, abkippen lässt, ist gut erfunden. Als er sich auf dem Boden abstützt, bilden beide eine schaukelnde, zuckende Skulptur. […] Zwei Menschen, blind oder nicht, sind einander begegnet, haben Gemeinsames erlebt. Das berührt, so wie Oliveira, der sein Talent unter Beweis gestellt und in der Argentinierin Mercedes Appugliese eine ebenbürtige Partnerin gefunden hat.
(Volkmar Draeger, Neues Deutschland / Tanznetz.de, Juni 2011)

Presse:
vollständiger Artikel von Volkmar Draeger
http://www.tanznetz.de/kritiken.phtml?page=showthread&aid=196&tid=20422

Vorbericht zitty
http://www.zitty.de/blind-sieht-man-am-besten.html


Trailer:
http://vimeo.com/34368212
 

Konzept / Musik / Bühne und Choreographie: Clébio Oliveira
Kreation / Tänzer: Mercedes Appugliese und Clébio Oliveira
Kostüm Mercedes: Miri Kämpfer - Kitsch Nation
Kostüm Clébio: Loris Haas
Licht: Jerry Geiger
Photo: Máni
Produktion / Management: Roland Wolf

Tickets: 15 Euro,  ermäßigt 12 Euro

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Berliner Senats

 

Der Tänzer und Choreograph Clébio Oliveira wurde in Brasilien in Natal geboren und ist Absolvent der Centro Universitário da Cidade in Rio de Janeiro. Er tanzte von 2004 - 2008 für Deborah Colkers renommierte Tanzkompanie in Europa, Asien und Südamerika, und zu Letzt von 2008 – 2010 für die Company. Toula Limnaios. Als Choreograph kreierte er Stücke für die Tanzkompanien von Carlota Portella, Teatro Alberto Maranhao, De Anima Ballet Contemporanea, die Contemporary Dance Group der Bolshoi Tanzschule in Brasilien, sowie in Köln und für das Ballett Kiel. Im Sommer 2011 entwickelte Clébio Oliveira den Tanzabend „ognaT“ für die Companhia de Ballett de Niteroí. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2011 wurde er der Gewinner der „National Choreographic Competition“ der Hubbard Street Dance Company Chicago, dort hat er im September 2011 sein Tanzstück “The Fantastic Escape of the Little Buffalo” für dieses weltweit bekannte Ensemble kreiert. Aktuell arbeitet Clébio für das GRIPS Theater Berlin für die Uraufführung „Die besseren Wälder“.

 

Mercedes del Rosario Appugliese wurde 1979 in Mendoza, Argentinien geboren. Dort studierte sie klassischen Tanz und gehörte fünf Jahre der Ballettcompanie der Universität Nacional von Cuyo an. Mit einem Stipendium der Stiftung Julio Bocca und der Stiftung Antorcha ging sie nach Buenos Aires, um klassischen und zeitgenössischen Tanz sowie Tango Argentino zu studieren. Sie war Gasttänzerin bei der Companie Ballet Argentino von Julio Bocca und arbeitete fünf Jahre für Ana Maria Stekelman als Tänzerin der Companie Tangokinesis. Ihr Engagement führte sie unter anderem auf Festivals in die USA, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Italien, Frankreich, Griechenland und Deutschland. Mercedes Appugliese arbeitete von 2007 bis Ende 2010 als Tänzerin der Companie Toula Limnaios. Seit 2011 ist sie als selbständige Tänzerin tätig. So arbeitete sie zuletzt als Gasttänzerin in der Produktion „milk & bread / rice & water“ der Berliner Companie Rubato.



 

 

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