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PREMIERE DEEPER F - ein kollektives Festival  
04. bis 14.04.2019 prsentiert von Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnr, Zsfia Tamara Vadas und Imre Vass
 
FESTIVAL 19.00 Uhr im DOCK 11  

DEEPER F - ein kollektives Festival

DEEPER F - ein kollektives Festival

Vorstellungen im DOCK 11

04., 05., 07., sowie 12., 13. und 14. April 2019, jeweils um 19 Uhr

DOCK 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Ticketreservierungen: 030-35120312, ticket@dock11-berlin.de 

 

04. und 05. April 2019, jeweils 19 Uhr

Tickets: 10.- Euro

DEEPER / Berlin Episode 2
 

DEEPER handelt von stetiger Bewegung, lässt sich auf ein Verstehen, eine Erfahrung des Anderen ein, eine Erkundung, die kein Ende nimmt, ein unerschöpflicher Prozess. Die Tänzer- und Choreographen*innen Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas und Imre Vass kennen einander schon lange. Mit DEEPER schaffen sie zum ersten Mal eine kollektive Arbeit. DEEPER erforscht Interaktion über Berührung. Schicht um Schicht, von Haut zu Haut, Leder zu Leder, Mensch zu Mensch und Paar zu Paar; als Gruppe erforschen sie die Beschaffenheit der Nähe von sozialen, physischen, emotionalen Körpern. Wie kann man berühren ohne zu berühren? Wie kann man nah sein, ohne zu nah zu kommen? Wie kann man in einer Beziehung sein, die vertrauensvoll und intim ist, jedoch genug Raum schafft für die Freiheit der Interaktion? Berührung hat eine eigene Sprache, sie fordert unsere Zeit und fügt sich nicht leicht. Berührung lehrt uns tiefer in das Objekt der Erforschung einzudringen, frei von der Herrschaft des Denkens und Sehens. Sie ist direkt und spezifisch aber fürsorglich und zart. Berührung geht über das Physische hinaus, sie ist ein Weg in das Unbekannte, in das, was sich nicht in Worte fassen lässt.


Von und mit: Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Musik: Bálint Szabó
Bühne und Kostüm: Márton Emil Tóth, Marcio Kerber, Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Licht: Kata Dézsi

Koproduktion: Katlan Csoport
Unterstützt durch: NKA, Emmi, Sín Culture Centre, Workshop Foundation, Art Quarter Budapest, Új előadóművészeti Alapítvány
Koproduktionspartner: Trafó House of Contemporary Arts

Video link  https://vimeo.com/268332976



DEEPER is about constant movement, sinking into the understanding and experiencing of the other. There is no end to this exploration, it is an inexhaustible process. Dancers-choreographers Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas and Imre Vass have known each other for a long time but this will be their first collective work. DEEPER explores interaction through the sense of touch. Layer to layer, skin to skin, leather to leather, human to human, couple to couple; as a group they investigate the nature of proximity of social, physical, emotional bodies. How can one touch without touching? How can one be close without being too close? How can one be in a relationship that is trusting and intimate, but which provides enough space to maintain the freedom of interaction? Touch has its own language, it demands our time, and it doesn’t give in easily. It teaches us how to go deeper into the object of exploration, free from the domination of thought and sight. It is direct and specific, but caring and tender. Touch transcends physical layers, it is a passage into the unknown, into the unspeakable.
 

Makers / Performers: Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Music: Bálint Szabó
Set and Costume: Márton Emil Tóth, Marcio Kerber
Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Light: Kata Dézsi
Co-producer: Katlan Csoport
Supprters: NKA, Emmi, Sín Culture Centre, Workshop Foundation, Art Quarter Budapest, Új előadóművészeti Alapítvány Co-production partner: Trafó House of Contemporary Arts

Special thanks: Judit Hatfaludi, Márton Emil Tóth, Venilda Kerber Canabarro
Photo@ Csaba Molnár

Video link  https://vimeo.com/268332976

 

 

07. April 2019 um 19 Uhr

Tickets: 10.- Euro

 

TROPICAL ESCAPE
eine Performance von und mit Csaba Molnár und Márcio K. Canabarro


Das Stück ist die erste Zusammenarbeit zwischen Csaba Molnár und Márcio K. Canabarro. Es wurde 2016 in Ungarn mit dem Laban Preis für Choreographie als beste Performance der Spielzeit und 2018 in Dänemark mit dem Critic Award als beste Gastperformance der Spielzeit ausgezeichnet. Tropical Escape kreist thematisch um die Politik der Fantasie, die Arbeit des Vergnügens, um das Exotische als Fetisch und die Ökonomie des Obszönen: Eskapismus als eine Form des Widerstands.

 

Die Politik der Fantasie: Die Performer untersuchen das Bewusstsein für kulturelle Tropen und die Semiotik unserer Fantasie sowie die Möglichkeit durch Bewegung / Tanz eine politische Demonstration dieser Referenzen darzustellen z.B. erste Überlegungen zu masturbatorischen Fantasien, ihrem Kontext und ihren Implikationen; Untersuchung dessen, was als "gut" und "angenehm" empfunden wird; Biopolitik.


Der Arbeit des Vergnügens entsteht aus dem Handwerk des Paradies-Erschaffens – aus der Fähigkeit überschwängliche, lebendige Bilder zu erschaffen. Es ist eine physische Arbeit, die an der Stimulation von Vergnügen wirkt, z.B. sexueller Verkehr, Stoffwechsel, hormonelle Befreiung, Verführung, Rhythmus, Drag-Queens; oder auch die wechselseitige Dynamik zwischen hart arbeiten und ein guter Mensch sein.


Das Exotische als Fetisch dreht sich um die Sexualisierung des Exotischen, der Rasse, des tropischen "Verhaltens", des Anderen. Die Anthropomorphisierung der Natur oder natürlicher Phänomene wie des Wetters in Äquivalenz zu Göttern, mythologischen Bildern und Lebenszyklen spielt eine Rolle, ebenso wie Geburt, Fruchtbarkeit, Reproduktion, Tod, Geschichtenerzählen, Reality-Shows, das Melodrama und das Erschaffen von Ikonen.


Die Ökonomie des Obszönen: Begierde wird zu Kapital – immaterielle, virtuelle Sinneserfahrungen zu wertvollen Gütern. Nicht öffentliches Material wird ausgetauscht; Pornographie, Prostitution, Promiskuität, Kabarett und andere Begebenheiten, die in einem privaten Kontext ohne Regulierung durch den Staat stattfinden. Die Kommerzialisierung und Konstruktion von Geschlecht und Gender sowie die Fiktion von der binären Sexualität stehen im Kontrast zu den sprechenden Körpern. Der Drogenmarkt, Utopien und verbotene "Bereiche" entwickeln sich.


Eskapismus als alternativer Widerstand: Aus dem Willen, die Normalität (weiß - heterosexuell - monogam - neoliberal und normativ) zu überstehen werden neue Erfahrungen generiert. Humor dient als Refugium und Mittel, um soziale und kulturelle Informationen zu verarbeiten und auf satirische Weise einen Dialog zu provozieren.


Von und mit: Csaba Molnár, Márcio K. Canabarro
Fotos: Tom O´Doherty
Dank an: Artus Stúdió, SÍN Kulturális Központ, Új Előadóművészeti Alapítvány, Cuhorka Emese, Garai Julia, Mervel Miklós and Fülöp László

 

Tropical Escape is the first collaboration between Csaba Molnár and Márcio K. Canabarro. In 2016 the piece was awarded The Laban Prize of Choreography in Hungary as the best performance of the season and the 2018 Critic Award for best guest performance of the season in Copenhagen Denmark.
The piece has its head wrapped around politics of fantasy, the labour of pleasure, the exotic as fetish, the economy of the obscene. Escapism as form of resistance. The politics of fantasy: the awareness of the cultural tropes and semiotics of our fantasies, the articulation of movement (dance) as a political manifestation of this references. E.g.: reflection on first masturbatory fantasies, context and implications, reflection on what is understood as 'good' or 'pleasant'. Biopolitics. The labour of pleasure: connects with craft in creating paradises, exuberant, vivid imagery - the physical work involved in the stimulation of pleasure, e.g.: sexual intercourse, metabolism, hormonal liberation. Or the working hard / being good - reward dynamic. Seduction. Rhythm. Drag-queens. The exotic as fetish: the sexualisation of the exotic, race, the tropical "behaviour", the otherness, the anthropomorphism of nature, or natural phenomena, e.g.: weather and its equivalence to gods and mythological imaginary and life cycles: birth, reproduction, fecundity, death, story-telling. Reality show, melodrama. Creation of icons. The economy of the obscene: Relating desire with capital; non-tangible, virtual, sensorial experiences and values as goods. The exchange of "non-public" material. Pornography, prostitution, promiscuity, cabaret and other events that are established in the context of privacy, not regulated by the state. The commercialization and construction of sex and gender, the fiction of binary sexuality versus the concept of speaking bodies. The drug-market. Development of utopias and forbidden / vulgar areas. Escapism as alternative of resistance: configuring other experiences and the need to survive normality (white-straight-monogamic-neoliberal-normative) and humour as refuge and method of processing and satirising cultural / social information to generate dialogue and knowledge.

Created and Performed by: Csaba Molnár and Marcio Kerber Canabarro.
Thanks to: Artus Stúdió, SÍN Kulturális Központ, Új Előadóművészeti Alapítvány, Cuhorka Emese, Garai Julia, Mervel Miklós and Fülöp László
Fotos: Tom O´Doherty

 

12., 13. und 14. April 2019 , jeweils um 19 Uhr

Tickets: 5 Euro ein Abend, 12.- Euro 3 Abende

SMESH THE ORANGE
An evening of experiments with a taste of Budapest


Jeder Abend ist eine Aufforderung einige unserer neuen Experimente zu teilen. Jede Idee bejahend bringen wir uns dabei selbst in eine gefährliche Lage.


Wir befinden uns in einer stetigen Neu-Verhandlung unserer Interdependenz – letztendlich existieren wir doch für einander, als Spezies sind wir weder allein noch autark. Deeper Foundation Collective begann als Suche nach Alternativen, als gegenseitige Unterstützung in unserer Arbeit, Entwicklung und Umgebung und entwickelte sich zu einer kontinuierlichen Untersuchung dazu, wie wir unsere große Gemeinschaft durch spontane Zuneigung und unsere Fähigkeit zur Fürsorge erschaffen, beeinflussen und transformieren können.
Unsere Arbeiten sind wandelbar und anpassungsfähig. Indem wir wahrnehmen, wie sie mit den Rhythmen ihrer Umgebung interagieren, beachten wir all die Information, die jene Situationen, in denen wir arbeiten und leben enthalten. Dadurch kommt eine Dramaturgie dessen, „was-schon-ist“ zum Vorschein, ein Dialog zwischen dem Projektvorschlag, dem Ort und den Zuschauenden. Die Art der Begegnung mit einem Ort, unser Handeln in einer Situation, dienen als Quelle dessen, was entsteht. Neue Nuancen unseres Kunstschaffens- und Vermittelns werden bemerk- und verstehbar. Es tun sich neue Verbindungen zwischen Koexistenz und Kontext auf; Anhaltspunkte für die Zukunft des Schaffens in unserer Gemeinschaft.
 

Von und mit: Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Photo@ Csaba Molnár

 

Every evening , a call to share some of our new experiments. We put ourselves on the spot, saying yes to every idea.
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We are in constant negotiation with our interdependence. After all we exist for one another, as a specie we aren’t alone, and aren’t self sufficient. Deeper Foundation Collective is form by Tamara Zsófia Vadas, Imre Vass, Csaba Mólnar and Márcio K. Canabarro. The Collective started as a search for alternatives to support each others work, development and environment. Becoming a continuous investigation on how we build, influence and transform our large community through the chain of our immediate affections and our ability to care.As practice we allow our works to be mutable/ adaptable, by listening to how it interact with the rhythms of its surroundings; we take in consideration all the information contained in the frames where we and the work inhabit. As a result, an innate dramaturgy of what-is-alreadythere emerges, a dialog between the proposal, the location and the audience we encounter. With this allowance, timings and events can be easily sourced through “how” we meet and behave in a specific place and situation. Giving us a chance to understand and acknowledge new nuances on our art making and art transmission. Providing new links between coexistence and present context; suggesting cues of how the future of creation in community can be.

 

Created and Performed by: Marcio Kerber Canabarro, Csaba Molnár, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass
Photo@ Csaba Molnár


 

 



 

 

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