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PREMIERE All Hail Bizango  
20. bis 21.11.2010 Performance Artists Play Music von und mit Jörn J. Burmester, Janine Eisenächer, Henrik Vestergaard Friis, Joy Harder, Stuart Lynch, Otmar Wagner
 
PERFORMANCE 20.30 Uhr im DOCK 11  

All Hail Bizango

All Hail Bizango

 

Performer Stammtisch präsentiert:

 

Sechs Performancekünstler, vier Sound-Universen, ein Konzert. Die Solisten Otmar Wagner (Wien) und Stuart Lynch (Kopenhagen) treffen die Duos Das Prinzip (Henrik Vestergaard Friis, Kopenhagen, Jörn J. Burmester, Berlin) und Eisenaecher/Harder CLAIMS (Joy Harder, Janine Eisenächer, Berlin).
Aus unterschiedlichsten Praxen und Gründen sind die Performer zum Musik-Machen gekommen, unterschiedlich sind ihre Techniken und Mittel. Sie reichen von der ethnologisch inspirierten Neu-Interpretation archaischer Rituale über die Umnutzung komplexer Hightech-Komponenten zur Obszönität der Keyboard-Presets. Die Neugier auf die Töne der anderen bringt sie zusammen. Wie defekte Raumschiffe landen ihre selbst gebastelten Soundstationen in der Halle des Dock 11. Dort packen sie die Trümmer ihres ästhetischen Gepäcks aus. Vier Positionen stellen sich in den Raum. Strategien kollidieren, Angebote zur gemeinsamen Klangerzeugung werden gemacht. Sie schieben ihre Teile zusammen, um zu hören, wie es zusammen klingt, und um das Fremde zu erkunden, das die unerhörten Klänge freisetzen.

# Von und mit: Jörn J. Burmester, Janine Eisenächer, Henrik Vestergaard Friis, Joy Harder, Stuart Lynch, Otmar Wagner
# Foto: Otmar Wagner


Eisenaecher/Harder CLAIMS
Waiting For Cargo #10. We can only be present to the hearing world

Das Berliner Performance-Duo Eisenächer/Harder CLAIMS (Janine Eisenächer, geb. 1983, und Joy Harder, geb. 1981) entwickelt Performances aus der Recherche ethnologischer Phänomene und kultureller Konzepte von Aneignung und Transformation. Waiting For Cargo ist der Titel einer Serie von Performances und Interaktionen und bezeichnet zugleich einen Pool von Performanceobjekten, Textmaterialien und künstlerischen Aktionen, den sie seit 2006 ständig weiterentwickeln. Waiting For Cargo #10. We can only be present to the hearing world geht vom brasilianischen Konzept der Antropofagia (Kannibalismus) aus und konzentriert sich auf Vorgänge körperlicher Einverleibung, auf körpergenerierte Sounds und soundgenerierte Körper.

www.eatwork.de

Joy Harder, geboren 1981 in Hamburg, arbeitet seit 2006 als freischaffende Künstlerin und Performerin in Kontexten interdisziplinärer Forschungsprojekte und an thematisch-konzeptuellen Serien. Harder studierte Publizistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Theatre Design an der University of Glasgow. Ihr Interesse gilt momentan dem TIER in der Kunst und Vorgängen der Reanimation.

Janine Eisenächer, geb. 1983 in Strassfurt, studiert Theaterwissenschaften und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie entwickelt Performances, Ausstellungen und Interventionen. In ihrer Soloarbeit interessiert sie sich derzeit für imaginäre Reisen, Gender und ökonomische Strukturen. Eisenächer ist Kuratorin des Performer Stammtisch in Berlin und als Tutorin des Berliner Kunstverein Flutgraben e.V.


Das Prinzip: Instant Incantations

Das Prinzip wurde 2009 von Jörn J. Burmester (Stimme) und Henrik Vestergaard Friis (Sounds) gegründet. Sie spielten bisher in Berlin im HAU und in der Bar 25, im Warehouse 9, Kopenhagen. Das Prinzip spielt immer live und will nie ein Album veröffentlichen. Die komplexen konzeptionellen Performances der Gruppe überschreiten sämtliche Genregrenzen. Kenner wollen Elemente von Dark Metal, Disco und Weird Folk heraus hören. Burmester und Friis planen, spätestens nächsten Dienstag berühmt zu werden.

www.myspace.com/dasprinzipdasprinzip

Jörn J. Burmester, geb. 1962, lebt als Performancekünstler, Kurator und Dramaturg in Berlin. Nach Anfängen im Freien Theater der 1980er Jahre und einem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen und New York entwickelt er seit 2000 Solo- und Gruppenperformances. Er kuratiert und organisiert Performanceveranstaltungen und Symposien, unter anderem als Gründungsmitglied und Kurator des Performer Stammtisch, eines Netzwerks für Performancekunst und Live Art in Berlin (www.performerstammtisch.de).

Henrik Vestergaard Friis, geb. 1971 in Aalborg/Dänemark, studierte Theaterwissenschaft in Kopenhagen und Berlin. Er arbeitete mit Kanonhallen und Erik Pold in Dänemark, mit Balteatret and Verk Production in Norwegen. 1999 bis 2009 lebte er in Berlin. 2001 gründete er sein Label Zarathustra‘s Onkel, dessen Produktionen We come in Peace und Gerüstbauficken international tourten. Zarathustra‘s Onkels vorerst letzte Produktion, Das Kanonprojekt, zeigte er u.a. 2009 im HAU in Berlin. Henrik ist der Herausgeber von zwei Anthologien, hat zahlreiche Artikel geschrieben und arbeitet als Kurator.


Otmar Wagner: Abfall

Otmar Wagners Konzert- Performances bestehen aus einem Patchwork politischer, soziologischer, philosophischer Texte, Themen und utopischer Kartographien, die er in Songs und Soundscapes exorziert. Für All Hail Bizango entwickelt er, unter weitgehendem Verzicht auf multimedialen Aktionismus, einfache Songs mit einfachen Instrumentarien, Abfallprodukte seiner Beschäftigung mit Philosophie, Pop und Politik, formalästhetisch angelagert zwischen Hans Dieter Hüsch und Hansi Hinterseer, inhaltlich zwischen Heidegger und Cargo-Kult.

Otmar Wagner, geb. 1966, betreibt Utopie- und Sehnsuchtsforschung. Daneben arbeitet er als Performer, Bühnenbildner, Regisseur und Bildender Künstler. Zahlreiche Kollaborationen (z.B. Wagner-Feigl-Forschung/Festspiele mit Florian Feigl, mit den Gruppen 'norton.commander. productions' und 'toxic dreams'), sowie zahlreiche Produktionen und Gastspiele (z.B. Kampnagel Hamburg, Black Box Theatre Oslo, Mousonturm Frankfurt, WUK Wien, FFT Düsseldorf, Schlachthof Bern, perfectperformance Stockholm, Tanzbiennale Venedig, Stuk Leuven u.a.). Derzeit lebt Otmar Wagner in Wien und Ulan Bator.

Stuart Lynch

Regisseur und Performancekünstler, lebt in Kopenhagen. Seine LYNCH COMPANY wird vom Danish Arts Council „Kunststyrelsen“ gefördert und in Dänemark von Paw Petersen produziert. International vertritt ihn die spanische Agentur DAVID BERGA MANAGEMENT.

 

 

 



 

 

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