T A N Z

ÜBERHAUPTSÄCHLICH
Ein Tanzstück von PAA (Public Artistic Affairs) – Tomi Paasonen

P R E M I E R E
17. Februar 2005
weitere Vorstellungen:

18.-20. Februar 2005 sowie 24.-27. Februar 2005
jeweils 20.30 Uhr

Ein Tänzer als Medium, verschwindet in den Schwankungen, Stürzen, Abweichungen, Lenkungen und Beugungen und so fort. Die Bewegung als Anti-Thesis des Begreiflichen, wie das Flüchtige Fortschreiten der aneinander geketteten Momente, wie der Versuch ins Wasser zu schreiben. Versuche die sich immer wieder in sich zurückkehren, bis sich unendliche Loops bilden und die Verschmelzung von Zeit sich in einem Lärm des Chaos ausebbt.

Ein Schauspieler als unendliches Spiegelbild des Betrachters, ein Chamäleon als projizierbare Fläche, der immer wieder in die nächste Rolle reinschlüpft, um unantastbar und unnahbar zu bleiben. Eine Studie von Schizophrenie, Multiple Personality Syndrom im ewigen Fortflüchten des Ich-seins, das sich immer weiter vermehrt.

„Ein Raum, viele virtuelle Räume. Sie da, wir hier, oder doch nicht? Ja ja, ist ja nur ein Video, Software, O.K und live und so, so und so viele Lampen und ihr auf den Rampen, oder umgekehrt?“ Tomi Paasonen

Choreographie/ Bühne/ Kostüm: Tomi Paasonen Tanz: Jorgos Fokianos Video/ Audio: Mike Koloska Licht: Jochen Freels

Tomi Paasonen, *1970, Helsinki. Solistenverträge mit dem Hamburg Ballett, Lines Ballet in San Francisco und Joffrey Ballet in Chicago. Eigene Stücke in Hamburg, San Francisco und Chicago. 1997 hörte er wegen eines Unfalls auf, zu tanzen und gründete in San Francisco eine spartenübergreifende Kunstproduktionsfabrik, „KUNST-STOFF“, für die er 15 Werke innerhalb dreieinhalb Jahren kreierte. Seit dem Jahr 2001 ist er zurück in Europa und arbeitet freiberuflich. In Helsinki wurde das Tanzstück „OloTila“ - „ZuStand“ mit professionellen und behinderten Tänzern mit dem Preis „Theaterereignis des Jahres 2000“ ausgezeichnet. Im Jahr 2002 hatte er Premiere in den Sophiensaelen Berlin mit seiner neuen Truppe PAA (das b-leben/b-side of life) während er im Zusammenarbeit mit Gefangenen im JVA Tegel eine Produktion, „IKARUS ABFLUG TEGEL“ erarbeitete. Eine fünfteilige Fotoserie mit eine 70jährige schwerbehinderte Frau Tuuli Helkky Helle stellte er aus, sowie die Inszenierung der zeitgenössischen Oper „Der Untergang des Hauses Usher“, die sich auf die Kurzgeschichte von E.A. Poe und eine halbfertige Partitur von Claude Debussy basiert. Dazwischen setzt er auch die Arbeit mit KUNST-STOFF in San Francisco fort. Die Produktionen „W“ (double you) (Frühling 2002) und „O“ (lOOp) bei dem D!STURBANCES Symposium für nordische Künstler in Kopenhagen verknüpft er mit zwei weiteren Teilen - RE: (Repetition and differencE), „U“, (uou) - zu einem Abend: „RE: „U“, „W“, „O“, präsentiert im Herbst 2003 im DOCK 11. 2004 erarbeitet er das Stück MEMORE, das im DOCK 11 und in der alten Weberei präsentiert wurde.