HOME
zum Spielplan         
PREMIERE WEGEHEN  
14. bis 17.03.2018 Performance & Lecture von KARIN WAEHNER (1926-1999) – Eigensinnig in Zwischenräumen. Ein TANZFONDS ERBE Projekt
 
PERFORMANCE/LECTURE 19.00 Uhr im DOCK 11  

WEGEHEN

WEGEHEN

WEGEHEN - eine Performance&Lecture über Karin Waehner
von Bruno Genty in Kollaboration mit Annette Lopez Leal, Michael Gross, Jean Masse

aus dem Projekt
KARIN WAEHNER (1926-1999) Eigensinnig in Zwischenräumen. Ein TANZFONDS ERBE Projekt von Heide Lazarus


Premiere: 14. März 2018 um 19 Uhr | Einführung 18 Uhr

weitere Vorstellungen: 15. und 17. März 2018, jeweils um 19 Uhr

 - Alle Termine zum Projekt - siehe unten - 

DOCK11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Ticketreservierungen: laz_dd@web.de
 

Preise pro Abend: 15 EUR / erm. 12 EUR (bei Voranmeldung)
Bis 21. Januar 2018: 10 EUR 
In Verbindung mit dem gtf-Workshop-Festival:
Anmeldung bis 21.1.18: 7,50 EUR / danach 10 EUR

 

KARIN WAEHNER (1926-1999) – Eigensinnig in Zwischenräumen. Ein TANZFONDS ERBE Projekt mit WEGEHEN, celui sans nom-Rekreation 2018 und einem umfangreichen Rahmenprogramm verbindet Vergangenheit und Gegenwart Karin Waehners im Tanzen, Choreografieren und Lehren zwischen Generationen und Erfahrungen. Die Ergebnisse des Projektes werden im März 2018 im DOCK 11 und im Frühjahr 2018 im Rahmen der TANZWOCHE in Dresden präsentiert.

Während Karin Waehner in Frankreich als eine der Wegbereiterinnen des modernen und zeitgenössischen Tanzes gilt, sind ihr Name und ihr Werk in Deutschland eher unbekannt. Das könnte sich nach dem Projekt ändern.

WEGEHEN ... 3 Tänzer, 3 Generationen, 3 Erfahrungen, 3 Interpretationen ... Ein Wandel in die Zukunft mit Bruno Genty (ehemaliger Tänzer und Assistent von Karin Waehner), Annette Lopez Leal (ehem. Tänzerin Rui Horta), Michael Gross (Absolvent der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz). Special Guests sind der Choreograf, Tänzer und künstlerische Nachlassverwalter von Karin Waehner, Jean Masse sowie der Pianist und Improvisator Peter Jarchow.

In der Performance WEGEHEN werden mittels Sequenzen aus verschiedenen Choreografien einzelne Arbeitsprinzipien von Karin Waehner und ihre Relevanz heute zur Diskussion gestellt. Es geht um menschliche Situationen. Die Bezüge sind für jeden verschieden, die Bewegungen ähnlich. Die choreografischen Auszüge erinnern an einen Spruch von Mary Wigman, der auch das tänzerische, choreografische und pädagogische Credo ihrer Schülerin Karin Waehner erfasst:
„…the simplest, the most difficult, the most beautiful step – the walk. You must work on it all your life.“ (Mary Wigman, 1952)

Bruno Genty lehnt es ab, "ein Modell" zu sein oder Kopien zu vermitteln. Annette Lopez Leal und Michael Gross finden ihre eigenen Bilder und Sichtbarkeiten. Unterschiede werden nicht durch die Diktatur einer perfekten Synchronisation ausgemerzt - weder für die Tänzer noch für das Publikum; weder in der Kreation noch in der Rekonstruktion. Deshalb wird im Projekt auch nicht von einer Rekonstruktion, sondern von einer Rekreation gesprochen. Das ist das Credo der drei Performer im Projekt KARIN WAEHNER (1926-1999) – Eigensinnig in Zwischenräumen. Ein TANZFONDS ERBE Projekt zum Thema Tanzerbe, Weitergabe und Aktualisierung.

Den Ausgangspunkt für WEGEHEN bietet ein Solo für Bruno Genty. Es ist eines der letzten Stücke Karin Waehners. Der Arbeitstitel vor 1989 hieß derrière le mur (dt.: Hinter der Mauer). Zur Premiere 1990 hieß das Stück celui sans nom (dt.: Namenlos). Es wurde in einem speziell definierten Probenprozess weitergegeben und wird als Trio wiederaufgeführt.

Der Choreograf und Tanzpädagoge Bruno Genty beherrscht mit feinem Humor die zeitgenössische Grenze zwischen physischer Aktion und mentaler Interpretation im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Narration. Genty wurde in Frankreich zur Zeit von Maurice Bejart und Pinok et Matho ausgebildet. Durch seine Mentorin Karin Waehner bezieht er sich zudem stark auf die Arbeitsweise von Mary Wigman und José Limón.
Bruno Genty wird von Annette Lopez Leal unterstützt, mit der ihn eine von José Limón sowie physischer Dynamik und analytischer Musikalität inspirierte Arbeitsweise verbindet.

Das Ausgangsstück zu CELUI SANS NOM-REKREATION 2018:
CELUI SANS NOM
(dt.: Namenlos), Solo

Choreografie: Karin Waehner
Idee, Tanz: Bruno Genty
Musik: Thierry Estival
Uraufführung : 1990, Théâtre Boris Vian (F)

CELUI SANS NOM
Auf dem Alexanderplatz in Berlin im Jahr 1986,
es war der Vorabend der Feier der Oktoberrevolution.
Karin und ich saßen auf einer Bank mit Blick auf das Haus, in dem eine ihrer Freundinnen wohnte, die sie besuchen wollte.
Wir warteten auf das Signal: Es sollte sich das Licht in ihrem Wohnzimmer drehen.
Wir warteten.
Fußgänger passierten.
Sie gingen wie Automaten, den Blick auf den Boden gerichtet.
Sie gingen leise und trugen ihre Plastiktaschen.
Sie wollten nichts zeigen, nichts anschauen.
Sie hatten sogar den Wunsch, allein in der Menge zu sein - eine Hoffnung.
4 Jahre später bestellte ich bei Karin ein Solo …
… und es kam alles
und alles war wieder da
auf dem Alexanderplatz am 6. Oktober 1986
(Bruno Genty, 1990)


WEGEHEN
Konzeption | Choreografie | Regie | Tanz: Bruno Genty
In Kollaboration mit den Tänzern: Annette Lopez Leal, Michael Gross
Musik: Thierry Estival, Eric Satie, N.N.
Dauer: 60 Minuten
Mit
Sequenz aus l'EXODE (1986 von Karin Waehner)
Zitate aus LES MARCHES (dt.: Die Stufen, 1980 von Karin Waehner)
Und
CELUI SANS NOM – REKREATION 2018
Einstudierung : Bruno Genty, Annette Lopez Leal
Musik: Thierry Estival (1990)
 

KARIN WAEHNER (1926-1999) – EIGENSINNIG IN ZWISCHENRÄUMEN. EIN TANZFONDS ERBE PROJEKT
Idee / Dramaturgie / Organisation: Heide Lazarus
Rekonstruktion / Regie / Choreografie / Bühne / Tanz: Bruno Genty
Tanz / choreografische Assistenz: Annette Lopez Leal
Tanz / choreografische Mitarbeit: Michael Gross
Fotografie / Dokumentation: Solaja Rechlin, Kamil Mrozowski
Öffentlichkeitsarbeit: DOCK 11, Gesellschaft für Tanzforschung (gtf), Heide Lazarus
Grafik: Kirsten Seeligmüller
Assistenz / Organisation: Katja Karouaschan
Technik: Asier Solana
Finanzen: Anja Vogel

Wissenschaftliche Beratung: Dr. Josephine Fenger (D), Dr. Laure Guilbert (F), Dr. Claudia Fleischle-Braun (D)

Gefördert von TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes

Partner:
Kooperation: DOCK 11
Probenort: Institute of Dance Arts (IDA) der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz
Historisches Material: Association Karin Waehner – Les Cahiers de l'Oiseau
Gastspiel: TANZWOCHE Dresden 2018, 26.+27. April 2018

Unterstützt von: Archiv der Akademie der Künste, Berlin; Compagnie Epiphane/Jean Masse; Gesellschaft für Tanzforschung (gtf); Centre Lafaurie Monbadon; „Karin Waehner, une artiste migrante. Archive, patrimoine et histoire transculturelle de la danse“ Forschungsprojekt der Universität Paris 8.
 



ALLE TERMINE:

 

Montag, 12. März 2018
vorauss. 17:00 Uhr Outdoor - Performance auf dem Alexanderplatz
anlässlich des 92. Geburtstags von Karin Waehner 

Mittwoch, 14. März 2018
18:00 – 18:45 Uhr Einführung | 19 Uhr „WEGEHEN“ (Premiere) | 20:30 Uhr Publikumsgespräch

Donnerstag, 15. März 2018
18:00 – 18:45 Uhr Einführung | 19 Uhr „WEGEHEN“ |
20:30 Uhr Podiumsdiskussion „Kunst Migration Heimat“ (Teil 1):
Geteilte Nachlässe in Europa – Die Dokumente Karin Waehners zwischen Deutschland und Frankreich als Beispiele einer internationalen Künstlerpersönlichkeit in Kooperation mit dem Archiv der Akademie der Künste, Berlin mit Stephan Dörschel (Archiv der Akademie der Künste, Berlin), Dr. Josephine Fenger (Tanzwissenschaftlerin, Kennerin des Nachlasses), Jean Masse (Nachlassverwalter von Karin Waehner).

Freitag – Sonntag, 16. – 18. März 2018 Kooperationsprojekt | gtf WORKSHOP-FESTIVAL
„Transnationale Konzepte im modernen Tanz”
im DOCK 11 Saal 3 und Theater, www.gtf-tanzforschung.de 
Das Workshop-Festival widmet sich den Migrationsbewegungen von TanzkünstlerInnen in Europa im Übergang zwischen der ersten und zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen die „Grenzgänger“ und „Brückenbauer“ zwischen „alten“ und „neuen“ Konzepten der Bühnenkunst und den Methoden der Tanzvermittlung. Mehr Infos >>

Freitag, 16. März 2018
20:30 Uhr Podiumsdiskussion "Kunst Migration Heimat" (Teil 2):
Moderner Tanz in den transkulturellen Räumen des 20. Jahrhunderts mit den Tanzwissenschaftlern Dr. Laure Guilbert (F), Dr. Josephine Fenger (D) und weiteren Gästen.

Samstag, 17. März 2018
18:00 – 18:45 Uhr Vortrag von Dr. Josephine Fenger (Tanzwissenschaftlerin und Editorin):
„Karin W..….er? Die Tanzvermittlerin / La passeuse de danse“ Eine biografische Einführung mit Textpassagen aus Briefen von Karin Waehner und Mary Wigman.

19 Uhr „WEGEHEN“
20:30 Uhr Podiumsdiskussion „Geschichte(n) erben?“
Wie haben wir gearbeitet / was ist entstanden? – Eine Diskussion über die Möglichkeiten von Rekonstruktionen und Performances&Lectures sowie über die Erinnerungsarbeit im Weitergeben mit den Projektbeteiligten Bruno Genty (F), Annette Lopez Leal (D/A), Michael Gross (D), Karin Hermes (CH), Doris-Buche-Reisinger (D/F), Eva Lajko (D/A), Kirsten Seeligmüller (D).

Information: www.tanzfonds.de/projekt/dokumentation-2017/karin-waehner-1926-1999-eigensinnig-in-zwischenraeumen/

  

 

      

 

 

 

 



 

 

VERANSTALTUNGEN


-----------------------------------------------------------

 

TICKETRESERVIERUNGEN

ticket@dock11-berlin.de


oder telefonisch tägl 10-18 Uhr
unter 030-35120312

-----------------------------------------------------------

DOCK 11 Theater

>>Spielplan_0102_18.PDF<<

-----------------------------------------------------------
Bewerbungen / Application
für Stücke/Performances im DOCK 11 Theater 
for performances at DOCK 11 theater

Bitte füllen Sie folgendes Formular dafür aus.
Please use the following form.


http://www.dock11-berlin.de/request.php

-----------------------------------------------------------

DOCK 11 / EDEN***** ist Partner der tanzcard.
Inhaber der tanzcard erhalten 20% Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis zu Tanzveranstaltungen.
Mehr Informationen zur tanzcard unter: www.tanzraumberlin.de

-----------------------------------------------------------

DOCK 11 / EDEN***** ist Partner von

ASK HELMUT