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WIEDERAUFNAHME SimulacrumX (PART II)  
23. bis 25.06.2017 ein Tanzstück von Ruben Reniers
 
TANZ 19.00 Uhr im DOCK 11  

SimulacrumX (PART II)

SimulacrumX (PART II)

 Vorstellungen im DOCK 11


Vorstellungen: 23., 24. und 25. Juni 2017, jeweils um 19.00 Uhr


DOCK 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Ticketreservierungen: 030-35120312, ticket@dock11-berlin.de

Tickets: 14.- Euro / 10.- Euro erm. 
 
In dieser interdisziplinären Performance gehen Tanz, Sprache, Videoprojektionen und Livemusik eine spannungsreiche Synthese ein, wobei die Simulationstheorie von Jean Baudrillard als thematische Basis dient.

Zu Beginn wird der Rezipient in eine geheimnisvolle Szenerie entführt, in welcher die Performer nur schemenhaft zu erkennen sind. Ihre Körper werden zu
Projektionsflächen, und sie selbst scheinen in einen wortlosen Dialog mit den, auf den Boden projizierten, mysteriösen Teilchen vertieft. Aus der Dunkelheit erwächst schließlich eine Figur, die zwischen dem eigenen Ich und der Rolle, mit der sie sich identifiziert, nicht mehr differenzieren kann. Was ist echt und was nicht? Ist alles echt, was sich so anfühlt, oder sind wir so vollständig programmiert, dass auch die eigenen Gefühle nicht mehr authentisch sind?

In der zunächst stringent organisierten Choreographie wirken die vier Performer wie fremdgesteuert. Ihr Agieren erscheint immer nur wie eine Reproduktion erlernter Muster und bekannter Stereotypen. Nach und nach beginnen sie jedoch, an ihrem Tun zu zweifeln, sich immer mehr von dem rigiden Regime der
Bewegungsmuster lösen zu wollen, und schließlich aus der ihnen oktroyierten Ordnung ganz auszubrechen.

In einem intimen Duett am Ende der Performance finden die beiden Tänzer,
Ruben Reniers und Rebecca Jefferson, durch zunächst zaghafte Berührungen letztlich einen Ausweg aus der Misere der oberflächlichen Scheinwelt – ein Ausweg, der uns nach Meinung Baudrillards verwehrt bleibt. In endlosen Berührungen, die Glieder ineinander verflochten, suchen sie am Anderen die Bestätigung ihrer Realität. Nach und nach wird dem Zuschauer das Bild der symbiotischen Körper beinah unmerklich durch das schwindende Licht entzogen. Nur noch ihr Atmen ist in der, von den Simulacren befreiten Dunkelheit zu vernehmen.

Trailer: https://vimeo.com/198184851


Choreographie: Ruben Reniers
Co-Choreografie / Tanz: Rebecca Jefferson & Ruben Reniers
Texte / Performance: Paula Dombrowski
Live Musik / Komposition: Evelyn Saylor
Video / Photo: Philine Sollmann
Kostüm: Karin Rosemann
Dramaturgie / Produktionsleitung: Nicole Kohlmann
Grafikdesign: Studio Workshop
Foto: Daniel Nartschick

Gefördert vom Bezirksamt Berlin Pankow

 

 

In this interdisciplinary project using dance, spoken word, video and live music, Jean Baudrillard simulation and synthesis theories act as a thematic base.

As the piece opens the recipient finds oneself absorbed into a rapid, mysterious scenery where the four performers can only be recognized by their silhouettes. Their bodies become projection surfaces while the individuals themselves appear engrossed in an inaudible dialogue with arcane particles projected on the floor. Later, a single figure rises from the darkness, unable to differentiate between herself and the character she acts out and identifies with as herself. What is real, what is not? Is everything real, that feels real or are we pre-programmed so
perfectly, that even our own feelings lack authenticity?

In the initially stringent mode of the choreography, the performers appear to be remote-controlled. Their operations come across like reproductions of learned and internalised patterns of common stereotypes. But after a while they
gradually seem to start realising the disconnection with their movements,
doubting their own actions and increasingly try to break away from the rigid
regime of fixed movement sequences until finally, they manage to free t
hemselves of the imposed order. The piece closes with an intimate duet in which the two dancers, Rebecca Jefferson and Ruben Reniers, search for and find a way out of the apparent misery of the superficial world of make-believe.
Their movements start delicate and tender – discovering each others skin,
yielding the primacy of the visual sense and rediscovering the truth inside the intuitive sense of touch. In almost infinite contingencies, the limbs constantly
interwoven, they are searching for the proof of the truth in each other. Bit by bit the imperceptibly fading light steals the image of their symbiotic body from the gaze of the viewer. Only their breath remains detectable as the recipient is left behind in the dark: with a glimmer of hope, that all is not lost.

Concept & Choreography: Ruben Reniers
Dance: Rebecca Jefferson & Ruben Reniers
Text & Performance: Paula Dombrowski
Live Music & Composition: Evelyn Saylor
Video & Photo: Philine Sollmann
Costume: Karin Rosemann


 

Ruben Reniers (Choreographie, Künstlericher Leiter)
geboren in Indonesien (Jakarta) aufgewachsen in den Niederlanden, Tanzausbildung beim CODARTS. Tanzt seit 1999 zunächst mit dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken ‚,gefolgt von“ Staatstheater Braunschweig „und pretty ugly tanz köln„. Arbeitete mit Choreografen wie: Marquerite Donlon, Rui Horta, Olga Cobos/Peter Mika, Amanda Miller, Georg Reischl, Irina Pauls, Felix Landerer, Shang-Chi Sun. Ab 2009 Arbeitet er als freischaffende Tänzer und Choreograf hauptsächlich in Deutschland, Tours ua. in Italien, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Poland, Serbien, Kroatien, USA, Israel, UK, Taiwan, Tansania, Indonesien. Außerdem hat er sein Arbeiten vielfach auf verschiedenen Festivals präsentiert u.a. im Dampf 05 NRW, Radialsystem V, Sophiensäle, DOCK11 und beim Festival Salon-K. Gewann mit sein Solo SimulacrumX’ ‚Best Solo - Fördernachwuchspreis‘ und ‚Publikums Preis beim VI. Internationales SoloDuo Tanzfestival NRW + Friends 2014Finalist beim Wettbewerb ‚Das beste Tanz Solo Deutschland‘ 2015 in Leipzig. Sein aktuellsten Choreographien sind:’ schrittweise’ (Berlin, 2016) ‚exil’ (Köln, 2015), Trunkintail (Berlin, 2015) The Opening (Berlin, 2014) SimulacrumX (Torino, 2014), Euphoria (Köln, 2014) und FREIraum (Köln, 2013), Hangaufwind (Updraft) beim Festival ‘Tanzkonkret’ in Theater Orangerie Cologne, 2011), Recherche Mülheim (Tanzhaus Köln Interim, 2010) In between us’ (Orangerie-Theater im Volksgarten, 2009) i.Z.a mit Illustrator Barbara Steinitz und ‘Behind the wall’ mit pretty ugly tanz köln, Arkadas Theater, 2009). Das ‚rubarb dance & art’ ensemble entstand aus der Zusammenarbeit mit der Illustratorin Barbara Steinitz im Februar 2016 präsentieren sie ein neue Tanzproduktion „schrittweise“ im DOCK11 (Berlin) und im September 2016 ist ein neue Tanzproduktion ‚SimulacrumXX’ geplant. Im Jahr 2013 gründeten Ruben Reniers & Arthur Schopa das FREIraum-Ensemble’, ein neue FREIraum Tanz Produktion ist im August 2016 an einem der ungewöhnlichsten Orte Kölns bereits geplant. 
Mehr Information: www.rubenreniers.com & http://www.freiraum-ensemble.com/


Rebecca Jefferson (Tanz)
geboren 1972 in Buffalo, New York, erhielt ihre Tanzausbildung bei SUNY Purchase , New York. Sie begann ihre Tanzkarriere 1988 zunächst beim Buffalo Ballet Theatre, daraufhin folgten Engagements beim Pick the Crop Dance Company, Momix Dance Company und Ballet Hispanico. 1998 kam sie nach Europa zum Ballett Freiburg/Pretty Ugly unter der künstlerischen Leitung von Amanda Miller. Sie tanzte in preisgekrönten Balletten von Amanda Miller, William Forsythe, Regina van Berkel und Allesio Silvestrin. Bis 2009 war sie beim Ballett ‘pretty ugly tanz köln’ als Gasttänzerin, Assistentin und Choreografin tätig. Seit 2006 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Berlin. Sie ist eine international gefragte Tänzerin,


Paula Dombrowski (Schauspielerin)
Geboren 1975 in Halle/Saale, aufgewachsen in Ballenstedt/Harz ging sie nach dem Abitur 1994 nach Leipzig und schrieb sich an der Universität für Theaterwissenschaften, Soziologie und Psychologie ein. Nach ihrer Ausbildung an der HfS „Ernst Busch“ Berlin war sie ab 2001 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich, ab 2004 am Thalia Theater Hamburg und ab 2009 am Deutschen Theater Berlin. 2002 war sie „Nachwuchsschauspielerin des Jahres“ der Zeitschrift Theater heute und erhielt 2005 den „Boy-Gobert-Preis“ der Körberstiftung Hamburg. Sie arbeitete regelmäßig mit Christina Rast, Andreas Kiegenburg, Jorinde Dröse, Michael Thalheimer und Stephan Kimmig und war auf zahlreichen Gastspielen in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und Rußland und mehrfach beim Berliner Theatertreffen eingeladen. 2010 beendete sie vorerst ihre Bühnenkarriere und arbeitet seitdem hauptberuflich als Schauspieldozentin an verschiedenen Schauspielschulen in Deutschland und Österreich, kontinuierlich an der Universität Mozarteum Salzburg und der Universität der Künste Berlin. 2013 gründete sie gemeinsam mit der Schauspielerin Esther Vorwerk und dem Musiker Sebastian Deufel das Kollektiv Annja Hofft. 2014 führte sie zum ersten mal Regie beim Stück „Draußen“, der ersten Produktion von Annja Hofft. 2015 nahm sie ihre Arbeit als Schauspielerin wieder auf.
www.paula-dombrowski.de


Evelyn Saylor (Musik & Komposition)
Evelyn Saylor has written electronic, choral, and chamber music as well as scores for modern dance. A native of New York, she studied Music with a concentration in Composition at Pomona College in Southern California and is currently pursuing a Master’s degree in Composition at the University of the Arts in Berlin. She has received commissions from the Orfeo Duo and the Church of the Heavenly Rest in New York and was also the recipient of the Mellon Elemental Arts Initiative Summer Experience in the Arts Award. Her works have been performed in Berlin, Cologne, Budapest, New York, California, and Cambridge, MA. Evelyn Saylor is also active as a pianist and singer. Her most recent project is the collaborative music theater production “Sounds For a While,” which will premiere on June 25th in the Tischlerei at the Deutsche Oper.
www.soundcloud.com/evelyn-saylor


Karin Rosemann (Kostüme)
wurde 1982 in München geboren und studierte Modedesign in Berlin. Nach Ihrem Abschluss arbeitete sie als Designerin für Herrenmode bei Helmut Lang in New York. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin interessierte sie sich verstärkt für Theater und Kostümbild und trat eine Stelle am Deutschen Theater Berlin an. Dort entstanden auch eigene Arbeiten mit Regisseuren wie Brit Bartkowiak und Bastian Kraft. Mittlerweile arbeitet sie als freie Kostümbildnerin für Theater, Tanz und Musikvideos.


Philine Sollmann (Video)
Die Künstlerin Philine Sollmann (*1978), hat ihren Abschluß an der Hochschule der Bildenden Künste Saarbrücken und der Kunsthochschule Berlin Weißensee absolviert. Ihre Arbeiten wurden international in Galerien, Institutionen und auf Festivals gezeigt. Sie lebt in Berlin und arbeitet mit den Medien Fotografie und Video.
www.philinesollmann.com


Nicole Kohlmann (Dramaturgie)
erhielt ihre Ausbildung als Tänzerin an der HfMDK, Frankfurt, der Heinz-Bosl-Stiftung, München und der Akademie des Tanzes, Mannheim, wo sie zudem zur Tanzpädagogin geschult wurde. Anschließend führte ihre zwanzig-jährige Laufbahn sie als Ensemblemitglied an die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche OperBerlin, das Saarländische Staatstheater Saarbrücken, die Company Introdans in Arnhem sowie das Scapino Ballett Rotterdam. Während dieser Zeit war sie an der Entstehung zahlreicher Uraufführungen beteiligt, u. a. mit den Choreographen M. Béjart, E. Wubbe, G. Reischl, H. Vierthaler, H. Musial, D. Heitkamp, M. Donlon und M. Goecke. Außerdem war sie als Tänzerin, Akteurin und Choreographin an mehreren Filmproduktionen beteiligt. Seit dem Jahr 2012 arbeitet die dreifache Mutter freischaffend als Ballettmeisterin/Coach (u. a. Scapino Ballett, Codarts, Holland Dans Festival), choreographische Assistentin und Dramaturgin (u. a. Scapino Ballett, rubarb dance & art) und ist für Einstudierungen von Stücken des Choreographen Marco Goecke verantwortlich. Darüber hinaus schloss sie 2016 ihr Bachelorstudium der Theaterwissenschaft an der FU Berlin ab, wo sie derzeit dem Masterstudiengang Tanzwissenschaft folgt.

 



 

 

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